25. Mai 2015
von admin
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Großartige Siege der deutschen Tennisprofis in Paris!

Der Eröffnungstag der French Open ließ aus deutscher Sicht keine große Euphorie aufkommen: von vier Tennisprofis schieden drei in der ersten Runde ohne Satzgewinn aus.

In der ersten Spielrunde um 11 Uhr vormittags am zweiten Tag traten drei deutsche Teilnehmer an und weckten, nachdem sie alle den Auftaktsatz gewonnen hatten, erst einmal neue Zuversicht.

Sabine Lisicki, die nach der unglücklichen Fed-Cup-Niederlage in Sotschi in ein psychologisches Tief gefallen war, könnte sich in Paris aus ihrer Krise herausspielen. Bei ihrem Auftritt gegen Monica Puig aus Puerto Rico (Nr. 86 der WTA)) war bei ihrem 6:3, 6:2-Sieg schon eine Steigerung gegenüber den vorigen Matches zu registrieren. „Das ist das letzte Asche-Turnier der Saison. Da wird noch einmal alles gegeben», erklärte  Sabine nach dem Match ihre souveräne Vorstellung.  „Ich habe in der ersten Runde in zwei Sätzen gewonnen, das ist es, was man sich wünscht“, sagte die 25-jährige Aufschlagweltrekordlerin , die die Partie vor den Augen ihres Freundes Oliver Pocher standesgemäß mit einem Ass beendete.

Benjamin Becker gewann den 1.Satz gegen Ruben Bemelsmans (Nr. 95 ATP), den er in den bisherigen drei Aufeinandertreffen immer – sehr knapp! – besiegt hatte, souverän mit 6:3. Im zweiten Satz musste er sich im Tiebreak geschlagen geben. Auch der 3.Satz wurde 2:6 verloren. Benni hat das Fighten auf den amerikanischen Universitäten gelernt: er schlägt im vierten Satz zurück und gewinnt den Durchgang im Tiebreak. Den entscheidenden fünften Satz erkämpft sich Benni mit 6:2 nach 4 Stunden Spielzeit.Im siebten Anlauf in Roland Garros schaffte er erstmals den Sprung in die zweite Runde.  „Die zweite Runde in Paris zu erreichen, stand noch auf meiner Bucket List”, sagte Becker, der seinen Premierensieg noch auf dem Platz mit seinem dreijährigen Sohn Collin feierte.

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Mona Barthel hatte man einen Sieg über die Polin Paula Kania, der Nr. 160 der Weltrangliste, zugetraut. Schon im 1.Satz hatte die Neumünsteranerin mehr Mühe als erwartet und setzte sich nur knapp mit 7:5 durch. Im 2.Satz verlor sie den Faden und unterlag 2:6. Wer an einen Ausrutscher glaubte, sah sich getäuscht. Mona verlor auch den 3.Satz mit 4:6 und schied in Paris bei ihrem Auftaktmatch ziemlich „sang-  und klanglos“ aus.

Mit Spannung erwartete man den Auftritt Angelique Kerbers gegen Timea Babos (WTA Nr.81) nach ihrem verletzungsbedingten Nichtantreten im Halbfinale von Nürnberg. In der zweiten Spielrunde am Montag spielte die Kielerin ruhig und souverän auf, nutzte jede Chance, aggressive Schläge einzusetzen und gönnte der  Ungarin im 1.Satz keinen Spielgewinn. Auch im 2.Satz gab sie sich keine Blöße, gab nur noch ein Spiel ab und erreichte mit einem 6:0, 6:1-Sieg die zweite Runde des Grand Slams.

Jan Lennard Struff stand eine schwere Aufgabe in seinem Match gegen den erfolgreich auf die Tour zurückgekehrten Viktor Troicki bevor. Der serbische Freund und Trainingspartner von Nole Djokovic erspielte sich gegen den Deutschen in den ersten beiden Sätzen eine deutliche Überlegenheit, die sich in einem 6:1-Sieg im ersten und in einem 6:2-Gewinn im zweiten Satz ausdrückte. Im dritten Satz wuchs der Widerstand des Warsteiners. Er setzte sich dann am Ende  dieses Durchganges im Tiebreak durch. Im 4.Satz eroberte der Belgrader sich die Dominanz wieder zurück und beendete den Paris- Auftritt von Struff mit einem 6:1-Satzgewinn,

Annika Beck musste in ihrer Auftaktrunde gleich die wiedererstarkte Agniezka Radwanska antreten. Im 1.Satz trumpfte die Gießenerin überraschend auf und gewann 6:2.

annika

Als die an 14-gesetzte Polin sich den zweiten Satz mit 6:3 holte, ging man davon aus, dass die Leistungsverhältnisse sich wiederhergestellt hätten. Aber Annika steigerte sich noch einmal und gewann den entscheidenden 3.Satz mit 6:1. Eine der wenigen Sensationen an den ersten beiden Tagen in Paris!

Carina Witthöft beendete mit ihrem Match den erfolgreichen 2.Tag der French Open für die deutschen Teilnehmer. Hochkonzentriert und entschlossen ging die 20-jährige Hamburgerin zur Sache und besiegte die Tschechin Katerina Siniakova in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:5.

Tagesfazit: Fünf deutschen Siegen standen am zweiten Tag zwei Niederlagen gegenüber. Das ist eine erfreuliche Statistik, die eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag bedeutete.

So sollte es weitergehen!

24. Mai 2015
von admin
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Nur Kohlschreiber gewinnt am 1.Tag in Paris

Das einzige Grand Slam Turnier auf Sand, die French Open in Paris, sind am  Sonntag von Roger Federer eröffnet worden. Im Stadium Philippe Chartrier trumpfte der Schweizer gegen Alejandro Falla aus Kolumbien beeindruckend auf. Souverän bezwang er Falla mit 6:3, 6:3 und 6:4.

Stan Wawrinka folgte bei seinem ersten Auftritt in Roland Garros auf den Spuren seines Landsmannes: Bei seinem deutlichen 6:3,6:2, 6:3-Sieg gegen den Türken Ilhan gab er sogar zwei Spiele weniger ab als der Weltranglistenzweite.

Die deutschen Tennisprofis holperten und stolperten in den letzten Wochen auf ihrem Weg nach Rolland Garros -  oder wurden von Verletzungen erst einmal aus dem Rennen geworfen.

Am Sonntag betraten die ersten fünf deutschen Vertreter die rote Asche zu ihren Erstrundenmatches.

Der an Position 22 gesetzte Philipp Kohlschreiber  machte mit Go Soeda in seinem Auftaktmatch kurzen Prozess. Mit 6:1, 6:0 und 6:2 gab er dem Japaner nicht den Hauch einer Chance.

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Florian Meyer hat  nach seiner Rückkehr auf die ATP-Tour – nach fast 400 Tagen Pause wegen einer Schambeinentzündung – noch nicht wieder zu seiner Bestform zurückgefunden. Beim ersten Grand-Slam-Auftritt seit mehr als einem Jahr unterlag der 31-Jährige dem an Position 19 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut nach 93 Minuten Spielzeit 3:6, 1:6, 3:6.

Auch der Qualifikant Mathias Bachinger hat bei seinen ersten Auftritt  im Hauptfeld verloren. Der Münchner schied gegen den Spanier Marcel Granollers mit 4:6, 3:6 und 6:7 aus.

Neben Kohlschreiber, Bachinger und Mayer haben sich nur drei weitere deutsche Tennisprofis für das Hauptfeld in Roland Garros qualifiziert. Weniger standen in den vergangenen 30 Jahren nur einmal (2007) unter den besten 128 Spielern.

Die 27-jährige Tatjana Maria  schied als erste von zehn deutschen Tennis-Spielerinnen bei den French Open aus. Die Nr. 75 der Weltrangliste, die ihren  Wohnsitz  nach Florida verlegt hat, unterlag zum Auftakt des Grand-Slam-Turniers in Paris der Italienerin Camila Giorgi 5:7, 3:6. Seit ihrem Debüt 2009  ist Maria nie über die erste Runde im Stade Roland Garros hinausgekommen.

Die weiteren deutschen Spielerinnen, darunter auch die gesetzten Andrea Petkovic (Darmstadt/Nr. 10), Angelique Kerber (Kiel/Nr. 11) und Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 20), greifen erst am Montag oder Dienstag ins Geschehen ein.

garros

Der erste Tag in Roland Garros machte nicht große Hoffnungen auf einen spektakulären Aufschwung des deutschen Tennis in Paris.

Am Montag werden Kerber(gegen Babos), Witthöft(gegen Siniakova), Beck (gegen Radwanska) und Barthel(gegen Kania) bei den Damen in das Gefecht geworfen.

Bei den Herren können  Struff (gegen Troicki) und Becker (gegen Bemelsmans) für deutsche Siege in der französischen Hauptstadt sorgen.

22. Mai 2015
von admin
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Sorgen um unsere Spitzenspielerinnen für Paris!

Bei dem „Nürnberger Versicherungscup“ wurde am Freitag die Vorschlussrunde gespielt.  Die an 2-gesetzte Angelique Kerber hatte als einzige  der in Franken vollständig angetretenen deutschen Tenniselite den Sprung in das Semifinale geschafft. Um 13.3o Uhr sollte sie am Freitag zu ihrem Match gegen Roberta Vinci (aktuelle Nr.42 der WTA) antreten. Dann kam die Hiobsbotschaft:  Unter Tränen teilte die Kielerin dem Publikum über das Mikrophon mit, dass sie wegen Rückenproblemen auf ihr Semifinal-Spiel verzichten muss.

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“Es tut mir mega-leid. Es ist nicht einfach, aber ich will nichts riskieren, weil ich nicht bei 100 Prozent bin. Ich habe auch gestern mit Schmerzmitteln gespielt”, erklärte Kerber dann im BR ihre Entscheidung und äußerte in Hinsicht auf die French Open: “Es ist die beste und schlauste Entscheidung.”

Die Warn-Up-Trainingseinheit am Vormittag auf der Turnieranlage hatte die Weltranglistenelfte wegen der anhaltenden Schmerzen im unteren rechten Rückenbereich vorzeitig abgebrochen. Bereits in den vergangenen Tagen hatten “Angie” die Beschwerden geplagt. “Ich merke den Rücken, es hat sogar geknackt. Ich werde alles versuchen, um fit zu werden, aber die Gesundheit geht vor”,  wies Kerber schon am Donnerstag nach ihrem Viertelfinalsieg auf ihre Probleme hin.

Die an 1-gestzte Petkovic gab wegen Verletzung auf,  Kerber konnte nicht antreten und die an 3-gesetzte Lisicki schied früh aus. Das Nürnberger Publikum ist zu bemitleiden.

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Die Sorgen um unser Damenspitzentrio für das Auftreten bei den French Open in der kommenden Woche werden nach dem heutigen „Schwarzen Freitag“ nicht geringer.

Genügen wir zum Schluss der Chronistenpflicht: Im zweiten Semifinale spielte  Karin Knapp (Nr. 48 der WTA), gegen die ungesetzte 23-jährige Spanierin Lara Arruabarrena (Nr.98 der Weltrangliste), die bei ihren Auftritten in Nürnberg positiv überrascht hatte und die favorisierten  Lisicki und Witthöft geschlagen hatte. Die Südtirolerin Knapp beendete die Erfolgsserie ihrer Kontrahentin kurz und schmerzlos. Mit 6:0 und 6:2 zog sie als zweite Italienerin in das Finale ein.