21. Mai 2015
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Kerber im Semifinale, Witthöft scheidet aus!

Die Kielerin Kerber und die Hamburgerin Witthöft sind die beiden einzigen deutschen Spielerinnen, die das Viertelfinale des Nürnberger Versicherungscups erreicht hatten. Zwei „Norddlichter, die unterschiedlicher nicht sein können: Auf der einen Seite die ruhige, eher defensiv auftretende 26-jährige Angie, auf der anderen Seite die dynamische und aggressiv agierende 20-jährige Carina, die von Bundestrainerin Rittner als „positiv zickig“ charakterisiert wurde. Hier eine brillante Konterspielerin, da eine konsequente „Hardhitterin“. Die Eine zieht sich in ihren Turnierpausen – zur Freude ihrer Eltern – gern auf den Hof ihrer Großeltern auf das polnische Land zurück, die Andere feiert auch mal gern bis spätnachts auf turbulenten Partys – zur Besorgnis ihrer Eltern.

Viele Wege führen nach Paris.

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Angelique Kerber ging um 11.30h Ortszeit gegen Misaki Doi auf dem Platz. Die Kielerin machte von Anfang an deutlich, wer das Heft bei dieser Partie in der Hand hält. Im1.Satz ließ sie der Japanerin kaum eine Chance und gewann  6:2. Im zweiten Satz dominierte sie weiter, gab nur ein Spiel mehr ab und zog mit 6:2 und 6:3 souverän in das Semifinale des Nürnberger Turniers ein.

Nach ihrem Marathonmatch in der 1.Runde, war Carina Witthöft in der 2.Runde des Nürnberger Turniers im D-Zug-Tempo in das Viertelfinale gestürmt. In der Partie gegen Lara Arruabarrena (die sollte endlich einmal heiraten, damit wir beim Schreiben ihres vokalreichen Namens keine Knoten mehr in die Tippfinger bekommen!)legte die deutsche Nachwuchshoffnung los wie ein ECE. Die Spanierin präsentiert sich aber von Anfang an in großartiger Verfassung, reagiert vollkommen gelassen und fast fehlerlos auf die Powerschläge ihrer Gegnerin und geht nach 17 Minuten Spielzeit 4:0 in Führung. Die Hamburgerin agiert weiter kompromisslos, macht dabei zu viele Fehler und verliert den 1.Satz 0:6.

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Im 2.Satz setzt Arruabarrena ihren fabelhaften Auftritt fort. Mit klug eingesetzten Stoppbällen und gut platzierten Winkelschlägen unterbricht sie immer wieder den Schlagrhythmus ihre Kontrahentin. Carina „ballert weiter d`rauf  los“ und gerät 0:4 in Rückstand. Dann gelingt ihr der erste Spielgewinn im Match. Sie nutzt den Aufschwung und gewinnt auch das nächste Spiel. Die Spanierin bleibt ruhig, geht 5:2 nach umkämpftem Spiel in Führung. Sie erspielt sich drei Matchbälle in Folge. Witthöft ballert weiter. Und hat Erfolg: sie wehrt drei Matchbälle und später auch den vierten ab und verkürzt im weiteren Verlauf auf 4:5. Kurz bevor sich das Match vollkommen dreht, rettet Arruabarrena sich bei eigenem Aufschlag durch das Ziel und gewinnt den zweiten Satz mit 6:4.

Carina Witthöft ist ausgeschieden. Sie hat aber gezeigt, welches Potential in ihr steckt.

20. Mai 2015
von admin
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Carina Witthöft spielt sich im Eiltempo in das Viertelfinale von Nürnberg!

Nachdem Angie Kerber sich schon am Dienstag für das Viertelfinale qualifiziert hatte, traten am Mittwoch Sabine Lisicki und Carina Witthöft an, um auch die Runde der letzten Acht des mit 250 000 Dollar dotierten „Nürnberger Versicherungscups“ zu erreichen.

Sabine Lisickis Match gegen Lara Arruabarrena musste nach 11 Minuten, beim Stand von 2:2 und 15:40 bei Aufschlag Lisickis, wegen starken Regens  unterbrochen werden. Nach der Regenunterbrechung kommt die Berlinerin überhaupt nicht in das Match. Sie verliert sofort vier Spiele in Folge und den 1.Satz mit 2:6.

Im 2.Satz wird Bine stärker, die Gegnerin erkennt ihre Chance und ein Spiel auf Augenhöhe entwickelt sich. Beide Spielerinnen wehren alle Breakbälle ab, der Tiebreak muss entscheiden. Hier dominiert Lisicki und gewinnt deutlich mit 7:3.

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Im entscheidenden 3.Durchgang gelingt der Deutschen im ersten Spiel ein Break und sie gewinnt auch souverän ihr Aufschlagspiel. Dann lässt Sabine wieder nach, die Spanierin gleicht aus. Lisicki geht aber wieder mit 5:3 in Führung, macht in dieser Situation leichte Fehler, vergibt viele Chancen und Arruabarrena erspielt sich das 5:5. Beide gewinnen jetzt ihre Aufschlagspiele – der Tiebreak wird entscheiden. Zum Entsetzen der (relativ wenigen!) Zuschauer produziert Sabine hier ein Fehlerfestival und beschert bei 1:6 der Spanierin 5 Matchbälle in Folge. Den dritten Siegball verwandelt Arruabarrena und gewinnt das Match nach fast drei Stunden Spielzeit mit 6:2, 6:7, 7:6.

Nach dieser doch enttäuschenden Vorstellung Lisickis erwartete man mit Spannung das Auftreten der jungen deutschen Hoffnung Carina Witthöft in ihrem Match gegen Jewgenija Rodina.

Carina

Die junge Hamburgerin übertraf alle Erwartungen. Nach 68 Minuten Spielzeit hatte sie die Russin im Eiltempo mit 6:1 und 6:2 vom Platz geschossen. Carina steht bei einer WTA-Veranstaltung zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Runde der letzten Acht. Im Viertelfinale trifft sie am Donnerstag auf die Lisicki-Bezwingerin Arruabarrena.

Angie Kerber spielt in ihrem Viertelfinalmatch gegen Misaki Doi aus Japan.

Auf unsere beiden „Nordlichter“ können wir uns verlassen – „die werden das schon packen“…

20. Mai 2015
von admin
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Freuden und Leiden der deutschen Spielerinnen in Nürnberg

Deutschlands drei stärksten Spielerinnen traten bei dem Nürnberger Versicherungscup am Anfang dieser Woche als Topgesetzte an. Eine ideale Gelegenheit, Weltranglistenpunkte zu gewinnen und Selbstvertrauen für das Grand Slam Turnier in Paris in der kommenden Woche zu tanken.

Die an 2- gesetzte Angelique Kerber ging am Montag als erste gegen die schwedische Qualifikantin  Rebecca Peterson auf den Platz. Die Kielerin gewann 7:5 und 6:4. In beiden Sätzen wurde sie nach klarer Führung etwas nachlässiger, setzte sich  in den entscheidenden Phasen dann aber souverän durch.

Sabine Lisicki, an 3-gesetzt, bezwang dann Silvia Soler Espinosa mit 6:4 und 7:5, obwohl sie in beiden Sätzen mit einem Break zurück lag. „Mein Match war ganz in Ordnung. Es ist schon etwas ganz besonderes für mich ein Turnier in dem eigenen Land zu spielen.“, kommentierte sie ihren Auftritt. Die Aufschlag-Weltrekordlerin hatte ausgerechnet Probleme mit ihrem Service. Mit einer Verbesserung ihres Paradeschlags (neben der Vorhand) wird sie die auch in der nächsten Runde am Mittwoch gegen die 23-jährige Spanierin Arruabarrena bestehen können.

TENNIS: Wimbledon-Sharapova vs Lisicki

Die an 1-gesetzte Andrea Petkovic hat vor dem Turnier in Roland Garros eine Verletzungs- und Pechserie: „Ich fühle mich so wohl in Nürnberg, ich wäre so gerne bis zum Schluss hier geblieben!”, klagte sie. Doch dieser Wunsch half der 27-Jährigen nichts, als ihr nach einem Sprint zum Netz plötzlich ein Schmerz in den Oberschenkel schoss. Beim Stand von 0:5 trottete die sonst so aufopferungsvoll kämpfende Weltranglisten-Zehnte mit hängendem Kopf zum Netz und reichte ihrer Gegnerin Yulia Putintseva zur Aufgabe enttäuscht die Hand. „Ich hoffe, dass es nur eine Zerrung ist“, machte sie sich und uns Mut für ihren Start in Paris.

Carina Witthöft setzt nach dem Titelgewinn in Cagnes sur Mer ihre Siegesserie auch in Nürnberg fort. Nach hartem Kampf konnte die an 8-gesetzte Hamburgerin die Belgierin Van Uytvanck mit 6:7, 6:3 und 6:3 bezwingen.

In dem deutschen Erstrunden – Duell der Wild-Cards behauptete sich Anna-Lena Friedsam gegen Tatjana Maria mit 6:4 und 6:4. Am nächsten Tag traf Anna-Lena auf die an 6-gesetzte Karin Knapp. Knapp hatte in der ersten Runde die 18-jährige Antonia Lottner mit 6:2 und 7:5 geschlagen. Die Italienerin, Nr. 48 der WTA, präsentierte sich auch im Frankenland gegen Friedsam in guter Form und gab der zweiten Deutschen nacheinander bei ihrem 6:1,6:3-Sieg keine Chance.

Annika Beck schied in der 1.Runde des Nürnberger Turniers gegen Klara Koukalova mit 4:6, 6:7 aus.

Die Tschechin war dann am Dienstag in der 2.Runde des Turniers der nächste Gegner von Angie Kerber.

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Die Kielerin gewann im ersten Satz mehr „Big Points“ und profitierte bei ihrem 6:1-Gewinn von dem noch „wackeligen“ Aufschlag ihrer Gegnerin. Koukalova servierte im 2.Satz trotz weiterer Doppelfehler besser, Angie verlor mehr und mehr ihre Souveränität und lag plötzlich 1:4 und dann 2:5 im Rückstand. Gegen Kerber hat man erst gewonnen, wenn der letzte Punkt gespielt ist – das weiß die Weltspitze aus bitterer Erfahrung. So auch in Nürnberg: Angie holt Spiel auf Spiel auf und gewinnt den 2.Satz und das Match in dem Tiebreak mit 7:6 (2). Im Viertelfinale gegen die Japanerin Misaki Doi geht die Kielerin als Favoritin in das Match.

Das Publikum in Nürnberg ist bisher begeistert von dem Auftreten der deutschen Spielerinnen und leidet mit der verletzten „Petko“ mit.