24. April 2015
von admin
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Angie Kerber marschiert in das Halbfinale vom Porsche Tennis Grand Prix!

Markus Günthardt, der Turnierdirektor des „Porsche Tennis Grand Prix“ in Stuttgart, wird den famosen Sieg von Angelique Kerber über Maria Sharapova mit einem lachenden und einem weinenden Auge  betrachtet haben. Einerseits ist die Kielerin die letzte deutsche Teilnehmerin, die die einheimischen Zuschauer zur Anlage in Weißenhof locken kann.

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Andererseits ist mit der topgesetzten Maria Sharapova eine weitere internationale Publikumsattraktion schon früh ausgeschieden.

In der ersten Runde  konnte sich die Französin Carolie Garcia gegen die an 5-gesetzte Ana Ivanovic mit 7:6,6:4 behaupten und Agniezka Radwanska unterlag der Italienerin Sara Errani mit dem gleichen Ergebnis.

In der zweiten Runde schied die an 3-gesetzte Wimbledonsiegerin Petra Kvitova gegen das US-Girl Madison Brengle mit 3:6 und 6:7 aus.

In den Viertelfinalspielen am Freitag ging von den verbliebenen Favoritinnen zuerst Simona Halep gegen die Italienerin Sara Errani (WTA Nr.15) auf den Platz. Die Rumänin wird nach dem Ausscheiden der russischen Tennisdiva in der nächsten Woche auf Rang 2 der Weltrangliste vorrücken. Mit einer souveränen Leistung besiegte die Rumänin die Italienerin mit 6:4 und 6:4 und zog als erste Spielerin in das Semifinale von Stuttgart ein.

Anschließend stellte sich die an 4-gesetzte Carolin Wozniacki der zuletzt stark auftrumpfenden Carla Suarez- Navarro auf dem Center Court in Stuttgart. Die Dänin ließ der Spanierin keine Chance. Mit 6:0 und 6:3 erreicht sie das Halbfinale und wird dort auf Simona Halep treffen.

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Spätnachmittags wurde die Partie von Angie Kerber gegen die an 6-gesetzte Ekaterina Makarova angesetzt. Einen Tag nach ihrer Galavorstellung gegen  Maria Scharapowa begeisterte die Kielerin das Freitags-Publikum  in der mit rund 5000 Zuschauern ausverkauften Porsche-Arena mit einer weiteren überzeugenden Leistung.  Nach nur etwas mehr als einer Stunde Spielzeit hatte sie die Russin mit 6:3 und 6:2 besiegt. Damit hat Angelique zum dritten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale des Porsche Tennis Grand Prix erreicht.

Am Abend wurde in der Begegnung zwischen Madison Brengle und Caroline Garcia der Gegner von Angie im morgigen Semifinale ausgespielt. Beide Kontrahentinnen beeindruckten mit harten und sicheren Aufschlägen.  Die 23-jährige Französin konnte sich im 1. Satz mit 6:3 durchsetzen. Im 2.Satz drehte  das US-Girl den Spieß um und entschied den 2.Durchgang mit ebenfalls 6:3 für sich. Den entscheidenden 3. Satz gewann dann Madison Brengle mit 6:4.  Der entscheidende Unterschied wird in einer Statistik deutlich: Brengle wehrte 10 von 11(!) Breakbällen ihrer Gegnerin ab und nutzte die drei einzigen Breakbälle, die sie im ganzen Match hatte, drei Mal.

Wir werden möglichst zeitnah von den Semifinal-Matches am Samstag berichten.

23. April 2015
von admin
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Kerber nach Sieg über Sharapova einzige deutsche Teilnehmerin im Stuttgarter Turnier!

Sabine Lisicki ist anders als alle Anderen. An guten Tagen ist sie absolute Weltspitze – da sind sich die Fachleute einig. Die Berlinerin ist aber  außergewöhnlich empfindlich. Ihre vielen Trainer können darüber Romane schreiben. Wenn Probleme in ihrer Umwelt vorliegen, leiden ihre Leistungen darunter. Wenn sie ihren eigenen sportlichen Leistungen nicht vertraut, spielt sie noch weiter unter ihrem  normalen Niveau.

Das geht eigentlich allen Menschen so.  „Bine“ ist aber sehr emotional gesteuert. In schwierigen Situationen ist sie kaum offen für rationale Argumente, die dazu verhelfen könnten, das Problem nicht zu überbewerten, es einzuordnen. Deshalb verliert sie schneller als andere die Balance. Eben `mal Hopp – `mal Topp.

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Am vergangenen Wochenende hat die Aufschlagweltrekordlerin bei dem Fed Cup- Halbfinale in Sotschi  überraschend ihr Einzel – nach Matchbällen! – verloren. Als Petkovic und Kerber den Rückstand ausgeglichen hatten und der Einzug in das Finale immer wahrscheinlicher wurde, unterlag Sabine mit Andrea im entscheidenden Doppel. Sicherlich auch, weil ihr Selbstvertrauen nach dem Einzel fehlte.

Jetzt ist sie beim WTA-Premier-Turnier in Stuttgart bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Drei Tage nach der bitteren Fed-Cup-Niederlage verlor die Berlinerin am Mittwoch gegen Zarina Diyas aus Kasachstan sang- und klanglos mit 0:6, 0:6.  Nach etwa einer Stunde Spielzeit war der enttäuschende Auftritt der Nr. 19 der Weltrangliste bereits wieder vorbei.

So what. Wir – aber auch Sabine – sollten jetzt ruhig bleiben. „Bine“ ist so, wie sie ist. In Zukunft wird sie auch wieder für überragende Ergebnisse sorgen…

Andrea Petkovic hat kluger Weise das Stuttgarter Turnier nach all den Strapazen kurzfristig abgesagt.

Angelique Kerber (aktuell wieder auf Nr.14 der Weltrangliste gestiegen) hatte in der 1.Runde Alexa Glatch (WTA Nr. 201), das US-Girl aus Kalifornien, mit 6:2 und 7:5 besiegt. In der zweiten Runde traf sie schon auf die an Nr.1 gesetzte Maria Sharapova. Die russische Glamour-Lady dominierte im 1.Satz. Sie gewann deutlich 6:2. Die Kielerin kämpfte sich in das Match zurück und rang ihre Kontrahentin im 2.Satz unter dem Jubel des Publikums mit 7:5 nieder.

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Das Duell der beiden, die zu den härtesten Wettkämpferinnen in der Weltspitze der Damen auf der WTA-Tour gehören, spitzte sich im entscheidenden Satz zu. In den ersten Spielen präsentierten sich zwei ebenbürtige Gegnerinnen. Nuancen entschieden über den Gewinn der einzelnen Games.Nach dem 1:1 ist die Kielerin immer den entscheidenden Punkt besser als die Russin. Kerber geht 5:1 in Führung. Sie vergibt den ersten, verwandelt den zweiten Matchball, gewinnt den Satz und das Match mit 2:6, 7:5 und 6:1. Ein großartiger Erfolg von Angie, die Selbstvertrauen durch den Turniersieg in Charleston gewonnen hatte. Ihr überzeugender Einzelsieg in Sotschi wird dieses Selbstbewusstsein noch weiter gestärkt haben.

Julia Görges (WTA Nr. 64) schied unglücklich gegen die 18- jährige Schweizer Hoffnung Belinda Bencic (WTA Nr. 34) mit 6:3, 3:6 und 5:7 aus. Da fehlte nach Sotschi wohl auch das entscheidende Quäntchen Selbstvertrauen.

In dem mit Spannung erwarteten norddeutschen Duell zwischen Mona Barthel und Carina Witthöft setzte sich die junge „Hamburger Deern“ mit 7:5 und 6:2 gegen die Neumünsteranerin durch. In der zweiten Runde schied Carina gegen die Französin Caroline Garcia (WTA  Nr. 29), nach starker Gegenwehr im 1. Satz, mit 6:7 und 2:6 aus.

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Alle deutschen Teilnehmerinnen sind jetzt – bis auf Kerber – früh in Stuttgart ausgeschieden. Das deutsche Damentennis hatte sich in den letzten Wochen gerade von dem Fluch des verlorenen Fed Cup-Finales in Prag 2014, in dem keine Spielerin einen Sieg erringen konnte, erholt. Sollte jetzt etwa der Fluch des verlorenen Halbfinales von Sotschi 2015 für alle, die dort ihre Matches verloren hatten, zur Wirkung kommen?

21. April 2015
von admin
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Nole Djokovic schreibt Tennisgeschichte

Unsere Aufmerksamkeit war in den letzten Tagen auf das dramatische Semifinalspiel des deutschen Fed Cup-Teams in Sotschi am Schwarzen Meer gerichtet. Zur gleichen Zeit wurde am Mittelmeer, in Monte Carlo, internationale Tennisgeschichte geschrieben.

Beim Monte Carlo Rolex Masters hat sich am vergangenen Sonntag Novak Djokovic seinen 52. ATP-Titel geholt. Der topgesetzte Weltranglistenerste hat im Country Club zum Auftakt der europäischen Sandplatz-Saison das Finale gegen den Tschechen Tomas Berdych nach harter Gegenwehr mit 7:5, 4:6, 6:3 gewonnen. Im Halbfinale hatten die beiden Finalisten ihren Gegnern keine Chance gegeben: Der „Djoker“ schlug Rafael Nadal mit 6:3 und 6:3, Tomas Berdych beendete den Siegeszug von Gael Monfils mit 6:1 und 6:4.

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Der Turniersieg des Serben des Serben im Fürstentum Monaco hatte eine besondere Bedeutung: Nole Djokovic hat es als erster Spieler geschafft, die ersten drei ATP-Masters-1000-Turniere innerhalb einer Saison zu gewinnen.  Für den 27-Jährigen ist es der 23. Triumph in dieser Turnierkategorie. Damit hat er Ivan Lendl hinter sich gelassen und zu Roger Federer aufgeschlossen. Vor dem „Djoker“ liegt in dieser Kategorie nur noch Rafael Nadal, der in seiner Karriere 27 ATP-Masters-1000-Titel gewonnen hat.

Djokovic hat mit seinem  zweiter Titelerfolg in Monte Carlo – nach seinem Sieg im Jahr 2013 – bewiesen, dass er aktuell die beherrschende Persönlichkeit auf der ATP-Tour ist.

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Im Interesse der Spannung im Wettkampf der ATP-Profis um die Weltspitze im Jahr 2015,  ist zu hoffen, dass Roger Federer aus der Niederlage gegen Monfils neue Motivation gewinnt und das Rafael Nadal seine Fitness und sein Selbstvertrauen wieder voll zurückgewinnt. Stan Wawrinka wird nach der endgültigen Scheidung von seiner Ehefrau noch einige Zeit brauchen, um zur Topform zurück zu finden. Berdych und auch Murray spielen auf hohem Niveau, können sich aber mit der absoluten Souveränität von Novak Djokovic auf Dauer nicht messen. Raonic und Nishikori können an guten Tagen jeden Spieler schlagen, aber es fehlt beiden noch an Nachhaltigkeit.

Bei dem Grand Slam-Turnier in Paris im Mai werden die Karten neu gemischt werden.