13. März 2015
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Nur Mona Barthel siegt beim Gipfeltreffen in Indian Wells!

Bei den „BNP Paribas Open“  in Indian Wells sind die ersten Matches des Hauptfeldes gespielt worden. Die Hoffnungen auf einen Aufschwung unserer Tennisprofis sind in der kalifornischen Wüstenoase bisher nicht erfüllt worden.

Julia Görges, aktuell Nr. 62 der Weltrangliste, konnte sich gegen die Britin  Heather Watson in ihrem Auftaktmatch nicht behaupten. Im ersten Satz verlor sie 4 ihrer 5 Aufschlagspiele und gab den Satz mit 4:6 ab. Sie steigerte sich im zweiten Durchgang, gewann 7:5, musste sich im entscheidenden dritten Satz aber mit 3:6 von der Nr. 48 der WTA  geschlagen geben.

Mona Barthel sorgte für einen Lichtblick, als sie die Französin Kristina Mladenovic nach hartem Kampf mit 6:3, 5:7 und 6:4 bezwang.

barthel

Annika Beck, die am Ende der vergangenen Saison mit vielversprechenden Erfolgen überzeugen konnte, hat in dem neuen Jahr noch nicht an ihre gute Form anknüpfen können. In der Wüstenoase war sie gegen die ukrainische Qualifikantin Lesia Tsurenko chancenlos und verlor 1:6, 3:6.

Andrea Petkovic und Angie Kerber sind gesetzt und greifen später in das Geschehen ein.

Die deutschen Herren konnten bisher auch nicht mit überragenden Leistungen aufwarten. In der Qualifikation schieden Tobi Kamke und Alexander Zverev    in der ersten Runde aus. Yannick Hanfmann und Philipp Petzschner verloren in der zweiten Runde.

Mischa Zverev und Michael Berrer konnten sich erfolgreich qualifizieren.

berrer

Der ältere Zverev-Bruder musste sich dann im Hauptfeld in der ersten Runde dem Franzosen Adrian Mannarino mit 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Auch Benjamin Becker konnte sich in seinem Auftaktmatch gegen Tim Smyczek (USA) nicht erfolgreich durchsetzen: er verlor 3:6, 6:7.

Jan-Lennard Struff komplettierte die Niederlagenserie unserer Herren: Er unterlag der australischen Hoffnung Thanasi Kokkinakis 6:7 und 3:6.

Philipp Kohlschreiber, Dustin Brown und Michael Berrer haben in den nächsten Tagen die Chance, für den ersten deutschen Herrensieg bei dem Tennis-Gipfeltreffen in Kalifornien zu sorgen.

11. März 2015
von admin
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Gipfeltreffen in Indian Wells

Indian Wells ist eine kalifornische Stadt in dem Coachella-Tal der Sonora- Wüste und hat mit seinen 5000 Einwohnern den höchsten Anteil an Millionären in den USA. In dieser Woche finden dort die „BNP Paribas Open“ statt, die mit 12,5 Millionen Dollar Preisegeld die Creme de la Creme der WTA und ATP in den Wüstenort locken.

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Von den 20 besten Damen der Weltrangliste treten 18 in dem exklusiven Ort zum Turnier an. Nur Kvitova und Venus Williams fehlen. Bei den Herren geben sich unter anderen die Topstars Djokovic, Federer, Nadal, Murray, Nishikori, Raonic, Wawrinka und Berdych ein Stelldichein.

Unsere besten Damen – Petkovic, Kerber, Lisicki, Görges, Barthel und Beck -  haben sich auch in der Wüstenoase eingefunden, um sich im 96-er Hauptfeld mit der Weltspitze zu messen. Anna- Lena Friedsam ist in der ersten Runde der Qualifikation gegen Rodionova mit 4:6 und 4:6 ausgeschieden. Angie Kerber, Petko und Sabine Lisicki greifen erst in der 2.Runde des Maindraw-Tableaus in das Geschehen ein. Mona Barthel setzt sich in der ersten Runde mit Katarina Mladenovic (WTA 63) auseinander, Julia Görges spielt gegen Heather Watson (WTA 43) und Annika Beck trifft auf eine Qualifikantin.

Bei den Herren, die etwas später als die Damen beginnen, müssen sich die Zverev-Brüder, Kamke, Berrer, Hanfmann und Petzschner durch die Mühen der Qualifikation im “Tennis Garden” schlagen. Das Hauptfeld ist noch nicht ausgelost.

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Das bei den Spielern sehr beliebte Turnier im Westen der USA rangiert von in seiner Bedeutung gleich hinter den Grand Slams – vergleichbar mit dem bald folgenden Turnier in Key Biscayne in Florida.

In Indian Wells werden die Tennisfans in den nächsten Tagen richtungsweisende Aufschlüsse über den Kampf um die Weltspitze auf der ATP- und WTA-Profitour gewinnen können.

 

7. März 2015
von admin
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Das Spiel ist aus – Deutschland verliert gegen Frankreich!

Nach dem 0:2-Rückstand des deutschen Davis Cup Teams in der Partie gegen Frankreich und vor dem Doppel, bei dem unser Team schon mit dem Rücken zur Wand steht, stellen sich einige Fragen:

War der Einsatz von Philipp Kohlschreiber richtig?

„Kohli“ war lange der Einzelgänger, der das Team mehrfach gesprengt hatte. Ist der Einsatz einer umstrittenen Nr.1 im Mannschaftswettbewerb wichtiger als der Teamgeist?

Das deutsche Fed Cup-Team verdankt seine Erfolge zum großen Teil einem ausgeprägten Teamgeist. Die zweite Garde des deutschen Herrentennis hatte mit ihrer Geschlossenheit Frankreich im letzten Jahr  sensationell an den Rand einer Niederlage gebracht.

Im Zusammenhang mit Kohlschreibers Nominierung wurde immer wieder darauf  hingewiesen, dass die größten deutschen Erfolge im Davis Cup mit einem starken Spitzenspieler – wie zum Beispiel  Boris Becker -  erzielt wurden. Wer Einblicke in das Team gewinnen konnte, weiß, dass gerade unser „Bobbele“ damals als extrem solidarischer Teamplayer in dem wichtigsten Mannschaftswettbewerb im internationalen Tennis aufgetreten war! Er war deshalb eine wichtige Nr.1, weil er selbst für einen außergewöhnlichen Teamgeist gesorgt hatte! Fragen Sie mal Patrick Kühnen, Erik Jelen oder Charly Steeb nach dem Teamspirit, der damals in der „Truppe“ herrschte!

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Philipp Kohlschreiber war nach den Australian Open, bei denen er frühzeitig ausgeschieden war, erkrankt. Vor seinem Einsatz in Frankfurt hatte er nicht genügend Trainingszeiten, um in optimaler Form antreten zu können. In dem neuen Jahr hatte er kaum Siege aufzuweisen, die ihm das nötige Selbstvertrauen ermöglicht hätten.

Darüber hinaus stand er unter besonderem Druck, weil er im letzten Jahr bei der Partie gegen Spanien in der hessischen Metropole, Auslöser der Eklats gewesen ist.

Mit der Entlassung des Davis Cup-Kapitäns Arriens, mit der Rückkehr „Kohlis“ in das Team, hat sich die DTB-Führung selbst unnötig unter Druck gesetzt. Musste  unser aktueller Spitzenspieler, obwohl er nicht hundertprozentig fit war, antreten, weil man sonst „das Gesicht verloren“ hätte?

Davis-15

Der bravouröse Auftritt von Jan-Lennard Struff war ein weiterer Hinweis, dass unsere jungen Spieler unter den besonderen Umständen des Davis Cups über sich hinauswachsen können.

Kommen wir zu dem Doppel, dass um 13 Uhr in der Fraport-Arena begann:  Deutschland trat mit Benjamin Becker und Andre Begemann an, Frankreich setzte Benneteau und Mahut ein.

Obwohl das Publikum unser Doppel mit Vehemenz unterstützte, ging der erste Satz mit einem Break der Franzosen 4:6 verloren. Auch im 2.Satz genügte den Franzosen ein einziges Break, um den Durchgang mit 6:3 für sich zu entscheiden. Im dritten Satz kassierten die Deutschen im ersten Spiel gleich ein Break. Die fast fehlerlos aufspielenden Franzosen ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen, siegten mit 6:2 im dritten Durchgang des Doppels und brachten ihr Land uneinholbar mit 3:0 in Führung. Les jeux sont faits.

Deutschland ist in der ersten Runde der Weltgruppe ausgeschieden, muss jetzt in die Relegation, um den Klassenerhalt zu sichern.

„Wunder kann man von uns nicht erwarten“, hatte Betreuer Niki Pilic vor der Davis Cup-Auseinandersetzung gesagt. Seine Prophezeiung ist wahr geworden.