17. Februar 2015
von admin
Keine Kommentare

Enttäuschende Ergebnisse der deutschen Tennisprofis!

In diesem Jahr haben wir regelmäßig über das Abschneiden unserer deutschen Tennisprofis auf den großen internationalen Turnieren berichtet. Die Erfolge waren generell nicht überzeugend   – bis auf den Lichtblick Andrea Petkovic in der letzten Woche in Antwerpen.

mediencartoon

Mit neuer Hoffnung haben wir die Auftritte unserer Spieler/innen in dieser Woche bei den Turnieren in Dubai, Rio de Janeiro, Delray Beach und Marseille beobachtet.  Wir können bisher nur Niederlagen vermelden…

Beim WTA-Turnier in Dubai, das mit 2,5 Millionen Dollar (!) dotiert ist, verlor Mona Barthel, die in Antwerpen noch Bouchard besiegt hatte, in der ersten Runde gegen Daniela Hantuchova mit 6:7, 6:3 und 3:6.

Annika Beck schied gegen die 21-jährige Kasachin Zarina Diyas mit 2:6 und 2:6 aus.

Auch Julia Görges kassierte gegen die Italienerin Flavia Pennetta mit 6:2, 6:7 und 4:6 eine Erstrundenniederlage im arabischen Wüstenstaat.

Angie Kerber und Andrea Petkovic greifen erst später in das Turniergeschehen in Dubai ein.

Bei den Herren hat sich Alexander Zverev erfolgreich in der Qualifikation von Marseille durchgesetzt. In dem Hauptfeld trifft er jetzt auf den Lokalfavorit Gael Monfils.

zverev

Jan Lennard Struff setzt sich mit dem französischen Qualifikanten Nicolas Mahut in der ersten Runde auseinander.

In Delray Beach/Florida ist Dustin Brown in der ersten Runde am kroatischen Aufschlagriesen Ivo Karlovic mit 3:6, 7:6 und 2:6 gescheitert.

Es kann in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten nur besser werden…

15. Februar 2015
von admin
Keine Kommentare

Andrea Petkovic gewinnt das Turnier von Antwerpen!

Seitdem unser Tennisblog im Netz ist, haben wir immer wieder dem Kampf – und Teamgeist von Andrea Petkovic Respekt gezollt. Bei den mit 720 000 € dotierten „Diamond Open“ in Antwerpen hat sie von der internationalen Presse den Spitznamen „Marathon-Woman“ erhalten, weil sie alle ihre Matches nach ungeheuren Zeit- und Nervenstrapazen am Ende gewinnen konnte.

Andrea-

Den Titel von Antwerpen hat sie jetzt geschenkt bekommen. Ihre Finalgegnerin, die 26-jährige Spanierin Carla Suarez-Navarro, aktuelle Nr.17 der WTA-Rangliste, trat wegen Verletzung nicht zum Endspiel an.

So what – diesen Titel hat sich Petko verdient. Auch ihr Sprung in die Top-Ten der Damenweltrangliste ist hart und ehrlich erkämpft.

Das deutsche Tennis hat mit der bodenständigen Andrea  eine sympathische Repräsentantin, die allen unseren jungen Talenten zur Nachahmung dienen könnte.

Chapeau, Andrea!

14. Februar 2015
von admin
Keine Kommentare

“Petko” im Finale von Antwerpen!

Andrea Petkovic ist zurück. Seit Donnerstag letzter Woche gehört sie wieder zu den Top Ten der WTA-Weltrangliste. Im Oktober 2011 war es ihr mit drei Viertelfinalteilnahmen  das erste Mal gelungen, sich auf Platz 9 der Weltrangliste vorzuspielen. Dann warfen Rücken-, Knöchel- und Knieverletzungen und damit verbundene Spielpausen sie zurück auf Rang 198 der WTA-Rangliste. Andrea gab nicht auf. Schritt für Schritt kämpfte sie sich wieder voran in der Weltrangliste, überzeugte mit großartigen Einzelsiegen im Fed Cup-Wettbewerb.

Obwohl sie in das neue Jahr mit knappen Niederlagen gestartet war, hat sie es jetzt geschafft, nach dem Turnier in Antwerpen in der nächsten Woche zumindest auf Rang 10 der Weltrangliste zu stehen. Das hängt damit zusammen, dass sie kaum Punkte im Januar und Februar zu verteidigen hatte, aber auch damit, dass ihre nächsten Konkurrentinnen viele Punkte in diesen Wochen verloren hatten.

petko2

Im Halbfinalspiel gegen Barbora Zahlavova- Strycova konnte „Petko“ eigentlich frei aufspielen. Die Darmstädterin startet auch sofort entschlossen. Sie gewinnt   ihr erstes Aufschlagspiel nach langen Rallies, breakt darauf die Tschechin und geht danach 3:0 in Führung. Sie attackiert sehr erfolgreich den 2.Service der Spielerin aus Pilsen. Im vierten  Spiel, das fast 10 Minuten dauert, haben beide Kontrahentinnen zahlreiche Spielbälle. Die Deutsche setzt sich am Ende wieder durch, geht 4:0 in Führung. Dann kassiert sie ein Break, das Rebreak führt zum  5:1. Die Nr.23 der Welt aus Pilsen wird selbstbewusster, breakt Petkovic zum zweiten Mal, verkürzt dann auf 3:5. Unsere neue Nr.1 wirkt beeindruckt. Sie vergibt bei eigenem Service einen Satzball – Strycova verkürzt auf 4:5, gleicht dann auf 5:5 aus. Andreas erster Doppelfehler führt kurz darauf zur 6:5-Führung ihrer Gegnerin, die jetzt fünf Spiele nacheinander für sich entscheiden konnte. Petko lässt sich nicht unterkriegen, sie breakt zurück. Der Tiebreak entscheidet den hart umkämpften 1. Durchgang. In diesem Nerven-Stahlbad fühlt sich das Kämpferherz der Deutschen so richtig wohl. Sie gewinnt die ersten sechs Punkte, vergibt zwei Satzbälle, verwandelt den dritten. Nach 72 Minuten Spielzeit hat Andrea Petkovic den ersten Satz mit 7:6 gewonnen.

andrea-petkovic

Am Anfang des zweiten Satzes lässt die Tschechin um Nuancen nach – Andrea nutzt die Chance sofort, geht schnell mit 2:0 in Führung. Die Tschechin ist so zäh, wie sich ihr Name aussprechen lässt. Sie gestaltet das Match wieder ausgeglichener, kommt auf 3:4 heran, gleicht zum 4:4 aus, geht sogar 5:4 in Führung. Die Spannung steigt auf den Siedepunkt. Jetzt schlägt die Deutsche wieder zurück, gleicht aus. Nach Breakbällen gewinnt Strycova ihr Aufschlag-Spiel, erkämpft sich das 6:5. Petkovic  gleicht zum 6:6 aus. Der Thriller, in dem jeder Punkt hart erstritten werden muss, wird wieder im Tiebreak entschieden. Die „Queen of Tiebreak aus Darmstadt“ wehrt einen Satzball ab, verwandelt den ersten Matchball zum 8:6- Tiebreak-Gewinn und zieht mit 7:6 und 7:6 in das Finale von Antwerpen ein. Petko, du hast Nerven wie Drahtseile!

Im Endspiel trifft sie auf Carla Suarez-Navarro, der Nr.17 der aktuellen Weltrangliste.