14. Februar 2015
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Petkovic im Semifinale von Antwerpen und in den Top Ten der Weltrangliste!

Zwei Damen halten in dieser Woche die deutsche Fahne bei den hochklassigen internationalen Tennisturnieren hoch. Nach ihrem Geniestreich gegen die Kanadierin Bouchard traf Mona Barthel im ersten Spiel der Abendveranstaltung in Antwerpen im Viertelfinale auf  Barbora Zahlavova-Strycova, die Nr. 23 der WTA-Weltrangliste. Die Tschechin spielt sehr gute Returns, baut damit sofort Druck auf. Ungewöhnlich ist die Anzahl der Doppelfehler der Neumünsteranerin. Strycova gewinnt den ersten Satz deutlich mit 6:2.

 barthel

Auch im zweiten Satz behält die Pilsenerin die Oberhand. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten Spielzeit hat die Tschechin Mona Barthel mit 6:2 und 6:2 besiegt und zieht in das Semifinale ein. Mona hatte nie die Initiative so ergreifen können, wie im Spiel gegen Bouchard.

Andrea Petkovic hatte im Achtelfinale gegen die junge Belgierin Van Uytvanck acht Matchbälle abgewehrt, um nach fast dreieinhalb Stunden Spielzeit in das Viertelfinale der „Diamond Open“ in der belgischen Hafenstadt einzuziehen. Hier traf sie auf Domenika Cibulkova. In den drei Begegnungen mit dem „Duracell-Hasen“ im letzen Jahr – in New Haven, im Fed Cup und in Sofia – hatte die Darmstädterin gegen die aktuelle Nr.18 der Weltrangliste aus der Slowakei alle Partien gewinnen können. Cibulkova hat im neuen Jahr aber schon positiv auf sich aufmerksam gemacht, als sie bei dem Grand Slam in Australien das Viertelfinale erreichte und dort nach hartem Kampf von der Titelverteidigerin  Serena Williams geschlagen wurde.

Petko serviert in den ersten Aufschlagspielen mit einer Quote von 90 Prozent beim ersten Service, kann aber nur jeden dritten Punkt für sich erfolgreich beenden! Kein Wunder, dass sie früh gebreakt wird und 1:3 in Rückstand gerät. Die Darmstädterin fightet sich,  in einem Match bei dem jetzt jeder Punkt hart umkämpft wird, zurück. Sie erhöht etwas das Tempo des 1.Aufschlages, gewinnt 4 Spiele in Folge. Bei 5:3-Führung und Aufschlag Cibulkovas vergibt die Deutsche zwei Satzbälle und verliert noch das Spiel. Bei eigenem Aufschlag wehrt Andrea 3 Breakbälle nacheinander ab, erkämpft sich sogar den dritten Satzball. Die Slowakin wehrt ihn ab. Petkos erster Doppelfehler führt zum 5:5 Ausgleich. Zwei ebenbürtige und widerstandsstarke Spielerinnen treffen hier in einem extrem intensiven Spiel aufeinander. Das sogenannte „Momentum“ kann jederzeit wechseln. „Petko“ geht 6:5 in Führung, hat bei eigenem Aufschlag wieder zwei Satzbälle in Folge. Der Kampf-Floh aus Bratislava wehrt sie wieder ab. Beim zweiten Satzball hatte ihr Andrea mit einem weiteren Doppelfehler geholfen… Auch der fünfte Satzball Petkos wird von dem slowakischen „Stehaufmädchen“ abgewehrt – dann breakt sie die Deutsche. Der Tiebreak muss den 1. Durchgang entscheiden. Andrea Petkovic verwandelt hier ihren sechsten Satzball, gewinnt den Tiebreak mit 7:2 (!) und den 1.Satz nach 77 Minuten Spielzeit mit 7:6.

andrea-petkovic

Der tragische Satzausgang dieses Tennis- Krimis bricht sogar den unbändigen Widerstandwillen der Slowakin. Unsere Fed Cup-Heldin vom letzten Wochenende ist hingegen durch den Gewinn des erstes Satzes noch selbstsicherer und entschlossener geworden – sie gibt kein Spiel mehr ab, beendet den 2.Satz mit 6:0 und zieht in das Halbfinale des mit 720 000 Dollar dotierten Turniers in Antwerpen ein! Dort trifft sie auf die Bezwingerin von Mona Barthel – also die Tschechin mit dem Namen, den man unterschlägt, wenn man Druckertinte sparen will.

Vor dem Viertelfinalspiel war schon bekannt, dass Andrea Petkovic ihr Saison-Nahziel 2015, die Rückkehr in die Top Ten der Weltrangliste, mit dem Sieg im Achtelfinale erreicht hatte. Vielleicht hat auch das sie zusätzlich motiviert, die Kampfmaschine aus Bratislava zu bezwingen!

Des einen Freud, ist des anderen Leid: Freundin und Trainingspartnerin Angie Kerber wird nach dem Turnier in Antwerpen erst einmal  nicht mehr zu den zehn besten Spielerinnen der WTA gehören.

13. Februar 2015
von admin
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Genie-Streich von Mona Barthel!

Nach dem Grand Slam in Australien, dem Fed Cup Wettbewerb am Wochenende und vor den Davis Cup-Begegnungen im nächsten Monat, stehen in Europa, Südamerika und Asien große Turniere auf dem Programm, auf denen die Aktiven ihre individuelle Leistungen präsentieren können. Die deutschen Herren konnten bisher nicht überzeugen, bei den Damen konnte man einen leichten  Aufschwung feststellen.

Am Donnerstag traten drei deutsche Spielerinnen in Antwerpen an. Im Match der an 2-gesetzten Angelique Kerber gegen die 34-jährige Qualifikantin Francesca Schiavone  erwischte die Kielerin einen rabenschwarzen Tag. Nach 56 Minuten hatte Kerber gegen die routinierte Italienerin sang- und klanglos mit 1:6 und 1:6 verloren.

Francesca Schiavone

Die Hoffnung auf einen Überraschungssieg von Annika Beck gegen die an 8-gesetzte  Karolina Pliskova löste sich auch schnell in Resignation auf. Nach 70 Minuten hatte die Tschechin die Deutsche mit 6:3 und 6:3 aus dem Turnier geworfen.

Von Mona Barthel konnte man gegen die topgesetzte Eugenie Bouchard wohl  keinen Sieg erwarten. Im ersten Satz setzte sich die Kanadierin nach einem Doppelfehler- und Breakfestival dann auch mit 6:4 durch. Im zweiten Satz war „Genie“ von allen guten Geistern verlassen und Mona fegte sie entschlossen mit 6:1 vom Platz. Im dritten Satz ging Barthel schnell 3:0 in Führung. Bouchard hatte gerade drei Punkte gewinnen können. Dann werden die Spiele wieder umkämpfter. Mona verzieht keine Miene und baut die Führung auf 5:2 aus, serviert zum Matchgewinn. Die Deutsche wehrt 2 Breakbälle ab, nutzt den ersten Matchpoint und schlägt Eugenie Bouchard mit 6:2 im dritten Satz.

Das war ein Genie-Streich von Mona Barthel!

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Bei  den Herren mussten wir bei den Turnieren in Amsterdam, Memphis oder Sao Paulo nicht lange die Listen nach deutschen Teilnehmern durchsuchen – bis auf Dustin Brown waren alle längst ausgeschieden. In einem hart umkämpften Tennis-Thriller unterlag unsere „Wundertüte“ in der zweiten Runde dem 25-jährigen Steve Johnson, der in Memphis an Position 6 gesetzt war, denkbar knapp mit 6:4, 5:7 und 6:7.  Bad luck.

Am Freitag trifft die an 3-gesetzte Andrea Petkovic im Viertelfinale auf die an 6-gesetzte  Slowakin Dominika Cibulkova.

Mona Barthel muss sich mit Barbora Zahlavova Strycova, der Nr.23 der WTA-Weltrangliste, auseinandersetzen.

 

12. Februar 2015
von admin
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Deutsche Siege bei den Damen, Niederlagenserie bei den Herren!

Nach dem Erfolg im Fed Cup und den Turbulenzen um die Entlassung des Davis Cup-Teamchefs, konnten in dieser Woche unserer Spieler und Spielerinnen ihre individuelle Form  bei großen Turnieren in Holland, Belgien und den USA unter Beweis stellen.

Die Entlassung von Carsten Arriens hat unsere Herren nicht zu großen Taten beflügelt.

In Rotterdam verlor Philipp Kohlschreiber in seinem Auftaktmatch gegen den Kanadier Vasek Pospisil mit 4:6, 2:6. Tobias Kamke unterlag dann in seinem Erstrundenspiel Tomas Berdych 1:6 und 5:7. Alexander Zverev hatte eine Wildcard erhalten, vollendete aber die deutsche Niederlagenserie mit einem 4:6 und 1:6 gegen den Spanier Bautista-Agut.

zverev

Es wird weiter deutsch gesprochen im Hauptfeld des niederländischen Turniers: Der Österreicher Dominic Thiem schlug den an 6-gesetzten Letten Gulbis mit 6:4 und 6:2.

Im Memphis/USA traten zwei deutsche Akteure an. Benjamin Becker, an Position 7 gesetzt, konnte auch nicht die zweite Runde erreichen. Er musste sich dem US-Boy Sam Querry mit 6:4, 2:6 und 1:6 geschlagen geben. Für den einzigen Lichtblick im Auftreten der Herren in dieser Woche sorgte dann Dustin Brown. Unser Rasta-Mann schlug den Australier Matosevic mit 6:4 und 6:4.

brown

Bei unseren Damen scheint der Knoten geplatzt zu sein. In Antwerpen schlug Mona Barthel die belgische Wildcard Liebens 6:2 und 6:0. Auch Annika Becks 6:3, 6:1-Sieg über die Italienerin Karin Knapp war sehr erfreulich. Andrea Petkovic hat nach ihren Erfolgen im Fed Cup auch auf internationalen Turnieren wieder das Siegen gelernt. Sie schlug in Antwerpen die 20-jährige Belgierin Van Uytvanck, die eine Wilcard erhalten hatte, mit 6:7, 6:4 und 6:2.

Angie Kerber steigt heute gegen Francesca Schiavone in das Turnier in Belgien ein.

Der Fed Cup-Erfolg in Stuttgart hat bei den Damen für einen Aufschwung gesorgt. Ob die Herren demnächst einen positiven Anstoß erfahren, bleibt abzuwarten.