6. Januar 2015
von admin
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Erste Siege unserer deutschen Tennisprofis im Jahr 2015!

Hallelujah! Der Knoten ist geplatzt! In Doha bei den Quatar Open hat Dustin Brown den ersten Sieg eines deutschen Profis bei einem großen Turnier im Jahr 2015 errungen. Er bezwang in seinem Erstrundenmatch den Italiener Lorenzi mit 7:6, 6:3.

Aus Doha können wir noch etwas Positives vermelden: Michael Berrer hat sich erfolgreich qualifiziert und trifft morgen in der Hauptrunde auf den – hinter Nole Djokovic  - an 2-gesetzten Rafael Nadal. Nach seiner Verletzungspause konnte der Spanier bei seinen letzten Auftritten nicht überzeugen – da geht was, Michael!

Der zuletzt so zuverlässige Benjamin Becker unterlag dem Italiener Simone Bolelli in Katar mit 3:6, 6:7. Das können wir verschmerzen, weil in Doha der nächste deutsche Sieg am Dienstag feststeht: Jan Lennard Struff setzt sich dann mit Landsmann Philipp Kohlschreiber auseinander.

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Peter Gojowczyk hat es nach Indien verschlagen. Als einziger deutscher Teilnehmer spielt er am Dienstag im Hauptfeld des Turniers in Chennai gegen den Sandplatzspezialisten Alejandro Falla aus Kolumbien.

Im australischen Brisbane hat keiner der deutschen Herren die Hauptrunde erreicht. Dafür sind wir mit unseren drei besten Damen vertreten. Nach der Niederlage von Andrea Petkovic ist jetzt auch Sabine Lisicki in der ersten Runde gestrauchelt. Bine gab nach hoher Führung das Match gegen die Kasachin Shvedova mit 6:0, 5:7 und 4:6 noch aus der Hand.

Auf  Angie Kerber ist auch im Jahr 2015 Verlass. Der Kielerin gelang „down under“ ein gelungener Jahresauftakt. Sie schlug die Französin Garcia souverän mit 6:4 und 6:3.

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Bei den Shenzhen Open in China verlor jetzt nach Anna-Lena Friedsam auch Annika Beck in der ersten Runde. Nach großartigem Kampf und beeindruckenden Spiel musste sie sich der topgesetzten Simona Halep denkbar knapp mit 6:4, 4:6 und 3:6 geschlagen geben. An der 20-Jährigen werden wir in diesem Jahr noch viel Spaß haben! Versprochen!

Auch auf dem fünften Kontinent – in Neuseeland – sind Mona Barthel und Julia Görges in das WTA-Jahr 2015 gestartet. Mona legte einen Fehlstart hin und unterlag überraschend der 17-Jährigen Kroatin Ana Konjuh sang- und klanglos mit 2:6 und 1:6.

Julia wird am Dienstag zu ihrem Auftaktmatch gegen die Qualifikantin Anna Tatishvili antreten.

Aktuell ist Geduld angesagt: Geben wir unseren Spielerinnen und Spielern etwas Zeit für die Gewöhnung an das ungewohnte Klima. Bis zu den Australian Open in knapp drei Wochen sollten sie dann aber die Umstellung bewältigt haben.

5. Januar 2015
von admin
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Niederlagenserie bei dem Jahresauftakt unserer Tennisprofis

Endlich wird nach der Winterpause wieder um Weltranglistenpunkte gekämpft! Der Start der deutschen WTA- und ATP-Profis in das Jahr 2015 ist allerdings bisher nicht erfolgsgekrönt.

Im australischen Brisbane erlitten die hohen Erwartungen von Andrea Petkovic  gleich einen Dämpfer: die Darmstädterin verlor in der ersten Runde des Turniers in Queensland gegen die Estin Kaia Kanepi 4:6, 7:5 und 4:6.

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Angie Kerber (gegen Carolin Garcia aus Frankreich) und Sabine Lisicki (gegen die Kasachin Shvedova) greifen in Brisbane  erst am Montag in das Geschehen ein.

Bei den Herren schieden Tobi Kamke (gegen den Kanadier Dancevic 5:7,3:6) und Sascha Zverev (gegen den Franzosen Herbert 6:7, 4:6) schon früh in der Qualifikation des Turniers im Queensland Tennis Center aus.

Anna-Lena Friedsam konnte im chinesischen Shenzhen die deutsche Bilanz auch nicht aufpolieren: sie unterlag  gleich der 17-Jährigen Russin Vikhliontseva mit 6:2, 3:6 und 3:6.

Noch etwas weiter westlich, bei den „Qatar Open“ in Doha, werden wir ganz sicher den ersten deutschen Sieg in der Hauptrunde eines großen Turniers im neuen Jahr feiern können: Jan-Lennard Struff trifft dort am Montag in der ersten Runde auf Philipp Kohlschreiber. Auch Dustin Brown ist noch in das Hauptfeld in Doha gerutscht und hat in seinem Auftaktmatch gute Siegchancen gegen den Italiener Paolo Lorenzi.

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 Benjamin Becker tritt in seiner Saisonpremiere in Katar ebenso gegen einen Italiener an.Mit einem Sieg über Simone Bolelli könnte er seinen Teil zur Verbesserung der deutschen „Erfolgs“- Bilanz beitragen

2. Januar 2015
von admin
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Dem Druck standhalten

Fußball ist in der Winter-Wettkampfpause, die Tennisprofis sind noch in den Startlöchern für die neue Saison.  Am ersten Tage des neuen Jahres schenkt man deshalb seine ungeteilte Aufmerksamkeit den Skifliegern bei der traditionsreichen Vierschanzentournee. Bei der TV-Übertragung schneit dann der Slalomstar Christian Neureuther in die Kommentatoren-Kabine rein und haut vollkommen unerwartet einige Sätze raus, die richtungsweisend sein könnten für die Fußballer vom BVB und vom HSV und für alle Tennisspieler, die im neuen Jahr erfolgreich Wettkämpfe bestreiten wollen.

Auf die Frage, wie er mit Druck umgehe, antwortete Neureuther mit einfachen, aber desto treffenderen Worten:  Er habe früher bei guten Siegchancen öfters verkrampft, dem Druck nicht standhalten können und deshalb unter Niveau agiert.

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Als ihm klar geworden sei, dass Leistungssportler gerade wegen des hohen Drucks ihre Wettkämpfe bestreiten, hatte diese neue Einstellung wie von selbst für die Erfolge gesorgt.

Aufgrund der etwas verdutzten Reaktion der Kommentaren erläuterte er einige Hintergründe: Spitzensportler suchen nach dem außergewöhnlichen Erlebnis, sie wollen die Ausschüttung des Adrenalins in ihrem Körper spüren. Wenn sie eigene Grenzen überschreiten, sind sie in ihrem Element. Um dahin zu kommen, brauchen sie Herausforderungen.

Die beiden Kommentatoren konnten das nachvollziehen.

Auch auf die Gefahr hin, die kluge Antwort Christian Neureuthers mit unseren Erklärungen vielleicht zu verwässern, sei es uns erlaubt, die Zusammenhänge noch näher auszuführen:

In einem Wettkampf auf höchstem Niveau wächst der Druck. Wer den Druck akzeptiert, ihn als eine zusätzliche Herausforderung an die eigene Person, die sich ja gerade von allen anderen in dem Leistungsvermögen unterscheiden will, begreift, handelt dann zielgerichtet, motiviert und fokussiert.  Er hat sich positiv eingestellt, hat immer das Ziel vor Augen und lässt sich nicht von sachfremden Gedanken, wie z.B. die Angst vor dem Versagen, ablenken.

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Wir könnten psychologische Theorien oder Prinzipien der zen-buddhistischen Kampfkünste als stützende Argumente für den Sachverhalt heranziehen, aber das wäre kontraproduktiv. Weil zu viel Wissen bei einer schnellen Entscheidung zum Zögern führen kann. Und dieses Zögern oft dazu führt, dass der richtige Zeitpunkt verpasst wird.

Deshalb handelt  bei allen Wettkämpfen im Jahr 2015 wie Christian Neureuther: Freut euch auf den Druck, seid mutig und fokussiert auf die Bewältigung der Aufgabe! Wenn ihr die schwierige Situation erfolgreich bestanden habt, könnt ihr zu Recht stolz auf euch sein. Das gibt Selbstvertrauen, dass hilft euch, mit neuem Mut auch die nächste noch schwierigere Herausforderung erfolgreich zu bestehen.