27. Dezember 2014
von admin
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Es geht bald wieder los im Tennis!

Die Weihnachtszeit ist vorüber. Die Tennisprofis greifen wieder zu den Schlägern und besteigen die Flugzeuge, um im neuen Jahr das Rennen um die Ranglistenplätze gut vorbereitet aufnehmen zu können.

Schon am 4.1.2015 startet im  australischen Brisbane das erste große Turnier der WTA und der ATP. Die Bedeutung dieser Veranstaltung kann aus den Endspiel-Paarungen des vergangenen Jahres ersichtlich werden: bei den Damen siegte Serena Williams gegen Victoria Asarenka, bei den Herren kam Oldtimer Lleyton Hewitt zu seinem letzten großen Turniererfolg, als er die Legende Roger Federer nach hartem Kampf bezwang. Nach dieser Finalniederlage startete der Schweizer, damals Nr.6 der Weltrangliste, seine erfolgreiche Aufholjagd, die er im Winter 2014 auf Position 2 beendete.

Wer sich nicht zu früh dem heißen Sommer des fünften Kontinents vor dem ersten Grand Slam-Turnier aussetzen möchte, macht Zwischenstation in Asien: Parallel zu Brisbane können die Damen in China bei den Shenzhen Open und die Herren im indischen Chennay die ersten wichtigen Punkte ergattern. Die Herren der ATP haben noch eine weitere Alternative: mit 1,2 Millonen Dollar Preisgeld locken die Quatar Open in Doha. Den Damen bietet sich als interessante Möglichkeit auch noch das Turnier in Auckland (Neuseeland) an.

In der nächsten Woche beginnt die „Generalprobe“ für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres 2015: Ab dem 11. Januar treten die Topprofis der WTA und der ATP in Sidney an.

Für alle Herren, die das ruhiger angehen lassen wollen oder die keinen Platz im Hauptfeld von Sidney gesichert haben, steht in der gleichen Woche wieder Auckland, mit immerhin 500 000 Dollar Preisgeld, zur Verfügung.

Am 19.Januar findet dann das erste Highlight der Saison 2015 statt: die Australian Open in Melbourne!

Auf die Ruhe der Festtage folgt ein Sturm an Turnieren. Wir sind gespannt, wer sich im neuen Jahr am besten gerüstet hat und freuen uns darauf mitzuerleben, wie sich  unsere nationalen Protagonisten im Kampf mit der Weltklasse mit neuem Schwung präsentieren werden.

Angie Kerber hat sich gewünscht, in der neuen Saison einen großen Titel zu gewinnen, Andrea Petkovic wäre mit einer Grand Slam – Finalteilnahme glücklich.

Wir haben gegen die Realisierung dieser Ziele absolut nichts einzuwenden. Es wäre gut für das deutsche Tennistennis, wenn der eine oder die andere unserer Profis schon im Januar des kommenden Jahres derartige Erfolge erzielen könnte.

Wir wünschen unseren Lesern viel Freude im Jahr 2o15! Spaß könnt ihr jetzt schon haben, wenn ihr euch die lustigsten Tennisballwechsel auf dem folgenden Video “zu Gemüte führt”:

 

23. Dezember 2014
von admin
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Best Points von Roger Federer 2014

Im Tennisjahr 2014 hat die Schweiz den Davis Cup gegen Frankreich gewonnen, Tschechien bezwang Deutschland im Finale des Fed Cups. Serena Williams und Novak  Djokovic führen auch in diesem Jahr die Weltranglisten  an, bewiesen ihre Sonderstellung dann mit ihren Siegen bei den saisonabschließenden Turnieren der besten Acht der Champions Race. Bei den Damen setzten die „Wild Girls“  um Eugenie Bouchard zum ersten Sturm auf die Plätze der Etablierten an, bei den Herren spielten sich Nishikori, Cilic und Raonic in den Vordergrund.

Dieses Jahr war aber besonders geprägt von der „Rückkehr der Legende“: Der vielfache Grand-Slam-Sieger Roger Federer war 2013 auf Position 8 der Weltrangliste abgestürzt. Viele empfahlen dem „elegantesten Spieler seit Jahrzehnten“ den Rücktritt. Der Schweizer kannte sich besser. Schon im Januar präsentierte der 33-Jährige sich in einer bestechenden Form und im November gelang es ihm mit Stan Wawrinka, den Davis Cup zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wettbewerbs unter dramatischen Umständen für die Schweiz zu gewinnen. Der einzige Titel, der ihm noch in seiner Sammlung fehlte. Roger war im Spätsommer auf dem Sprung zur Nr.1 der Weltrangliste, beendete die Saison auf Platz 2 hinter Novak Djokovic.

Der Serbe hat vielleicht die beste Saison seiner überragenden Karriere gespielt,  aber die Leistungen Federers – besonders auch das faire Auftreten dieses Sportlers – haben weltweit ungetrübte  Bewunderung hervorgerufen und ihn zum Publikumsliebling gemacht..

Deshalb haben wir uns entschieden, unseren Lesern zu Weihnachten die aufregendsten Ballwechsel im Jahr 2014 vom diesjährigen Sportler des Jahres in unserem Nachbarland zu präsentieren:

 

20. Dezember 2014
von admin
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Der DTB braucht Hilfe

Im November 2014 ist Ulrich Klaus, der ehemalige Verbandspräsident von Rheinland-Pfalz,  zum neuen Präsidenten des Deutschen Tennis Bundes gewählt worden. Der 64-Jährige tritt in dem seit Jahren zerstrittenen Verband die Nachfolge des scheidenden Karl-Georg Altenburg an. Er war nach dem Rückzug von Wimbledonsieger Michael Stich der einzige Kandidat.

klaus foto

Bei seinem ersten größeren öffentlichen Auftritt hat der neue DTB-Präsident noch keine zukunftsweisenden Visionen präsentiert, sondern  eher auf die gegenwärtige prekäre Lage des DTB hingewiesen:

„ Es gibt jede Menge Baustellen. Dramatisch ist, dass das alte Präsidium einen Haushalt mit 280.000 Euro Miesen aufgestellt hat”, sagte der aktuelle Chef des deutschen Tennis.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung anlässlich des Davis Cups Anfang März in Frankfurt müsse der Haushalt für 2015 besprochen werden. „Man muss die Einnahmen erhöhen, wir brauchen Hilfe. Wir verlieren jedes Jahr 50.000 Euro durch den Mitgliederschwund”, sagte Klaus. Möglich ist eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um zehn Cent.

Mit Hamburgs Turnierdirektor Michael Stich, der kurz vor der Präsidentenwahl seinen Verzicht erklärt hatte, wolle er im neuen Jahr Kontakt aufnehmen: “Ich werde eine Zusammenarbeit im Bereich Leistungssport/Marketing ausloten.” Das Hamburger Turnier sei für den DTB wichtig, der Zustand der Anlage mache ihm aber Sorgen.

„Für Klaus muss es jetzt in erster Linie darum gehen, die wochenlangen Querelen und Diskussionen über Satzungsänderungen, Schattenkabinette und Personalauswahl endgültig abzuhaken, um  Ruhe in den schlingernden Verband zu bringen“,  kommentierte „Spiegel online“ sachlich richtig nach der Präsidentenwahl.

deutscher-tennis-bund

„Die Strukturen müssen auf den Prüfstand”, erkannte auch Klaus und setzte fort:

Unser Bild in der Öffentlichkeit ist verbesserungswürdig.

Allerdings.

Man kann nicht erwarten, dass der neue Verbandskapitän nach wenigen Tagen Amtszeit schon alle Schritte eingeleitet hat, die das schlingernde Schiff auf Kurs bringen.

Ob eine Kritik am alten Vorstand, ein „zur Kasse bitten der Mitglieder“, ein Beklagen des sattsam bekannten Mitgliederschwunds, das Bild des deutschen Tennis in der Öffentlichkeit verbessert, ist zumindest fragwürdig.

Die Tennisgesellschaft in Deutschland erwartet jetzt Veränderungen und zielgerichtete Aktionen.

Beim ersten Auftritt unseres neuen  DTB-Präsidenten sind noch keine Hinweise zum Lösen der Probleme angeboten worden.

Okay, wir sollten ihm und seinem Team Zeit geben.

Es gilt aber dabei zu beachten, dass  so viel Zeit nicht zur Verfügung steht, um die vielfältigen Aufgaben an den „Baustellen“ (Zitat Klaus) des deutschen Tennis endlich in Angriff zu nehmen.

Wir könnten den Text mit der Phrase enden lassen, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Das wäre sachlich falsch – große Hoffnungen haben wir längst nicht mehr.