28. August 2014
von admin
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Unsere Tennisavantgarde siegt in Flushing Meadow

Am dritten Tag der US Open in Flushing Meadow trat ein Trio zur zweiten Runde an, die zu den aussichtsreichsten Mitgliedern des deutschen Teams zählten. Kerber, Petkovic und Lisicki gingen auch als eindeutige Favoriten in ihre Matches am Mittwoch.

Angelioue Kerber trat dann als erste Deutsche gegen die Russin Alla Kudryavtseva an. Im ersten Satz dominierte die Kielerin ihre Gegnerin souverän und gewann 6:2. Die Gegenwehr der 26-jährigen aus Moskau wurde im zweiten Satz zwar stärker, aber die an 6-gesetzte Deutsche wirkte weiter überlegen und gewann den 2.Satz und das Match mit 6:4. Auffällig war die Solidität des 1.Aufschlages von Angie.  Weil hier die Statistik einmal die Unterschiede zwischen Siegerin und Besiegte deutlich macht, ziehen wir sie in unserem Bericht heran: 13 „unforced errors“ von Kerber standen 36 vermeidbare Fehler von Brengle gegenüber.

Angelique-Kerber

Als zweite Deutsche versuchte Andrea Petkovic gegen Monica Puig aus Puerto Rico, die dritte Runde bei dem Grand Slam in New York zu erreichen. Die Mittelamerikanerin, bekannt als Hard-Hitterin, „zog los wie der Teufel“ und überraschte unsere Darmstädterin. Der erste Satz ging dann mit 6:3 an Puig. „Petko“ stabilisierte sich im zweiten Durchgang und konnte mit 6:3 dagegen halten. Die Sache schien wieder im Lot, aber im entscheidenden Durchgang ging Puig mit 4:1 in Führung. Andrea haderte mit einigen Fehlentscheidungen, verlor dadurch zeitweise die mentale Balance, aber fightete sich in gewohnter Manier zurück. Sie gewann in einem immer niveauvolleren Match die Big Points und vier Spiele in Folge. Ihre Gegnerin glich dann zum 5:5 aus. Beide gewannen dann ihre Aufschlagspiele. Petkovic ging 3:0 im Tiebreak des entscheidenden Satzes in Führung, verlor dann aber fünf Punkte in Folge. Bravourös, mit welchem Kampfgeist und mit welcher Entschlossenheit sie dann mit vier nacheinander gewonnenen Punkten den Kopf aus der Schlinge zog und  den hochklassigen Tenniskrimi noch gewann. Die Wettkampfhärte Andreas gibt uns Hoffnung, dass sie auch die nächste Runde gegen die Dänin Wozniacki erfolgreich bestehen kann.

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Am späten Abend kam dann Sabine Lisicki gegen Madison Brengle aus den USA zum Zug. Die Einheimische erwischte den besseren Start und ging sofort 2:0 in Führung. „Bine“ fand dann besser in das Spiel, glich zum 2:2 aus. Schritt für Schritt gewann die Berlinerin die Oberhand und konnte den 1.Satz dann auch  6:4 gewinnen. Im zweiten Satz ließ unsere ehemalige Wimbledonfinalistin „nicht mehr anbrennen“ und deklassierte ihre Gegnerin mit 6:1.   Lisicki schlug heute 11 Asse und ihr unterliefen 8 Doppelfehler. Das war ein Fortschritt gegenüber ihrem Auftaktspiel in der US-Metropole.

Lisicki

Sabine trifft in der nächsten Runde auf Maria Sharapova, die sich in ihrer Begegnung mit der Rumänin Alexandra Dulgheru nur mit großen Problemen in drei Sätzen durchsetzen konnte.

Am dritten Tag waren wieder einige Überraschungen zu vermelden:

Die Polin Radwanska, an 4-gesetzt, verlor gegen die Chinesin Shuai Peng.

Die an 31-gesetzte Japanerin Nara unterlag dem 17-jährigen Schweizer Talent Belinda Bencic. In der dritten Runde trifft Bencic jetzt auf unsere Angie Kerber.

Zum Entsetzen des New Yorker Publikums schied die Amerikanerin Sloane Stevens(an Position 21 gesetzt) gegen die Schwedin Johanna Larsson aus.

Die größte Sensation müssen wir nachtragen: In der ersten Runde verlor die Slowakin Dominika Cibulkova, an 12-gesetzt, gegen das 15-jährige US Girl Catherine Bellis!

Erfreuliches Tagesfazit aus deutscher Sicht: Drei deutsche Auftritte, drei deutsche Siege.

Diese Erfolgsquote können wir am Donnerstag nicht erwarten, wenn die anderen fünf verbliebenen deutschen Teilnehmer ihre zweite Runde in Flushing Meadow spielen.

26. August 2014
von admin
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Weitere deutsche Erfolge bei den US Open

Zehn deutsche Tennisprofis sind gestern in das Grand Slam-Turnier von New York eingestiegen – mit grundsätzlich erfreulichen Ergebnissen. Vier deutsche Vertreter traten heute in Flushing Meadow zu ihren Erstrundenpartien an.

In der ersten Spielrunde um 11h Ortszeit startete das Match von Mona Barthel gegen die Chinesin Shuai Zhang. Die Neumünsteranerin war sofort hellwach, schien vollkommen unbeeindruckt von der an Position 32 gesetzten Gegnerin. Gegen Monas trocken-harte und platzierte Grundschläge fand Zhang keine Mittel. Bei dem 6:2 und 6:2-Sieg gab Barthel ihrer Konkurrentin kaum eine Chance. Eine beeindruckende Vorstellung der 24-jährigen Deutschen!

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Eine halbe Stunde nach Barthels Triumph setzte sich Jan Lennard Struff mit dem Kasachen Mikhail Kukushkin auseinander. Der 24-jährige Warsteiner fand anfangs nicht in das Match. Nach kaum einer Stunde lag er 2:6 und 3:6 zurück. Struff fightete sich in das Spiel zurück, gewann den dritten Satz mit 6:3. Auch den vierten Satz beendete er erfolgreich mit dem gleichen Ergebnis. Bei 4:4 im entscheidenden Satz breakte „Struffi“ den Kasachen, ging 5:4 in Führung. In seinem anschließenden Servicegame, kurz vor dem Sieg,  vergab er mehrere Matchbälle, wehrte aber auch viele Breakbälle ab, um dann doch das Spiel zu verlieren. Der atemberaubende Tenniskrimi setzte sich weiter fort. Vergebene Spielbälle, vergebene Breakbälle auch in dem nächsten Game. Diesmal setzte sich Jan Lennard erfolgreich durch: 6:5 und eigener Aufschlag. Er gerät gleich 15:40 in Rückstand. Holt auf. Hat dann wieder einen Breakball gegen sich. Gleicht aus, erkämpft sich den nächsten Matchball. Und verwandelt! Mit 7:5 im fünften Satz in einem über dreistündigen Thriller zieht der Deutsche in die zweite Runde ein!

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Julia Görges Auftaktpartie gegen die an 11- gesetzte Italienerin Flavia Penetta konnte man als eine echte Herausforderung ansehen.  Die Norddeutsche hielt den ersten Satz  bis zum 3:3 ausgeglichen, verlor dann drei Spiele in Folge und den Satz mit 3:6. Im zweiten Durchgang drehte Julia auf – und den Spieß um: sie gewann 6:4. Im entscheidenden Durchgang unterliefen ihr anfangs einige leichte Fehler, sie zog unbekümmert weiter durch und lag plötzlich mit 0:5 hinten. Ihr gelang noch ein Spielgewinn, dann musste sie sich endgültig mit 1:6 im dritten Satz geschlagen geben.

Bernard Tomic war Dustin Brown als Erstrunden-Gegner zugelost worden. Eine vermeintlich schwere, aber lösbare Aufgabe, weil das vielversprechende australische Talent  in der vergangenen Saison doch einige Rückschläge erleiden musste.  In einem Match auf Augenhöhe verlor der Deutsch-Jamaikaner gegen den  Aussie am Ende doch in drei Sätzen mit 6:7, 4:6 und 6:7.  US Open 2014 für Brown: Dust in the wind.

Richten wir den Blick über die nationale Grenze hinaus, dann fällt auf, dass sich die Topfavoriten bisher souverän durchgesetzt haben. Bei den Damen sind mit Zhang(Position 32), Svetlana Kusnetsova(20) und Garbine Muguruza( 26) nur drei von 32 Gesetzten ausgeschieden. Bei den Herren mussten bisher zwei Gesetzte die Segel streichen: Julien Benneteau(24) und Mikhail Youzhny (21). Der Russe hatte aber auch mit dem australischen Überflieger Kyrgios ein hartes Los.

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Zum Schluss dieses Posts eine subjektive Erfahrung der Autoren: Eurosport überträgt die meisten  Spiele auf den Nebenplätzen  ohne Kommentatoren.

Das spart Geld.

Das erspart uns unnötige und lästige Ablenkungen.  Wir kommen in den Genuss, Tennis ungestört verfogen zu dürfen.

Hier ist weniger mehr.

25. August 2014
von admin
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Sechs deutsche Siege am ersten Spieltag der US Open!

Endlich fiel der Startschuss zu  den US Open in Flushing Meadow. Zehn deutsche Profis konnten am ersten Tag ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen.

Unsere Avantgarde Kerber und Petkovic sowie Tobias Kamke traten um 11 Uhr Ortszeit zur ersten Runde an.

Die an 6-gesetzte Angelique Kerber setzte sich im ersten Satz im Duell der Linkshänderin gegen die russische Qualifikantin Ksenia Pervak  noch souverän mit 6:2 durch. Dann riss der Spielfaden bei der Kielerin. Sie spielte weniger aggressiv – im Gegensatz zu ihrer Gegnerin. Der 3:6-Satzverlust war das logische Resultat. Anfangs des letzten Satzes konnte die Kielerin sich auch keine entscheidenden Vorteile sichern. Bei 3:3 gelang Pervak ein Break. Mit großer Entschlossenheit konnte Angie zurück breaken, ging dann 5:4 in Führung. Die junge Russin glich aus. Kerbers Kampfgeist war vorbildlich in diesen schwierigen Phasen und brachte ihr dann am Ende den Satz- und Matchgewinn mit 7:5.

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Andrea Petkovic spielte gegen die tunesische Qualifikantin Ons Jabeur. „Petko“ traf auf unerwartet harte Gegenwehr, konnte sich aber mit 9:7 im Tiebreak den ersten Satz holen. Im vierten Spiel des zweiten Durchgangs war das Aufschlagspiel der Deutschen mehr als 6 Minuten umkämpft, bevor sie verlor und 1:3 in Rückstand geriet. Das gab dem 19-jährigen nordafrikanischen Talent weiteren Auftrieb. Sie gewann die nächsten drei Spiele in Folge zum 6:1- Satzgewinn. Im dritten Durchgang  setzt sich die Wettkampfhärte von Andrea am Ende wieder durch: mit einem 6:3-Satzgewinn zieht auch sie in die zweite Runde ein.

Tobias Kamke konnte sich gegen den jungen Australier Matthew Ebden gewisse Hoffnungen auf einen Erstrundensieg machen. Im ersten Satz unterlag er 4:6. Auch den zweiten Durchgang musste er dem Aussie mit 3:6 überlassen. Der Hanesate kämpfte zurück, ging im dritten Satz früh in Führung, musste sich aber nach Verlust des Tiebreaks in die Niederlage fügen.

Dafür sorgte dann Matthias Bachinger für einen unerwarteten Erfolg. Er bezwang den stark  eingeschätzten Tschechen Radek Stepanek klar mit 6:3, 6:2 und 6:2.

Philipp Kohlschreibers Erstrundensieg gegen den Argentinier Facundo Bagnis war zu erwarten. Ohne auffällige Blößen zu zeigen, setzte sich der Augsburger mit 6:2, 7:6 und 6:3 durch.

Andreas Beck hielt gegen den Spanier Pablo Correno Busta mit, musste sich aber mit 6:3,4:6,2:6 und 7:6 geschlagen geben.

Andrea Beck war im ersten Satz chancenlos gegen die Lokalfavoritin Sloane Stephens, sie verlor 0:6. Auch im zweiten Satz fand sie gegen die Powerschläge der Amerikanerin keine erfolgreiche Waffe und verlor 3:6.

Ein deutscher Sieg konnte fest eingeplant werden bei der Auseinandersetzung von Benjamin Becker und Peter Gojowczyk. Dass sich der Münchner Gojowczyk dann so klar mit 6:2, 6:4 und 6:2 durchsetzen konnte, konnte als Überraschung zählen.

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Als letzte deutsche Teilnehmerin an diesem Tag, ging Sabine Lisicki auf den Platz in Flushing Meadow. Im ersten Satz gegen die Kanadierin Francoise Abando wurde Sabine ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mit 6:3. Sie ging im anschließenden Satz gleich mit 2:0 in Führung, dann produzierte sie überraschend  viele Fehler  – und lag bald 3:5 zurück. Die Deutsche spielte kompromisslos weiter aggressiv, gewann 4 Spiele in Folge, den 2.Satz und das Match mit 7:5. Wenn Sabine in New York an ihre Erfolge in London anknüpfen will, muss sie zumindest den Aufschlag stabilisieren. Neun Aces zeigten ihr außergewöhnliches Tempo und Potential auf  – aber dem standen leider 10 Doppelfehler gegenüber.

Sechs deutsche Siege am ersten Spieltag der US Open ergeben eine positive Bilanz. Die Spielerinnen mit den größten Aussichten, wie Angie Kerber und Andrea Petkovic, müssen sich aber noch steigern, wenn sie das Erreichen des Viertelfinals oder sogar des Semifinals in New York anstreben.