11. August 2014
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Große Worte von Djokovic und Federer

Der Rodgers Cup in Montreal und Toronto hat einige Aufschlüsse für die anstehenden US Open gegeben.

Bevor wir kurz auf die Endspiele der Damen und Herren näher eingehen, soll eine Aussage eines Spielers nach Beendigung seines Spiels gewürdigt werden – auch weil Sportler in den seltensten Fällen kurz nach ihren Matches sinnvolle Aussagen tätigen: Der Weltranglistenerste Novak Djokovic äußerte nach seiner Niederlage gegen den Franzosen Tsonga weise Worte: „Selbstvertrauen ist die härteste Sache, um es zu erlangen – und es ist so leicht, es zu verlieren …

djoko

Mit dieser Aussage hat der Kroate die Hauptproblematik des Wettkampftennis treffend beschrieben. Der Satz gilt für die Weltspitze, wie für jeden Freizeit-Turnierspieler.

Alle Teilnehmer der hochdotierten Vorbereitungsturniere vor Flushing Meadow  haben das Ziel, in diesen Wettkämpfen mit gefestigtem Selbstvertrauen und damit verbundener Siegeszuversicht in New York anzutreten.

Auf dem richtigen Weg sind Agniezka Radwanska und Jo-Winfried Tsonga, die Gewinner des Rogers Cups am vergangenen Sonntag.

Die 26-jährige Polin hatte im Finale gegen Venus Williams ihren insgesamt 14. WTA-Titel gewonnen – den ersten in der Saison 2014. Die mit 4:6 und 2:6 unterlegene Venus war trotzdem zufrieden und buchte  Montreal als Gewinn ab. Vor dem Turnier hatte die ehemalige Weltranglistenbeste 20 Jahre lang bei ihren Auftritten auf kanadischem Boden kein einziges Match gewonnen!

Der Franzose Tsonga hat einer Traumwoche beim Rogers Cup in Toronto jetzt mit seinem 7:5 und 7:6 Finalsieg gegen Roger Federer die Krone aufgesetzt. Er gab dem Schweizer nicht eine einzige Chance für einen Breakball!

Gentleman Roger nahm die Niederlage gelassen und selbstkritisch  auf: „Es war einfach nur frustrierend für mich heute auf dem Platz. Ich habe kaum eine Vorhand anständig getroffen. Aber ich weiß jetzt, woran ich zu arbeiten habe in den nächsten Tagen und Wochen!“

federer

Federers Aussage steht in ihrer Qualität auf einer Höhe mit den Sätzen seines Konkurrenten Djokovic: Er thematisiert eine Regel, die im Wettkampftennis zum Fortschritt beiträgt: Aus Niederlagen erfolgsversprechende Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.

phönix

Die internationalen Spitzenprofis haben in diesen Tagen auch nach Niederlagen Größe demonstriert. Was haben unsere deutschen Profis auf dem amerikanischen Kontinent in der Zwischenzeit geleistet?

Bei der Qualifikation des Turniers von Cincinatti haben Tobias Kamke (gegen den Briten Ward) und Alexander Zverev (gegen den Franzosen Paire) in der ersten Runde verloren. Benjamin Becker hat sich mit zwei Siegen über Ito und Jaziri für das Hauptfeld qualifiziert. Dort traf er heute auf den Kroaten Ivo Karlovic. Den ersten Satz gewann Becker gegen den Aufschlagriesen im Tiebreak mit 7:5. Auch im 2.Satz spiele er hochkonzentriert und gewann 6:4. Dieser Sieg ist absolut anerkennenswert.

Philipp Kohlschreiber spielte heute in der ersten Maindraw-Runde gegen den Franzosen Jeremy Chardy. Der Deutsche konnte sich am Ende knapp mit 6:3, 4:6 und 6:4 durchsetzen. Zwei deutsche Herren spielen an einem Tag – und beide gewinnen. Das war selten in der nahen Ver- gangenheit. Das beruhigt, das gibt leise Hoffnung.

Drei deutsche Damen traten zur Qualifikation in Cincinatti an. Julia Görges spielte groß gegen Tomljanovic auf und siegte in drei Sätzen. In der nächsten Runde unterlag Julia aber in drei Sätzen der Belgierin Yanina Wickmayer. Annika Beck traf in der zweiten Qualifikationsrunde auf Mona Barthel. Sie besiegte die Neumünsteranerin überraschend deutlich mit 6:2 und 6:3 und hat sich damit für das Hauptfeld qualifiziert.

Angie Kerber, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki greifen erst später im Hauptfeld in das Turniergeschehen ein.

Denjenigen, die langsam genug von Worten und Zahlen haben, bieten wir zum Schluss  attraktive Bilder von dem Finale des Turniers in Toronto an.

 

10. August 2014
von admin
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Renaissance im internationalen Spitzentennis

Fast alle weiblichen und männlichen Tennisprofis, die Ambitionen auf die Titel bei den US Open anmeldeten,  haben sich beim Rogers Cup in Kanada eingefunden. Die erste aussageträchtige Generalprobe für die anstehenden US-Open findet in Montreal für die  Damen statt, für die Herren in Toronto.

Das Highlight in Montreal war das Aufeinandertreffen von Venus und Serena Williams im Semifinale des Turniers. Serena hat sich auf dem heimischen Kontinent bisher sehr  stark präsentiert, Die ältere Schwester, Venus, hatte sich in den letzten Wochen auch in einer deutlich verbesserten Form präsentiert.

venus

Das Geschwisterduell entwickelte sich zu einem Match auf höchstem Niveau, mit knallharten Aufschlägen und beeindruckenden Powerschlägen. Obwohl Serena den ersten Satz im Tiebreak für sich entscheiden konnte, konnte sie dem  Siegeswillen ihrer Schwester auf Dauer nicht widerstehen. Venus gewann die nächsten beiden Sätze mit 6:2 und 6:3 und zog nach 2 Stunden Spielzeit in das Finale des Rogers Cup ein. Die mehrfache Grand Slam- und Olympiasiegerin knüpft wieder an ihre viele Jahre zurückliegenden Erfolge an.

Im zweiten Halbfinale traf Agniezka Radwanska auf  Ekaterina Makarova, die zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem Turnier der WTA-1000er-Serie in ein Semifinale vordringen konnte. Auch in diesem Match zeigte die 26-jährige Russin ihr aufsteigendes Leistungsniveau. Nur knapp, mit 6:7 und 6:7 musste sie sich der etwas routinierteren Polin geschlagen geben.

Agnieszka-Radwanska

Bei den Herren in Toronto traf der Favoritenkiller Jo-Wilfried Tsonga auf den ATP- Shooting Star Grigorij Dimitrov. Der Franzose, der nach seinem Sieg über Djokovic voller Selbstvertrauen ist, setzte sich unerwartet deutlich mit 6:4 und 6:3 gegen den bulgarischen Geheimfavoriten durch und erreicht zum dritten Mal in seiner Karriere das Finale eines Turniers der ATP 1000 – Serie.

Tsonga-2

Altmeister Roger Federer ging im zweiten Semifinale als Favorit gegen Feliciano Lopez auf den Center Court.

fedex

Er hatte bisher alle Partien auf der ATP-Tour gegen seinen Kontrahenten gewonnen. Die Schweizer Tennislegende verwandelte zwei von 11 Breakbällen gegen den Spanier und zog nach knapp über einer Stunde mit 6:3 und 6:4 in das Finale von Toronto ein.

In der verletzungsfreien Saison 2014 präsentiert sich Gentleman Roger in bestechender Form. Ihm ist in diesem Jahr sogar ein weiterer Grand Slam- Titel zuzutrauen.

Bei den großen Turnieren vor den US-Open ist der Ansturm der jüngeren Spieler und Spielerinnen bisher abgewehrt worden. Gegenwärtig spielen sich gerade die ehemaligen Weltbesten, wie Venus Williams und Roger Federer, in den Vordergrund.

 

9. August 2014
von admin
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Der Kreis der Favoriten für die US-Open erweitert sich

In den Viertelfinalspielen des mit über 3 Millionen Dollar dotierten Rogers Cup hat es wieder einige Überraschungen gegeben.

Bei den Herren in Toronto wurde der heimische Geheimfavorit Milos Raonic zum „Geh Heim!-Favoriten. Der Kanadier unterlag dem Spanier Feliciano Lopez in drei Sätzen(4:6,7:5, 3:6.).

Auch Roger Federer benötigte drei Sätze (6:3, 4:6, 6:3), um David Ferrer zu besiegen.

fedberg

Jo-Wilfried Tsongas Siegesserie hält an. In der Runde der letzten Acht bezwang er den Schotten Andy Murray mit 7:6, 4:6 und 6:4.

Im Halbfinale trifft er auf den Bulgaren Dimitrov, der sich in einem Thriller gegen den Südafrikaner Kevin Anderson (5:7, 7:5 und 7:6) durchsetzen konnte.

Die knappen Ergebnisse beweisen, dass kurz vor den US Open die Weltklasse bei den Herren dichter aneinandergerückt ist. Das macht den Ausgang des Grand Slams in New York immer ungewisser.

Bei den Damen in Montreal ist der Einzug der Russin Ekaterina Makarovas in das Semifinale die größte Überraschung. Sie bezwang das aufstrebende US-Girl Coco Vanderweghe mit 6:1, 4:6 und 6:1.

Im Halbfinale treffen in Montreal die beiden Williams-Sisters aufeinander. Sererna kämpfte sich nach 4:6 und 0:2 Rückstand gegen Carolin Wozniacki noch zum 4:6, 7:5, 7:5 Sieg. Venus setzte sich gegen  Carla Suarez-Navarro mit 4:6, 6:2 und 6:3 durch.

Das Semifinale wird komplettiert von Agniezka Radwanska, die sich klar mit 6:2 und 6:2 gegen Victoria Azarenka behaupten konnte.

Agnieszka-Radwanska

Auch bei den Damen schieben sich aktuell Spielerinnen in den Vordergrund, die den Etablierten den Titel in New York streitig machen können.