18. August 2014
von admin
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Serena Williams und Roger Federer auf dem richtigen Weg

Es ist das Schicksal von weisen Aussagen, dass sie die Realität treffend beschreiben. Der lakonische Satz von Novak Djokovic, dass „es so schwer ist Selbstvertrauen zu gewinnen – und es so leicht ist,  es zu verlieren“, ist für ihn zur „Selbsterfüllenden Prophezeiung“ geworden. In seinem nächsten Match nach dieser Äußerung, hatte der Serbe unerwartete Probleme gegen Simon und verlor dann in zwei Sätzen gegen Robredo. Da fehlte das gewohnte Selbstbewusstsein. Sein Coach Becker muss jetzt in der nächsten Woche seine psychologischen Fähigkeiten beweisen.

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Aber der Weltranglistenerste ist nicht der einzige, der um seine psychische Stabilität kämpft. Berdych scheint aktuell ganz weit weg davon zu sein, Dimitrov hat Selbstvertrauen eingebüßt, Murray hat es noch nicht ganz wiedergefunden, Wawrinka demonstriert gegenwärtig, dass er in alte psychische Probleme zurückgefallen ist. Die deutschen Herren konnten aufgrund ihrer Niederlagenserie schwer Selbstvertrauen „tanken“. Mit der Ausnahme vom erfolgreicheren Philipp Kohlschreiber – aber um mit voller Siegeszuversicht in den US Open zu starten, fehlt ihm noch ein Quäntchen. Das hätte er sich mit einem Sieg über David Ferrer, dem er so nahe war, verschaffen können.

Selbstvertrauen hat David Ferrer immer wieder in den letzten Wochen gezeigt. Roger Federer spielt schon das ganze Jahr 2014 mit viel größerer Zuversicht und Überzeugung. Es ist kein Wunder, dass diese beiden Eliteprofis im Finale des letzten großen Turniers vor Flushing Meadow standen. Im ersten Satz standen sich zwei ebenbürtige Spieler gegenüber. Federer nutzte kühler seine Breakchancen und gewann den ersten Durchgang mit 6:3. Das erste Spiel des zweiten Satzes dauerte 6 Minuten. Als der Schweizer es verlor, riss der Faden in seinem Spiel. Besonders der 1.Aufschlag misslang ungewöhnlich oft. Ferrer setzte sich mit 6:1 durch. Der Schweizer nahm eine kurze Pause und kehrte dann   mit neuer Motivation auf den Platz zurück. Sein spanischer Gegner hatte eigentlich keine Chance bei den nun sehr  beeindruckenden Servicegames des momentanen Weltranglistendritten. Federer gewann mit 6:2 den entscheidenden Durchgang. Damit holte er den Titel in Cincinatti zum sechsten Mal und hatte nebenbei seinen 8o. Turniersieg auf der ATP-Tour eingefahren.

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Wenn Roger dieses Niveau hält, ist er aktuell der Favorit für den Gewinn der US-Open.

Bei den Damen ist die Situation anders als bei den Herren. Hier gibt es eine breitere Elite, in der „an einem guten Tag“ auch die Spielerin mit der niedrigeren Weltranglistenposition eine absolute Topspielerin schlagen kann. Zu diesem Kreis kann man Kerber und Petkovic rechnen – vielleicht auch Lisicki.

In der Generalprobe für die US Open, inCincinatti, stand dann auch die Weltranglistenerste Serena Williams im Endspiel gegen Ana Ivanovic, die sich ständig in den letzten Wochen gesteigert hatte.

Serena Williams zementierte auch in Cincinatti ihren Anspruch auf den Titel in New York. Die Art und Weise, wie sie Ana Ivanovic im Finale der „Southern& Western Open“ dominierte, war beeindruckend. Nicht nur  12 Asse bewiesen, dass die jüngere Williams-Schwester sich auf dem richtigen Weg befindet. Der 6:4 und 6:1-Sieg war ihr fünfter Titelgewinn in fünf  Endspielen auf der WTA-Tour 2014.

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In dieser Woche werden die meisten WTA- und ATP-Topspieler sich in Ruhe auf das Großereignis in Flushing Meadow im Training vorbereiten.

 

17. August 2014
von admin
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Federer hat Spaß, macht Spaß

Bei den Viertel- und Halbfinals des mit über 3 Millionen Dollar dotierten Turniers in Cincinatti ist es den etablierten Tennisprofis  dann doch gelungen, wieder für „Ruhe und Ordnung“ im internationalen Tennis-Circuit zu sorgen.

Von den Favoriten schieden bei den Damen im Viertelfinale nur Agniezka Radwanska und Simone Halep aus. Die Rumänin ließ sich allerdings nur von einem anderen Star der Damenszene, Maria Sharapova, in einem hart umkämpften Match auf höchstem Niveau mit 6:3, 4:6 und 4:6 niederringen.

Auch die Bezwingerin Agniezka Radwanskas ist keine Unbekannte: die ehemalige Weltranglistenerste, Carolin Wozniacki, hat schon in den letzten Wochen bewiesen, dass wieder mit ihr zu rechnen ist. Der 6:1, 7:6-Sieg der Dänin über die Polin zeigte auf, dass beide Kontrahentinnen  auf dem richtigen Weg für die US Open sind.

Serena Williams stürmte über die Serbin Jelena Jankovic mit 6:1 und 6:3in das Semifinale.

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Ähnlich überzeugend und deutlich setzte sich Ana Ivanovic mit 6:2 und 6:3 gegen die Ukrainerin Svitolina in der Runde der letzten Acht durch.

In den Semifinals traf Serena Williams auf Carolin Wozniacki und Ana Ivanova auf Maria Sharapova.

Im ersten Match de Vorschlussrunde konnte sich Serena Williams trotz  starker Gegenwehr von Carolin Wozniacki mit 2:6, 6:2 und 6:4 durchsetzen.

Ana Ivanovic spielte vom ersten Ball an „Großes Tennis“  im anderen Halbfinale gegen Maria Sharapova. Bis zur 6:2 und 4:0 Führung hatte die Russin keine Chance gegen die brillant auftrumpfende Serbin. Dann kämpfte sich Maria zurück in das Match und gewann den 2.Satz noch mit 7:5. Im 3.Satz spielten die Konkurrentinnen auf Augenhöhe, mit immer wieder wechselnden Führungen. Am Ende konnte sich Ivanovic in diesen Tenniskrimi mit 7:5 im entscheidenden Satz durchsetzen.

Bei den Herren war im Viertelfinale nur die Niederlage von Stan Wawrinka gegen Julien Benneteau eine Überraschung. Nach klarem Verlust des ersten Satzes (1:6), drehte der Franzose dann den Spieß um und setzte sich deutlich mit 6:1 und 6:2 durch.

In dem spanischen Duell Ferrer gegen Robredo zog David Ferrer erst nach hartem Kampf mit 6:4, 3:6 und 6:3 in das Halbfinale der Western und Southern Open ein.

Milos Raonic „machte kurzen Prozess“ mit Fabio Fognini. Bei seinem 6:1, 6:0- Sieg gab er dem Italiener nicht den Hauch einer Chance.

Roger Federer ließ sich auch von seinem alten Widersacher Andy Murray auf seinem Weg in die Vorschlussrunde nicht aufhalten. Souverän bezwang er den Schotten mit 6:3 und 7:5.

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David Ferrer spielte dann im ersten Semifinale unbeeindruckt von den letzten  Erfolgen Benneteaus auf. Mit einem ungefährdeten  6:3 und 6:2-Sieg hat er wieder das Finale eines ATP World Tour Masters 1000er-Turniers erreicht.

Hier trifft der Spanier auf  Roger Federer. Der Schweizer erreichte das Finale mit einem überraschend mühelosen 6:2, 6:3-Sieg gegen den Kanadier Raonic. Rogers Kommentar nach seinem Finaleinzug: „Ich spiele viel besser als letztes Jahr. So bringt es mir auch viel mehr Spaß zu spielen.“

Uns auch.

15. August 2014
von admin
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“Big mess” auf dem Weg nach Flushing Meadow – und auf dem Tennisblog

Für Tage konnte man den Tennisblock nicht im Internet finden.

Sorry!

Der Grund ist einfach: wir haben zu viel gearbeitet. Der Speicher war überladen.

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Jetzt haben wir aufgeräumt und neuen Platz gefunden:

Noch geht es „drunter und drüber“ bei den ATP- und WTA-Turnieren kurz vor den US Open in Flushing Meadow: Nach seinem grandiosen Turniersieg in Toronto, verliert Jo-Wilfried Tsonga zwei Tage später bei den „Western & Southern Open“  von  Cincinatti in seinem Erstrunden- Match gegen den Russen Youzhny sang und klanglos mit 1:6 und 4:6.

Venus Williams, die Finalistin des Turniers in Montreal, die dort auch immerhin im Semifinale ihre Schwester Serena geschlagen hatte, verliert ihr Auftaktspiel in Cincinatti gegen die Tschechin Lucie Safarova mit 7:6, 3:6 und 4:6.

Nachdem der Weltranglistenerste Djokovic sich zum Auftakt knapp gegen Gilles Simon mit 6:4 im dritten Satz durchsetzen konnte, unterlag er in seiner zweiten Runde dem Spanier Robredo mit 6:7 und 6:7.

Unerwartet war auch die Niederlage von Grigor Dimitrov gegen den Polen Janowicz (4:6, 6:3, 3:6) bei seinem ersten Auftritt in Ohio.

Dass Yen-Hsun Lu aus Taipeh Tomaz Berdych mit 3:6, 6:3 und 6:4 in der ersten Runde schlägt, ist ein weiteres Beispiel für die neue Entwicklung im internationalen Herrentennis.

Kommen wir zu den deutschen Teilnehmern: Eine positive Überraschung war  der Sieg von Annika Beck, die sich in Cincinatti erst qualifizieren musste, gegen Garbine Muguruza. Die Deutsche gewann in ihrem ersten Hauptfeldauftritt mit 3:6, 6:2 und 6:3 gegen die spanische Geheimwaffe. Gegen Jelena Jankovic „hingen die Trauben dann zu hoch“ : die Serbin setzte sich mit 6:1 und 7:6 durch.

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Sabine Lisicki wird von Turnier zu Turnier solider. Bei den Western&Southern Open schlug sie die Italienerin Roberta Vinci 6:3, 2:6, 6:2 in der ersten Runde des Turniers. Mit Sara Errani besiegte „Bine“ dann die zweite Italienerin (6:4, 2:6, 7:6), bevor sie chancenlos gegen die Polin Radwanska ausschied (1:6, 1:6).

Andrea Petkovic kränkelte noch etwas in ihrer Auseinandersetzung mit dem US-Girl Stephens und verlor 3:6 und 3:6 in der Auftaktrunde.

Angelique Kerber gewann erst gegen die starke Russin Makarova unterlag dann aber Carolin Wozniacki etwas unerwartet mit 5:7 und 2:6.

Bei den Herren hatte, wie vermeldet, Benjamin Becker sich für das Hauptfeld qualifiziert. Hier war dann sein erster Gegner, Stan Wawrinka, auch gleich Endstation. „Benni“ ging mit 3:6  und 5:7 vom Platz.

Philipp Kohlschreiber starte mit einem 6:3, 4:6 und 6:4-Sieg gegen den Franzosen Chardy und verlor nach einem atemberaubenden Thriller gegen den Spanier David Ferrer (7:6, 6:7 und 6:7).

Gesicherte Erkenntnisse durch die „Vorbereitungsturniere“ auf die US Open?

Pustekuchen!

Nach den durcheinanderpurzelnden Resultaten kann man keine vernünftige Prognose wagen.

Auffällig ist die sehr gute Form von Agniezka Radwanska bei den Damen.

Bei den Herren spielt nur Altmeister Roger Federer solide auf hohem Niveau.

Das kann sich aber heute oder morgen auch schnell ändern…