19. Juli 2014
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Im Finale der German Open wird Spanisch gesprochen

Es gibt es wieder – das deutsche Tennismärchen! Da startet die Nr.285 der Weltrangliste mit Hilfe einer Wildcard in dem mit 1.2 Millionen Euro dotierten Turnier in Hamburg, schlägt einen Topspieler nach dem anderen und hat heute gegen die Nr.7 der Weltrangliste, David Ferrer, sogar die Chance, das Finale zu erreichen. In der Hansestadt an der Elbe ist der 17-jährige Alexander Zverev, die ehemalige Nr.1 der Juniorenweltrangliste, in aller Munde.  Viele euphorisierte hanseatische Tennisfans erwarten den nächsten Sensationssieg des Ausnahmetalents. Wir sind da etwas skeptischer. Ferrer hat sich von Runde zu Runde gesteigert –  er spielt auf einem Niveau, mit dem Sascha in seiner Karriere bisher noch nicht konfrontiert wurde.

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Aber wir haben ja noch mit Philipp Kohlschreiber ein weiteres Eisen im Feuer. Am Nachmittag geht er als erster Deutscher auf den Platz, um mit einem Sieg über Leonardo Mayer in das Finale einzuziehen. Die Sonne scheint über dem restlos ausverkauften Center Court, die Zuschauer klatschen warmen Beifall, als der Augsburger die Arena betritt. Mit seinen bisherigen Auftritten hat Philipp in der Hansestadt viele neue Fans hinzugewonnen. Er geht als leichter Favorit in das Semifinale, obwohl er die zwei bisherigen Partien gegen Mayer auf der ATP-Tour beide verloren hatte. Der Argentinier startet sensationell. Er gewinnt die ersten acht Punkte, geht sofort 2:0 in Führung und baut den Vorsprung mit seinem Aufschlagspiel auf 3:0 aus. Das Publikum atmet auf, als der Spätstarter „Kohli“ langsam in das Match findet und auf 1:3 verkürzt. Es jubelt, als Philipp seinem argentinischen Gegner dann das Aufschlagspiel abnimmt und anschließend auf 3:3 ausgleicht. Bis zum zwölften Spiel gewinnen beide Kontrahenten ihre Servicegames. Bei Aufschlag Kohlschreibers riskiert Mayer alles, returniert aggressiv, dominiert mit seiner „gewaltigen“ Vorhand und gewinnt mit dem ersten Satzball den 1.Durchgang mit 7:5.

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Die Zuschauer sind entsetzt, als der 27-jährige Südamerikaner zielbewusst im zweiten Satz mit einem frühen Break auf 4:1 davon zieht. „Kohli“ kämpft sich  unter dem Jubel des Publikums auf 4:4 zurück. Das Wechselbad der Gefühle endet mit einer kalten Dusche. Bei 5:4 Führung und Aufschlag Kohlschreibers, verwandelt Mayer seinen ersten Matchball und zieht als Ungesetzter in das Finale der German Open Championships ein. Die erste deutsche Hoffnung ist zerplatzt wie eine Seifenblase.

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Die Show geht weiter am Rothenbaum.  Alle deutschen Erwartungen liegen jetzt auf der Schulter eines Siebzehnjährigen.

Sein Gegner Ferrer, Typ Diplomhektiker, startet wieder einmal nervös. Er muss zwei Breakbälle abwehren, bevor er sein erstes Aufschlagspiel durchbringt.  Dann hat sich die spanische „Laufmaschine“ auf Betriebstemperatur gerannt, gewinnt sechs Punkte in Folge und geht 3:0 in Führung. Im nächsten Spiel serviert unser „Wunderkind“ bei Spielball einen Doppelfehler, verliert die nächsten drei Spiele gegen einen erbarmungslosen Ferrer zum 0:6-Satzverlust.

Sascha Zverev muss im zweiten Satz den ersten Aufschlag verbessern, wenn er in das Match zurückkommen will. Seine Quote liegt bisher unter sehr mageren 20 Prozent! David Ferrer geht gleich wieder in Führung, aber Hoffnung keimt auf, als der schlaksige Youngster zum ersten Mal sein Servicegame gewinnt und zum 1:1 ausgleicht. Der Topgesetzte des Turniers marschiert aber unverdrossen weiter, führt nach kurzer Zeit 4:1. Das Hamburger Talent resigniert, der Spanier gewinnt entschlossen und siegessicher auch die nächsten beiden Spiele und zieht mit einem 6:0, 6:1-Sieg in das Finale vom Rothenbaum ein.

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Das Märchen ist beendet. Der Traum ist vorbei. Die Tatsachen sind wieder zurecht gerückt. Das ist auch gut so, weil Sascha dadurch auf dem Boden bleibt. Er hat noch einiges zu lernen, um konstant auf höchstem Niveau in der absoluten Weltklasse mithalten zu können. Dass er das Potential dafür besitzt, hat er mit seinen beeindruckenden Leistungen in Hamburg bewiesen.

Im Finale am Sonntag wird am Rothenbaum Spanisch gesprochen.

18. Juli 2014
von admin
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Zwei Deutsche im Halbfinale!

Am Freitag stand bei den „bet-at-home Open German Championships“ in Hamburg die Runde der letzten Acht auf dem Spielplan. Drei deutsche Herren hatten sich für dieses Viertelfinale qualifiziert. Zwei von ihnen haben ihre Tenniskarriere im Umfeld der norddeutschen Metropole gestartet: Tobias Kamke, der Kämpfer und Alexander Zverev, das Ausnahmetalent. Auf die Frage eines Interviewers, was der Grund für seine Leistungsexplosion sei, hatte der junge Mann spontan geantwortet: „Es ist meine Heimatstadt“. Dann hatte der jüngste und vielversprechendste Spross einer ursprünglich russischen Tennisfamilie hinzugefügt:“ „Hier fühle ich mich wohl, hier habe ich die Unterstützung des heimischen Publikums.“ Sein heutiger Gegner hätte höchstwahrscheinlich genauso geantwortet. Bei ihrem Heimatclub, dem UHC Hamburg, hatten die heutigen Kontrahenten öfters zusammen trainiert. Vor Wochen, beim ATP-Turnier in Braunschweig, in dem Zverev, mit seinem Gewinn des Events, den ersten großen Schritt vorwärts auf der Profitour geschafft hatte, waren sie in der ersten Runde aufeinandergetroffen. „Mein Sieg in Braunschweig spielt hier überhaupt keine Rolle. Das hier ist ein Großereignis. Das ist eine andere Welt“,  mit diesen Sätzen ordnete der Hoffnungsträger des deutschen Tennis die Bedeutung des ersten Aufeinandertreffens auf der Tour ein.

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Ein kurzes Abschweifen sei erlaubt: Nicht nur Sascha und Tobi zeigen großartige Leistungen. Bei einer Rahmenveranstaltung des Großevents am Rothenbaum, einem Turnier der besten deutschen jüngeren Junioren, hat sich ein weiterer Hamburger Junge, Marvin Möller, in den Vordergrund gespielt. Wir verweisen auf den Kommentar von Dirk Sperling zu unserem gestrigen Bericht von den German Open.

Warme Temperaturen und ein gefüllter Center Court empfingen die beiden Spieler, als sie um 12 Uhr den Platz betraten. „High Noon“ auf dem Rothenbaum – das mit Spannung erwartete Duell konnte beginnen! Sascha hat große Startprobleme. Frustriert wirft er den Schläger, kassiert ein „Warning“ vom Schiedsrichter und liegt schnell 0:3 zurück. Kamke nutzt seine Chance, übt konstanten Druck auf seinen Widersacher aus, gewinnt den Satz mit 6:0. Zverev wirft seinem Bruder Mischa auf der Tribüne resignierende Blicke zu. Zum ersten Mal in den Tagen vom Rothenbaum zeigt die große Nachwuchshoffnung mentale Schwächen. Am heutigen Tag war bisher wenig Spannung, Dynamik und Resilienz zu erkennen.

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Tobias geht gleich im zweiten Satz wieder in Führung. Dann fängt sich Sascha, auch weil Kamke erste leichte Fehler unterlaufen. Der 17-jährige gleicht aus, findet mehr Länge in seinen Schlägen und geht in Führung. Das Match scheint sich zu drehen. Über 3:1, 4:2 und 5:3 geht Zverev ohne Aufschlagverlust einem Satzausgleich entgegen. Bei 5:4 serviert er zum Satzgewinn. Ein Doppelfehler und leicht vergebene Chancen zeigen die Anspannung des Ausnahmetalents. Er wehrt zwar drei Spielbälle des Gegners in Folge ab, verliert aber trotzdem das Game zum 5:5. Viele leichte Fehler beider Spieler prägen diese Phase. Sascha gelingen dann einige Big Points und mit einem Ass beendet er den zweiten Durchgang zum 7:5. Der Satzausgleich ist geschafft – das Duell geht in die endgültige Entscheidung.

Zu Beginn des dritten Satzes  gewinnt das Match an Klasse. Die Duellanten kommen nah an ihre Bestform heran. Der Lübecker wird aber gleich gebreakt. Der schlaksige Youngster auf der Gegenseite, dessen Körpersprache inzwischen deutlichen Siegeswillen ausdrückt, bringt jetzt seine Aufschlagspiele fast ungefährdet bis zum 5:3 durch. Bei seinem darauf folgenden Aufschlagspiel „überdreht“ Kamke etwas, produziert Fehler und Alexander Zverev gewinnt den entscheidenden Durchgang mit 6:3.Ein 17-jähriger Deutscher im Halbfinale der German Open! Da kommen Erinnerungen an die großen Zeiten von Michael Stich und Boris Becker auf.

Nach diesem deutschen Shoot-Out trafen Leonardo Mayer und Dusan Lajovic auf dem Center Court aufeinander, um den nächsten Halbfinal-Teilnehmer zu ermitteln. Der Argentinier Mayer, der auch in den Runden zuvor beeindruckt hatte, setzte sich gegen den Kroaten in zwei Sätzen mit 6:1 und 7:5 durch.

Im Anschluss an diese Partie fand das spanische Viertelfinale zwischen David Ferrer und Pablo Andujar statt. Der an Nr. 1- gesetzte Ferrer bestätigte mit seinem Kantersieg von 6:0 und 6:2 unseren Eindruck, dass sein Landsmann Andujar auch von einem Dustin Brown in Topform zu schlagen gewesen wäre. David Ferrer hat sich in Hamburg von Runde zu Runde gesteigert. Das wird auch Sascha Zverev, der im Semifinale auf den Spanier trifft, zu spüren bekommen.

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Am frühen Abend freute sich das Publikum auf Philipp Kohlschreibers Versuch, als zweiter Deutscher mit einem Sieg über Lukas Rosol das Semifinale zu erreichen. Vom ersten Ballwechsel an ist der Deutsche agil und konzentriert. Obwohl der Tscheche keinen 1.Aufschlag unter 200 Stundenkilometern serviert und im Tempo der anderen Grundschläge an die Aufschlaggeschwindigkeiten heranzukommen versucht, wird er vom Augsburger schon im dritten Spiel gebreakt. Mit variantenreichen Schlägen und kluger Matchführung wehrt sich Kohlschreiber gegen den „Hopp oder Topp- Stil“ seines Gegners. Bei 3:2 wird er trotzdem zurück gebreakt. Kohli bleibt geduldig und gewinnt Rosols Servicegame  bei 4:4 zum zweiten Mal. Konsequent und entschlossen beendet er mit seinem Aufschlagspiel den Satz zum 6:4-Gewinn.

Der „Vabanque-Stil“ des 28-jährigen Profis aus Brünn zwingt seine Gegner zu intensiver Achtsamkeit. Immer ist ein nachhaltiger „Lauf“ des „Big-Hitters“ zu befürchten. Darüber hinaus ist es schwer, den eigenen Spielrhythmus aufrecht zu erhalten. „Kohli“ zeigt auch im zweiten Satz die richtige Einstellung. Er breakt den Tschechen früh. Bei 5:3-Führung und Aufschlag Rosol erspielt sich der Deutsche den ersten Matchpoint. Rosol wehrt sich erfolgreich mit erneuter Temposteigerung, verkürzt auf 4:5. Unser „Kohli“ lässt sich den Sieg aber nicht nehmen. Er verspielt zwar zwei Matchbälle in Folge, verwandelt aber den dritten Matchpoint und zieht mit 6:4 im zweiten Durchgang als nächster Deutscher in das Halbfinale – übrigens zum ersten Mal in seiner Karriere – der „bet-at-home-Open“ ein!

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Turnierdirektor Stich kann sich freuen. Die Sonne scheint über Hamburg und zwei Deutsche sind in den Semifinals vertreten. Am Samstag wird „die Hütte“ wieder voll sein.

 

17. Juli 2014
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Sensationelle deutsche Siege bei den German Open

Das beeindruckende Auftreten der deutschen Spieler bei den „German Open Championships hat sich herumgesprochen. Am Achtelfinaltag strömen die Tennisfans durch die Portale der Anlage an der Rothenbaumchaussee. Klarer blauer Himmel, Sonnenschein und karibische Temperaturen waren ein weiterer Ausdruck der Außergewöhnlichkeit des Hamburger Großereignisses.

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Wer kein Eintrittsgeld bezahlen wollte (oder konnte), kam trotzdem in den Genuss, das Match vom Paradiesvogel Dustin Brown gegen den Spanier Pablo Andujar auf dem „Arriba Match Court“ verfolgen zu können. Die charmante und soziale Idee, nur für die Spiele auf dem Center Court Eintrittsgeld zu verlangen, wurde auch in diesem Jahr von der Turnierleitung fortgeführt. Es kam gerade vielen jungen Tennisfans zu Gute, dass eines der Tageshighlights auf dem Matchcourt Nr.1 stattfand.

Dustin serviert im 2.Game bei einem Big Point ein Ass, das der Schiedsrichter als Netzberührung erkennt, obwohl der Ball eine Hand breit über dem weißen Band in das gegnerische Feld flog. Der Rastamann diskutierte vergeblich mit dem Umpire, schoss einen Ball in den blauen Himmel, als er das Servicegame noch verlor. Bis zum 1:6 Satzverlust hatte er diese Szene noch nicht verarbeitet. Auch im zweiten Durchgang verschlug Brown mehrere schon so gut wie gewonnene Punkte und vergab gerade aus dem Halbfeld viele aussichtsreiche Angriffsschläge. Trotz einiger gelungener Wahnsinnsschläge musste er sich dem soliden Spanier auch in diesem Satz mit 2:6 geschlagen geben. Eine vergebene Chance! „Dust in  the wind“…

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Zur gleichen Zeit fand auf dem Center Court die Auseinandersetzung des Lokalmatadors Tobias Kamke mit dem an 4-gesetzten Alexander Dolgopolov statt. Der Ukrainer wirkte überlegen, aber Tobi kämpfte sich immer wieder in das Match und konnte sogar, zur Freude der Zuschauer, den ersten Satz mit 7:5 gewinnen. Im zweiten Durchgang stellte Dolgopolov die normal zu erwartenden Leistungsverhältnisse wieder her und gewann klar mit 6:2. Das kann einen Kamke nicht erschüttern. Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als der Lübecker wieder die Initiative ergriff und im entscheidenden Satz sogar 5:2 in Führung ging. Als er den Triumph vor Augen hatte,  riss kurz der Faden bei dem Lokalmatador und der Ukrainer holte Spiel für Spiel auf. Nach dem 5:5-Ausgleich traute kaum einer dem – sich ärgernden und scheinbar frustrierten – Deutschen noch einen Sieg zu. Aber Tobi fightete sich wieder zurück, ihm gelangen tolle Punkte und er brachte das Match mit 7:5 nach Hause. Hamburg jubelte. Der erste junge Deutsche mit hanseatischen Wurzeln hatte das Viertelfinale erreicht.

First round

Der nächsten Begegnung auf dem Center Court, zwischen Alexander Zverev und dem an 10-gesetzten Santiago Giraldo, fieberten wohl die meisten Besucher des heutigen Tages entgegen. Der 17-jährige begann, als wenn es sich um ein Trainingsspiel auf seiner Heimanlage beim Uhlenhorster Hockey Club handelte.  Gerade die Aufschläge des „Schlacks“ (insgesamt 7 Asse) flößten seinem Gegner am heutigen Tag Respekt ein. Ein(!) verwandelter Breakball genügte „Sascha“, um den ersten Satz mit 6:4 zu gewinnen. Auch im zweiten Satz gelingt ihm wieder ein Break mit einem einzigen Breakball und er geht 5:4 in Führung. Zum Leidwesen des mitfühlenden Publikums „wackelt“ plötzlich ausgerechnet der Aufschlag. Zverev bringt kein erstes Service mehr in das Feld, produziert sogar seinen ersten Doppelfehler und verliert das Game (nach vergebenem Matchball bei 40:30!) zum 5:5. Der Kolumbianer bringt sein Aufschlagspiel mit einem weiteren von sieben Assen durch. Trotz eines  zweiten Doppelfehlers gleicht das deutsche Ausnahmetalent zum 6:6 aus. Im Tiebreak geht er 4:2 in Führung, verliert dann 3 Punkte in Folge und muss bei 5:6 den ersten Matchball abwehren. Das gelingt ihm. Kaltblütig wie ein routinierter Spitzenprofi macht er auch den nächsten Punkt und serviert zum Matchgewinn. Jetzt gibt es kein Zögern mehr. Alexander Zverev verwandelt cool seinen insgesamt zweiten Matchpoint und zieht als nächster (Nord-!)Deutscher in das Viertelfinale der German Open Championships ein! In der Runde der letzten Acht trifft Sascha Zverev jetzt auf Tobias Kamke, seinem ehemaligen Vereinskameraden vom UHC Hamburg!

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Die Begegnung von Philipp Kohlschreiber gegen Gilles Simon konnten wir nicht live auf dem Center Court mit verfolgen. Deshalb „saugen wir uns jetzt nichts aus den (Tipp-)Fingern“ und präsentieren nur das Ergebnis: Der Augsburger kam mit einem 7:5 und 6:3 als dritter Deutscher in das Viertelfinale. Wann hatte es das zuletzt gegeben?

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Der Österreicher Dominic Thiem wurde in seinem Siegeszug in Hamburg von Leonardo Mayer gestoppt. Der Argentinier besiegte die Nachwuchshoffnung des Alpenlandes mit 6:3 und 6:2. Mit Tommy Robredo schied ein weiterer Topgesetzter aus dem Turnier aus. Der Tscheche Lukas Rosol bezwang den Spanier mit 7:5 und 7:6. Im Duell der beiden Serben Dusan Lajovic und Filip Krajinovic, musste Krajinovic bei 1:3 im ersten Satz wegen Erkrankung aufgeben. Der Topgesetzte David Ferrer hat in Hamburg noch immer nicht seine Rückhand wiedergefunden, strahlte aber trotzdem glücklich  nach seinen 6:3, 3:6 und 6:3-Sieg gegen den Italiener Andreas Seppi.

Tag für Tag kommen mehr Zuschauer zum Rothenbaum – zur Freude des Turnierdirektors Michael Stich. Morgen wird „die Hütte so richtig brennen“. Nicht wegen der ungewöhnlichen Hitze, sondern weil „unsere Jungs“ wieder ein „Feuerwerk an tollen Schlägen“ präsentieren werden.