24. Juni 2014
von admin
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Die deutschen Asse trumpfen in Wimbledon auf

Natürlich hatte es am ersten Tag des Wimbledonturniers leicht geregnet. Ähnlich wie das graue Wetter war die Bilanz der deutschen Teilnehmer gewesen: vier von sieben Tennisprofis waren – nicht unbedingt erwartet – schon in der ersten Runde ausgeschieden. Am zweiten Tag stellten sich fünf deutsche Damen und drei Herren der Herausforderung auf dem Londoner Rasen. Darunter unsere gesetzten Asse Kerber, Petkovic, Kohlschreiber und Lisicki.

petko3

Um 11.30 Uhr Ortszeit startete Andrea Petkovic als Erste ihr Match gegen die Polin  Katarzyna Piter,  die  Nummer 101 der Weltrangliste. Die French Open- Halbfinalistin war nur langsam in Form gekommen auf Rasen. „Spätstarter“ Petkovic bestimmt von Anfang an das Spielgeschehen mit Winnern und „unforced errors“. Die junge Polin reagiert anfangs nur.  Leider unterlaufen der Darmstädterin mehr Fehler als Gewinnschläge, sie verliert deshalb  zum Auftakt ihr Aufschlagspiel, breakt aber gleich zurück.Mit zunehmender Sicherheit in den Schlägen gewinnt sie souverän sechs Spiele in Folge und beendet den Satz mit 6:1. Das Szenario ändert sich nur wenig im zweiten Durchgang, obwohl die polnische Nr.101 der Weltrangliste sich steigert. Petkovic wirkt selbstsicher und verwandelt ihren ersten Matchball zum 6:4 im zweiten Satz. Das deutsche Tennisteam hat mit einem Sieg den Tag eingeleitet. Ein vielsprechender Auftakt für Andrea und für die Erwartungen der deutschen Tennisfans an diesem Tag.

Zeitgleich mit Petko trat Jan-Lennard Struff, Nr.66 der ATP-Rangliste, am späten Vormittag zu seinem erwartet schweren Kampf gegen den Polen Lukasz Kubot, der Nr.72 der Weltrangliste, an. Die Konkurrenten dominieren bis 6:6 in ihren Aufschlagspielen, erlauben dem Gegner kaum Breakchancen. Der Tiebreak muss den Satz entscheiden. Bei 5:6 wehrt Jan-Lennard den ersten Satzball des polnischen Doppelspezialisten ab, muss den 1.Durchgang aber mit 6:8 abgeben. In den nächsten Sätzen bleibt das Bild unverändert. Am Ende gewinnt Kobut mit insgesamt 2 (!)  Breaks die Partie 7:6, 6:4 und 6:4. Struff konnte keinen seiner 7 Breakballe verwandeln. Damit hatten die deutschen Tennisprofis ihre erste – nicht unbedingt zu erwartenden – Niederlage am zweiten Spieltag kassiert.

Lisicki

Der Wimbledonfinalistin vom letzten Jahr, Sabine Lisicki, wurde die Ehre zu teil, auf dem Center Court der Championships den zweiten Tag zu eröffnen. Gegen ihre Konkurrentin, die Israelin Julia Glushko, wollte „Bine“ beweisen, dass sie  ihr Leistungsvermögen auch in diesem Jahr wieder auf dem geliebten heiligen Rasen von Wimbledon steigern kann. Die Berlinerin bewies von Anfang an, dass sie sich auf dem Center Court heimisch fühlt. Sie spielte aggressiv und entschlossen. In wenig mehr als einer Stunde stand das bekannte Siegerlächeln von Wimbledon wieder auf ihrem Gesicht. Mit 6:2 und 6:1 hatte sie die Israelin aus dem Turnier geworfen. Das zweite deutsche Ass hat gestochen.

Angie Kerber hatte nach dem Finaleinzug in Eastbourne geäußert, dass sie sich auf Grass jetzt wohlfühle und auf das Turnier in Wimbledon freuen würde. Dieses Selbstvertrauen konnte sie gegen die Polin Urszula Radwanska, der jüngeren Schwester von Agnieszka, unter Beweis stellen. Die Kielerin ging dann auch mit druckvollen Schlägen schnell mit 3:0 in Führung. Obwohl das Mädchen aus Krakau dann variantenreicher und aggressiver agierte, ließ sich Angie bis zum Satzende nicht mehr „das Heft aus der Hand nehmen“ und beendete den ersten Durchgang mit 6: 3. Auch im zweiten Satz beeindruckte Kerber besonders mit ihrer „tödlichen“ Vorhand, dominierte ihre Kontrahentin souverän bis zum 5:2, ließ kurz nach und setzte sich dann mit 6:4 durch. Die dritte deutsche Trumpfkarte hatte den nächsten Stich „unter Dach und Fach gebracht“. Wenn sie im Verlaufe des Turnieres ihren Aufschlag noch etwas verbessert, werden wir noch länger Freude an ihren Auftritten haben.

kerb

Julian Reister, der nach langer Verletzungspause sich wieder auf Rang 110 der   Weltrangliste gespielt hat, traf mit Michael Russel aus den USA, Nr.94 der ATP-Rangliste, auf einen Erstrundengegner auf Augenhöhe. Der 36-jährige Mann aus Detroit schlug sicher und tief auf und spielte aggressiv, aber Julian setzte Ruhe und Souveränität dagegen. Als er sich die ersten beiden Sätze mit 6:4 und 6:4 gesichert hatte, waren ihm zwei von vier Breakbällen geglückt. Russel konnte bis dato keine seiner drei Breakgelegenheiten nutzen. Der dritte Durchgang wurde dann plötzlich zum Break-Festival – der Tiebreak musste entscheiden. Der Ami setzte sich hier knapp mit 7:5 durch. Auch den vierten Satz musste der Deutsche mit 4:6 abgeben. Im fünften Satz wird der ausgeglichene Kampf mit vollem Einsatz beider Spieler fortgesetzt. Nach 3 Stunden und 46 Minuten Spielzeit verwandelt der „Hamburger Jung“ seinen ersten Matchball zum 6:4 Satz- und Matchgewinn. Gratulation von Herzen, Julian!

Die Serie von drei deutschen Damensiegen konnte Annika Beck, die aktuelle Nr.54 der WTA-Rangliste, gegen die 12 Plätze niedriger eingestufte Chinesin Jie Zheng nicht fortsetzen. Zu brav und defensiv agierte die 2o-jährige Deutsche und verlor chancenlos mit 1:6 und 3:6.

Als letzter Spieler der deutschen Herren an diesem Tag, musste Philipp Kohlschreiber sein Erstrundenmatch gegen den Niederländer Igor Sijsling bestreiten. „Kohli ließ nichts anbrennen“ und schickte seinen Gegner erbarmungslos mit 6:4, 6.4 und 6:2 vom Platz. Neun Asse und vier geglückte Breakbälle reichten dem Augsburger zum mühelosen Einzug in die zweite Runde.

davis cup

Dinah Pfizenmaier konnte sich gegen die Ukrainerin Lesia Tsurenko, aktuelle Nr.170 der Weltrangliste, eigentlich gute Chancen ausrechnen. Die junge Deutsche begann aber schwach und ließ dann unheimlich stark nach. Eine Unmenge  „wilder Fehler“ prägte ihr Spiel im ersten Satz, der mit 3:6 verloren ging. Ohne Gegenwehr und ohne Spielgewinn Dinahs, setzte sich Tsurenko auch im zweiten Satz mit 6:0 durch. Nach Annika Beck die zweite leise Enttäuschung im deutschen Damenteam am Dienstag in Wimbledon.

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Die deutsche Bilanz des zweiten Tages im „Tennismekka“ kann als Steigerung interpretiert werden: Fünf Siegen standen bei Anbruch der Dunkelheit drei Niederlagen gegenüber.

„Business as usual“:  auch am heutigen Tag setzten sich die Topfavoriten R.Nadal(nach Widrigkeiten im ersten Satz), R.Federer,  M.Raonic,  S.Williams,  M.Sharapova,  A. Radwanska,  S.Halep und Ivanovic durch. Stan Wawrinka müssen wir Abbitte leisten: Kerngesund und frohgemut gab er in dem Match gegen den guten Rasenspieler Joao Sousa aus Portugal keinen Satz ab und zog überlegen in die zweite Runde. Das wird, wenn er weiter so auftritt, nicht das Ende der Fahnenstange sein.

stan

Als erste Topgesetzte ist bei den Damen die  Serbin Jankovic gegen die Estin Kanepi sang- und klanglos mit 3:6 und 2:6 ausgeschieden.

P.S.

Für alle österreichischen Leser, die sich auf unserem Blog verirrt haben: Respekt  vor Jürgen Melzer, dessen Match gegen Tsonga gestern bei 1:6, 6:3, 6:3, 2:6 und 4:5 im fünften Satz wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste. Die lange Wartezeit und die herausragende Leistung vom Vortag wurde nicht belohnt: In kürzerer Zeit als das Einschlagen in Anspruch nahm, hatte er das nächste Spiel  und damit das gesamte Match verloren. Bad luck. Shit happens.

23. Juni 2014
von admin
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Drei deutsche Siege, vier Knock-Outs in Wimbledon

Intensiv haben sie sich auf das Großereignis vorbereitet – und mit einem Match,  in ein oder zwei Stunden, wären bei einer Niederlage alle Mühen umsonst gewesen.  Das war die Ausgangslage für die sieben deutschen Tennisprofis, die heute in Wimbledon an den Start gingen.

görges

Als erste deutsche Teilnehmerin setzte sich  Julia Görges, in ihrem Match gegen die gesetzte Tschechin Safarova,  dieser extremen psychischen Herausforderung aus. Die hohe Belastung war bei Julia anfangs zu spüren. Sie verlor ihr erstes Aufschlagspiel und hatte extreme Probleme bei dem Rückhand-Return. Unbeirrt setzte die Deutsche ihr „Hopp oder Top- Spiel“  fort, gab der Kontrahentin kaum Rhythmus und  breakte sich bei 2:3 in den Satz zurück. Im Tiebreak produzierte Görges zu viele direkte Fehler und musste sich 3:7 geschlagen geben. Im zweiten Durchgang spielte Julia kompromisslos weiter, ging 4:2 in Führung und verlor 12 Punkte(!) nacheinander zum 4:5. Sie brachte ihren Aufschlag dann durch, rettete sich in den Tiebreak. Hier führt sie 3:1, verliert die nächsten 6 Punkte in Folge  und damit das gesamte Match mit 6:7, 6:7. Die 25-jährige wird ihre Powerschläge in London nur noch in den Doppelkonkurrenzen zur Geltung bringen können.

Bei den Herren ging zuerst Dustin Brown gegen Marcos Baghdatis auf den Rasen. Ein Break reichte dem Volkshelden Zyperns, der brillant returnierte, um den ersten Satz mit 6:4 zu gewinnen. Auch im zweiten Satz wird den Zuschauern hochklassiges Rasentennis mit beeindruckenden Schlägen und Ballwechseln geboten. Auch in diesem Satz hängt die Entscheidung „am seidenen Faden“. Bei 5:5 und Aufschlag des deutschen Rastamanns wechseln Break- und Spielbälle über Minuten ab, der Zypriote gewinnt das Game und serviert zum 7:5 Satzgewinn durch. Bei „Dreddy“ ist alles möglich – das zeigt er im dritten Satz. Er übernimmt die Initiative jetzt auch bei den längeren Ballwechseln und setzt sich in diesem Durchgang mit 6:2 durch. Im vierten Satz dominierte Dustin bis zum 5:2, dann unterliefen ihm leichte Flüchtigkeitsfehler und Baghdatis glich aus. Im Tiebreak gelangen dem Star aus Zypern einige Traumschläge und er triumphierte mit 7:4. Wir hätten Brown gerne noch weiter im Turnier zugeschaut, aber auch Baghdatis mit seinem spektakulären Tennis werden wir mit Freude weiterverfolgen. Auf jeden Fall ist Marcos, den seine Buddies im Bolletieri-Tenniscamp bei Tag und bei Nacht zu jeder Gelegenheit zum Fußballkicken motivieren können, weitaus stärker, als seine gegenwärtige Weltranglistenposition (Nr. 118!) vermuten lässt.

Anna-Lena Friedsam – aktuelle 110 der Weltrangliste – hatten wir Chancen gegen die 22-jährige Kimiku Nada eingeräumt, obwohl die Japanerin in der WTA-Rangliste fast 70 Plätze höher rangiert. Die 20-jährige Deutsche nutzte im ersten Satz ihre Chancen nicht und musste ihn knapp mit 4:6 abgeben. Ähnlich ergeht es ihr im zweiten Durchgang, den die kleine Asiatin wieder knapp mit dem gleichen Ergebnis gewann. „Da wäre mehr drin gewesen“.

Desillusionierende Zwischenbilanz nach den ersten drei Auftritten deutscher Teilnehmer am ersten Tag in Wimbledon: Kein Sieg, drei Knock-Outs. Das Tennismekka Wimbledon schien am heutigen Tag der Friedhof der deutschen Hoffnungen zu werden.

tim pütz

Für Tim Pütz war die Qualifikation für das Hauptfeld von Wimbledon schon ein Erfolg. Deshalb überraschte es nicht, dass er gegen den Russen Gabashvili den ersten Satz klar mit 2:6 abgeben musste. Der 26-jährige Frankfurter steigerte sich und gewann den zweiten Durchgang mit 6:4. Im dritten Satz schien er dem Russen den „Zahn gezogen zu haben“ und setzte sich überlegen mit 6:2 durch. Auch im vierten Durchgang wurde Pütz angesichts des Triumphes nicht nervös. Er spielte unbekümmert und entschlossen weiter, gewann den Satz mit 6:2 und damit das ganze Match. Ausgerechnet unser Qualifikant, von dem am wenigsten zu erwarten war, sorgte für den ersten deutschen Lichtblick bei den legendären Championships in London.

Tobias Kamke trat auf Court 10 gegen den Qualifikanten Jan Hernych, der aktuellen Nr.285 der Weltrangliste, an. Überraschend gewann der 34-jährige Tscheche den ersten Satz mit 6:3. Der Lübecker ging kurz mit 3:1 im zweiten Satz in Führung, erlitt ein Rebreak, haderte offensichtlich mit seiner Leistung und rettete sich in den Tiebreak, den er knapp mit 7:5 für sich entschied. Im dritten Satz bekam Tobi weder sich, noch den Gegner richtig in den Griff. Der 3:6-Satzverlust war die Folge. Kamke kämpfte sich im vierten Durchgang in das Match und konnte dann auch den Satz knapp mit 7:5 für sich entscheiden. Im entscheidenden 5. Durchgang wogte das Match hin und her. Bei 4:3-Führung vergibt Tobi zahlreiche Breakbälle, verliert anschließend verunsichert sein Servicegame und der ruhige und clevere Hernych triumphiert nach fast drei Stunden mit 6:4. Tobi, das war unnötig wie ein Kropf!

barthel

Am späten Nachmittag betrat dann noch Mona Barthel den heiligen Rasen. Nach anfänglicher Nervosität stabilisierte sie sich im ersten Satz und setzte sich gegen die 27-jährige Schweizerin Romina Oprandi (WTA-Rangliste Nr. 184) mit 7:5 durch. Im zweiten Satz ließ sie ihrer Gegnerin nicht den Hauch einer Chance und fegte sie mit 6: 0 vom Grass. Damit besserte sie die deutsche Bilanz von 2 Siegen und vier Niederlagen ein wenig auf.

Am Abend trat der letzte deutsche Teilnehmer Benjamin Becker, Nr.65 der ATP,  zu seinem Duell mit dem US-Boy Donald Young, Nr.69  der ATP, an. Der Deutsche gewinnt den ersten Satz mit einem einzigen Break 6:4. Mit hartem Service und kluger Matchführung sichert sich „Benni“ mit 6:3 auch den zweiten Durchgang. Ohne einen einzigen Breakball wird der dritte Durchgang bis zur 5:4-Führung Beckers gespielt. Dann erkämpft sich der deutsche drei Break- und Matchbälle in Folge, verwandelt den zweiten und zieht als dritter Deutscher an dem ersten Tag von Wimbledon in die zweite Runde ein.

Wimbledon Championships 2006 - Day Three

Die Bilanz der internationalen Favoriten war makellos: Andy Murray, Novak Djokovic, David Ferrer, Tomas Berdych, Petra Kvitova, Viktoria Asarenka, und Na Li setzten sich alle „ohne viel Federlesens“ durch.

 

 

23. Juni 2014
von admin
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It’s Crunch-Time in Wimbledon!

In den letzten Wochen haben die internationalen Tennisstars nur auf ein Ziel hingearbeitet: das Turnier in Wimbledon, das am Montag dieser Woche beginnt. Die Auslosung fand vor Tagen statt. Werfen wir deshalb jetzt einen Blick auf die Begegnungen, die die Sportwelt in den nächsten Wochen – neben der Fußball-WM – in Atem hält.

Aus Tradition eröffnet der Champion des Vorjahres auf dem Center Court die  Championships. Der Schotte Andy Murray, der nach 76 Jahren den britischen Wimbledonfluch gebrochen hatte,  hat deshalb die Ehre, den heiligen Rasen als Erster mit seinen belgischen Kontrahenten David Goffin zu betreten.

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Sabine Lisicki trifft zum Wimbledon-Auftakt auf die Israelin Julia Glushko. Die 24 Jahre alte Vorjahresfinalistin tritt am Dienstag, dem zweiten Turniertag, auf dem Center Court an. Es ist das erste Duell zwischen Bine Lisicki und der Weltranglisten-82. Weil Titelverteidigerin Marion Bartoli ihre Karriere beendet hat, gebührt Lisicki die Ehre des Eröffnungsspiels im Dameneinzel.

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Die Auslosung der 128. Championships im Londoner Südwesten bescherte den anderen sechs qualifizierten deutschen Tennisdamen überwiegend lösbare Aufgaben. Angelique Kerber und Andrea Petkovic treffen auf die Polinnen Urszula Radwanska und Katarzyna Piter. Die Neumünsteranerin Mona Barthel muss gegen Romina Oprandi aus der Schweiz antreten. Anna Lena Friedsam spielt gegen die Japanerin  Kurumi Nara.

Die schwersten Aufgaben haben Julia Görges gegen Lucie Safarova(Nr.21 der WTA) aus Tschechien und Annika Beck gegen die Chinesin Zhang Jie (Nr.36 der WTA).

Der an Nummer 1-gesetzten Amerikanerin Serena Williams ist die Georgierin  Anna Tatischwili aus Georgien zugelost worden.

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Nach der verletzungsbedingten Absage von Tommy Haas ist bei den Männern Philipp Kohlschreiber der einzige gesetzte Deutsche im Hauptfeld. Er trifft zum Auftakt auf den Niederländer Igor Sijsling.

Eine spektakuläre Auseinandersetzung kann das Publikum bei dem Erstrunden- Match  des Deutsch-Jamaikaners Dustin Brown erwarten: das Los hat ihm Marcos Baghdatis aus Zypern zugeteilt. In seiner aktuellen Form wird „Dreddy“ diese Hürde wohl nehmen können.

Der Lübecker Tobi Kamke wird sich über seine Auslosung nicht beklagen: der Tscheche Jan Hernych ist eine Chance für einen Auftaktsieg des Deutschen. Sein Buddy aus Schleswig-Holstein, Julian Reister, wird es gegen den US-Boy Michael Russel schwerer haben.

Auch Jan-Lennard Struff muss mit dem Polen Lukasz Kubot einen ganz schönen Brocken aus dem Weg räumen.

Den Finalisten von Hertogenbosch, Benjamin Becker, trifft es vergleichbar hart:   er muss sich mit Donald Young aus den USA messen. Der deutsche Qualifikant Tim Pütz muss sich mit dem Russen Teimuras Gabashwili auseinandersetzen.

Die Turnierfavoriten bei den Herren haben es in der ersten Runde mit nicht zu unterschätzenden Konkurrenten zu tun: Der an Nummer 1- gesetzte Serbe Novak Djokovic spielt gegen Andrej Golubjew aus Kasachstan, der Spanier Rafael Nadal muss gegen Martin Klizan aus der Slowakei antreten. Da hat es die Schweizer Tennislegende  Roger Federer doch etwas leichter: er trifft auf Paolo Lorenzi aus Italien.

fedex

Sein Landsmann Stanlas Wawrinka, der sich in den letzten Wochen immer wieder mit Krankheiten herumschlagen musste und der auch öfters in Wimbledon in den ersten Runden ausschied, hat mit dem Hertogenbosch-Sieger Joao Sousa aus Portugal, einen Gegner zugelost bekommen, der unter Umständen für eine frühe Heimreise des Eidgenossen sorgen könnte.

Am heutigen Tag dürfen die deutschen Herren Brown, Becker, Kamke und Pütz sowie die Damen Barthel, Görges und Friedsam  den heiligen Rasen betreten.

Wir werden zeitnah von ihren Auftritten im Tennismekka berichten,