21. Juni 2014
von admin
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Becker und Kerber: Triumph für Wimbledon aufgehoben?

 Zwei deutsche Tennisprofis standen kurz vor Wimbledon am Samstag in den Finals von bedeutungsvollen Rasenturnieren.

In Hertogenbosch bei den „Aegon Internationals“ traf Benjamin Becker, die aktuelle Nr.73 der Weltrangliste, auf den Spanier Roberto Bautista Agut, die Nr. 28 der ATP- Rangliste. Die großen Favoriten waren Runde für Runde auf dem schnellen Rasen des Turniers ausgeschieden.

Dem Spanier genügte ein einziges Break im gesamten Match, um als Sieger vom Platz zu gehen. „Benni“ war von Anfang an im Spiel, servierte sicher und hart und gewann den ersten Satz deutlich mit 6:2. Im zweiten Durchgang stand der Deutsche mehrfach dicht vor dem Triumph, aber Agut zog immer wieder den Kopf aus der Schlinge und setzte sich dann im Tiebreak durch. Im Entscheidungssatz reichte dem spanischen Aufsteiger dieses Jahres dann ein einziges Break, um das Match mit dem Endergebnis von 2:6, 7:6 und 6:4 für sich zu entscheiden.

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Benjamin Becker hat auch im Endspiel von Hertogenbosch erstklassiges Rasen-Tennis geboten. Er ist optimal gerüstet für den Grand Slam in der kommenden Woche.

 Im Endspiel von Eastbourne trat Angelique Kerber gegen Madison Keys, die  amerikanische Wunderwaffe, an. Die Deutsche rangiert auf Platz 9 der WTA-Rangliste, das junge US-Girl hat sich in den letzten Wochen auf Position 36 vorgespielt. Die 19-jährige Amerikanerin agierte vom ersten Ball an zielstrebig, ihre knallharten Grundschläge zwangen unsere Kielerin im ersten Satz immer wieder zu Fehlern. Beeindruckend war auch eine andere Waffe der jungen Himmelstürmerin: sie knallte den Aufschlag in der Tradition von Tanner und Isner in das gegnerische Feld. Ein neuer Saisongeschwindigkeitsrekord von fast 230km/h  wurde während des Finals gemessen. Kein Wunder, dass Angie sich erst einmal an dieses Tempo gewöhnen musste. Sie gab den ersten Satz mit 2:6 ab. Im zweiten Durchgang fighte sich unsere Spitzenspielerin  aber in das Match zurück. Sie wehrte nervenstark einige Breakbälle ab und nahm der Konkurrentin ein einziges Mal deren Service ab. Das reichte zum 6:3-Satzgewinn. Bis 5:5 im entscheidenden Durchgang brachten beide Spielerinnen ihre Aufschläge durch. Madison Keys gewann auch ihr sechstes Servicegame und nahm im letzten Game Kerber das erste Mal in diesem Satz den Aufschlag zum 7:5-Matchgewinn ab.

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Angelique wirkte schnell gefasst nach diesem Thriller und kommentierte die Turniererfahrungen nach dem Spiel mit Worten, die auch Benjamin Becker geäußert haben könnte: „Ich denke, dass ich alle positive  Dinge von hier mit nach Wimbledon nehmen werde. In Eastbourne hatte ich großartige und harte Matches. Ich fühle mich jetzt gut auf Grass – ja, ich freue mich auf Wimbledon und meine nächste Chance!“

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Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

20. Juni 2014
von admin
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Kerber und Becker setzen Zeichen!

Das ist ein Signal! Angelique Kerber hat sich bei dem letzten Rasenturnier vor Wimbledon in das Finale der „Aegon International“ in dem englischen Badeort Bournemouth gespielt. Gegen die Dänin mit polnischer Herkunft, Carolin Wozniacki, hat die Kielerin mit polnischer Abstammung das hart umkämpfte Semifinale mit 3:6, 7:6 und 6:3 gewonnen.

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In einem fast ausgeglichenen ersten Satz hatte die ehemalige Weltranglistenerste aus Dänemark noch die Oberhand behalten. Kerber kämpfte sich im zweiten Durchgang in das Match zurück, vergab einige Breakbälle, so dass der Tiebreak entscheiden musste. Hier zeigte sich Angie entschlossen und nervenstark und gewann deutlich mit 7:3.

Im dritten Satz gab die deutsche Linkshänderin die leichte Überlegenheit, die sie sich inzwischen erkämpft hatte, nicht mehr ab. Sie ging nach einem Break mit 4:2 in Führung und zog souverän und zielbestimmt in das Finale der „Aegon Internationals“ ein.

Angie Kerber hat sich Match für Match auf den „Grasscourts“ verbessert. Die Formkurve zeigt nach oben. Das verspricht einiges für die  inoffiziellen Weltmeisterschaften der Tennisprofis.

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Im Finale von Eastbourne trifft sie jetzt auf die US-Spielerin Madison Keys. Das 19-jährige Ausnahmetalent hat bei seinen Auftritten auf dem Rasen in Eastbourne sehr überzeugt. Trotzdem geht die an 5-gesetzte Kerber als Favorit in das Endspiel.

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Einige Stunden später versuchte in den Niederlanden Benjamin Becker auch in das Finale eines Rasenturniers vorzudringen. Benjamin  startete durch in dem 1.Satz seines Matches gegen den Portugiesen Joao Sousa und gewann diesen Durchgang mit 6:3. Im zweiten Durchgang setzte der 25-jährige Südeuropäer stärker dagegen, kämpfte sich in den Tiebreak. Dem entschlossenen Deutschen war der Sieg aber nicht mehr zu nehmen: Mit 7:3 setzte er sich kühl und zielstrebig durch und zog in das Finale von Hertogenbosch ein. „Benni“ schlug im Verlaufe des Matches 13 Asse und ließ nur ein Break zu.

Wimbledon Championships 2006 - Day Three

Wir werden natürlich zeitnah von den Finals der beiden Deutschen berichten – zum Glück spielt unser Fußball-Dreamteam in Brasilien zu einem späteren Zeitpunkt…

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20. Juni 2014
von admin
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Auf dem richtigen Weg nach Wimbledon

Bei den Rasenturnieren „Aegon International“ im englischen Eastbourne und bei den „Topshelf Open“ im holländischen Hertogenbosch traten am gestrigen Donnerstag die „fantastischen Drei“, Ben Becker, Annika Beck und Angelique Kerber, in den Viertelfinals an. Es bot sich die Möglichkeit, mit überragenden Leistungen für Aufwind in dem deutschen Tennisteam, das in das Tennismekka Wimbledon pilgert, zu sorgen.

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Annika Beck spielte solide und gut in Hertogenbosch, aber – wie vorher Andrea Petkovic – musste sie sich der Slowakin Maria Rybarikova geschlagen geben: 2:6 und 5:7 gingen die Sätze für die Deutsche verloren. Wenn Annika in den nächsten Tagen noch an ihrem Service arbeitet und ihn ein wenig verbessert, kann sie auch in Wimbledon positive Überraschungen liefern.

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Keine Überraschung war der Sieg von Angie Kerber gegen die Russin Ekaterina Makarova in Eastbourne. In einem eigentlich ausgeglichenem Spiel machte die Kielerin immer souverän die wichtigen Punkte und setzte sich klar und deutlich mit 6:2, 6:1 durch. Im Semifinale trifft sie auf die Dänin Caroline Wozniacki. Ein Triumph über die ehemalige Weltranglistenerste könnte Angelique das nötige Selbstvertrauen geben, um beim kommenden Rasen-Grand Slam in London „richtig aufzutrumpfen“.

Wimbledon Championships 2006 - Day Three

Das in der Vergangenheit oft skandalumwitterte deutsche Herrentennis hatte in den letzten Wochen und Monaten einen positiven Aufschwung erlebt.Benjamin Becker sprang in Hertogenbosch in die Bresche und erreichte nach einem Tennis-Thriller gegen den Kanadier Vasek Pospisil sogar das Halbfinale. Das Ergebnis von 6:7, 7:6 und 6:4 spiegelt deutlich das ausgewogene Niveau des Matches wieder. Der 34-jährige „Benni“ steigert sich von Turnier zu Turnier und überzeugt gerade auf Rasen. Er kann eine Waffe für das deutsche Tennisteam in Wimbledon werden. Am Freitag trifft er im Semifinale der „Topshelf Open“ auf den portugiesischen Qualifikanten Joao Sousa – eine gute Chance für „Benni“, in das Finale vorzustoßen.

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Öffnen wir zum Ende des Berichtes kurz die Augen für eine internationale Perspektive: In Hertogenbosch hat sich Coco Vanderweghe in den Vordergrund gespielt. Im Viertelfinale schlug sie die Geheimfavoritin Muguruza aus Spanien mit 7:6 und 6:1. Schon in Wimbledon sollte man die 22-jährige Amerikanerin beachten. Vielleicht haben die Amerikaner eine zukünftige Konkurrentin für den kanadischen Shootingstar Eugenie Bouchard aus dem Hut gezaubert. Dem Image des Tennis in den USA würde es gut tun.