19. Juni 2014
von admin
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Auf dem Weg in das Tennismekka

Eine knappe Woche vor den All England Championchips in Wimbledon hat sich ein Ensemble von deutschen Tennisdamen beim Rasenturnier im niederländischen Hertogenbosch auf das Turnier eingestimmt.

Alle drei deutschen Spielerinnen überstanden die erste Runde ohne Satzverlust. Mona Barthel besiegte Maria Kirilenko mit 6:3 und 6:2, Andrea Petkovic gewann gegen die Belgierin Yanina Wickmayer 6:2, 6:4 und Annika Beck setzte sich mit 7:6 und 7:5 gegen die Israelin Glushko durch.

Im Achtelfinale verlor Mona dann 2:6, 6:7 gegen die Tschechin Klara Koukalova nach hartem Kampf im zweiten Satz.

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Petko erging es noch bitterer in ihren Zweitrundenmatch gegen Magdalena Rybarikova. Nach knappem Verlust des ersten Satzes (4:6), drehte Andrea im zweiten Durchgang auf, setzte sich mit 6:1 klar durch, um dann nach harter Gegenwehr den entscheidenden Satz mit 5:7 abgeben zu müssen.

Für Annika Beck war der Erstrundensieg schon ein Erfolg. Um den Einzug in das Viertelfinale stritt sie sich mit der French Open-Finalistin Simona Halep aus Rumänien. Schon im ersten Satz spielte die 20-jährige Gießenerin groß auf, unterlag aber mit 5:7. Bei 3:2-Führung der Deutschen, musste die an 1-gesetzte Halep wegen Verletzung aufgeben. Beck zog in das Viertelfinale der „Topshelf Open“ ein und trifft dort jetzt auf die Petkovic-Bezwingerin Rybarikova.

Von Benjamin Beckers Erstrundensieg in Hertogenbosch hatten wir schon berichtet. Im Achtelfinale bezwang er den Israeli Dudi Sela 6:2, 7:5 und trifft im Viertelfinale des holländischen Rasenturniers auf den Kanadier Vasek Pospisil, der im Achtelfinale unser vielversprechendes Talent Jan-Lennard Struff mit 6:4, 6:2 geschlagen hatte. Der junge Deutsche hatte vorher in seinem Auftaktspiel überzeugt und den Tschechen Lukas Rosol mit dem gleichen Ergebnis eliminiert.

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Erfreuliches ist auch aus Eastbourne zu berichten. Angie Kerber zog mit einem 7:5, 1:6 und 7:6 in das Viertelfinale der „Aegon International“ ein. In dem ausgeglichenen Match steigerte sich Kerber im entscheidenden Tiebreak und gab ihrer Gegnerin bei dem 7:3 keine Chance.

Tobias Kamke traf im Achtelfinale von Eastbourne auf den an 3-gesetzten Spanier Fernando Lopez. Der Lübecker fightete von Anfang an wie gewohnt, trotzte dem Favoriten und musste sich nach eigenen Satzbällen im Tiebreak des ersten Satzes mit 10:12(!) geschlagen geben. Auch im zweiten Durchgang spielte der Deutsche auf Augenhöhe mit seinem Kontrahenten, verlor aber  am Ende wieder knapp mit 5:7 und schied aus.

Fünf Tage vor Beginn des Grand Slams in London zeigen sich alle Deutschen auf gutem Weg. Vielleicht gelingt Beck, Kerber oder Becker noch ein herausragender Erfolg, der das gesamte deutsche Wimbledonteam mitreißen kann.

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Es wäre uns eine Freude, in unserem nächsten Post von ihren Siegen  berichten zu können…

17. Juni 2014
von admin
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Wimbledon vor der Tür

Am 23.062014 beginnt das renommierteste Tennisturnier der ATP- und WTA-Tour in London: die Wimbledon Championships. Die Spieler und Spielerinnen haben gleich nach den French Open ihre Vorbereitung auf Rasen aufgenommen und bei den Vorbereitungsturnieren auf Grass ihre Form für das Großereignis getestet.

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Vom Rasenturnier in Halle haben wir ausführlicher berichtet. Als wichtigste Erkenntnis in Hinsicht auf die inoffizielle Weltmeisterschaft der Tennisprofis ist festzustellen, dass der Sieger von Halle, Roger Federer, auf dem besten Weg ist, in Topform in London anzutreten. Aus deutscher Sicht ist festzuhalten, dass Philipp Kohlschreiber sein hohes Niveau in den letzten Wochen auch auf dem Rasen gehalten hat. Wir können solide Leistungen von ihm im Tennismekka erwarten –  ein Halbfinal- oder sogar Finaleinzug ist ihm aber wohl noch nicht zuzutrauen.

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Besonders Dustin Brown hat spektakuläres Tennis in Westfalen geboten. Er schlug die Nr.1 der Weltrangliste, Rafael Nadal, und hat auf dem Rasen von Halle durchgängig vielversprechende Auftritte gezeigt. Auf jeden Fall hat er das Zeug, in Wimbledon an einem guten Tag alle Spieler der absoluten Weltspitze zu schlagen. Es wäre aber ein Wunder, wenn er über zwei Wochen in einem Grand Slam Tag für Tag Höchstleistungen abrufen könnte und damit in die Endrunden des Turniers vordringen kann. Bei unserem Paradiesvogel ist aber nichts unmöglich. Da ist immer auch ein Wunder „drin“…Rafa Nadal wird sich sicherlich in einer Woche hochmotiviert präsentieren – die Gelegenheit Matchpraxis auf Grass zu gewinnen, hat ihm „Dreddy Brown“ eindeutig verdorben.

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In Queens hat der Bulgare Grigor Dimitrov in der vergangenen Woche mit seinem Sieg bewiesen, dass er sich Schritt für Schritt in die absolute Weltspitze spielt. Die Art, wie er Stan Wawrinka im Halbfinale dominierte (6:2, 6:4) und welche Nervenstärke er im Finale gegen den Spanier Fernando Lopez beim 7:6, 6:7 und 7:6 bewies, machen ihn zu einem Geheimfavoriten für das Rasen-Grand Slam-Turnier.

Der Tscheche Tomas Berdych schwächelt auf höchstem Niveau bei seinen bisherigen Auftritten auf  Grass und Andy Murray scheint noch nicht wieder ganz fit zu sein. In Queens verlor er früh gegen Radek Stepanek 6:7, 2:6. Der Zeitraum, um für eine Titelverteidigung in London optimal gerüstet zu sein, wird knapp.

Nole Djokovic hat sich noch nicht auf Rasenturnieren präsentiert. Vielleicht ist seine Strategie, sich zu erholen und neue Energien für die Championships zu gewinnen, das richtige Erfolgsrezept.

Für alle unsere weiblichen User: wir hatten versprochen, ausgewogen zu berichten und die hervorragenden Leistungen unserer deutschen Mädchen angemessen zu dokumentieren. Unsere deutsche Frauenpower macht sich aber rar auf den Rasenturnieren. Zum Glück ist jetzt Angie Kerber in Eastbourne angetreten und wir können die erfreuliche Nachricht posten, dass die Kielerin ihr Auftaktspiel gegen das US-Girl Riske mit 7:6 und 6:4 gewonnen hat. Bine, Petko, Julia, Mona und Annika haben sich den Djoker zum Vorbild genommen und bereiten sich in aller Ruhe – ohne den Turnierstress – auf Wimbledon vor.

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Um unseren Post ein Happy End“ zu geben, müssen wir doch wieder zu den Herren zurückkehren: Tobi Kamke hat sich in Eastbourne erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft und sich dann in seiner ersten Hauptfeldrunde gegen den „local hero“, Daniel Evans, mit 6:2, 6:3 durchgesetzt.

Zur gleichen Zeit schaltete Ben Becker im niederländischen Hertogenbosch den an 4-gesetzten Spanier Granollers mit 4:6, 6:3 und 6:4 aus.

Die deutschen Tennisstars sind gut gerüstet für das legendäre Turnier in London. Machen wir uns unbeliebt, wie Fußballcoach Klinsmann in den USA, wenn wir ankündigen, dass es trotzdem nicht für einen Titel in den Einzelkonkurrenzen reichen wird?       

15. Juni 2014
von admin
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Roger Federer wird Rasenkönig von Halle

Auf dem Weg nach Wimbledon hat  der Rekordsieger dieses Turniers jetzt in Halle gezeigt, dass auch in diesem Jahr mit ihm zu rechnen ist. Roger Federer  gewann die „Gerry Weber Open“, das einzige Rasenturnier in Deutschland auf Weltklasseniveau, im Finale gegen Alejandro Falla mit 7:6 und 7:6. 

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Der Kolumbianer überzeugte in dem Endspiel wieder mit präzisem und fast fehlerfreiem Grundlinienspiel und war dem Schweizer ein würdiger Gegner.

 falla

In beiden Sätzen ließen sich die beiden Finalisten nur jeweils ein Mal die Aufschlagspiele von ihrem Kontrahenten abnehmen. In den Tiebreaks setzte sich dann Gentleman Roger mit seiner aggressiveren Spielführung deutlich durch: 7:2 im ersten, 7:3 im zweiten „Gleichstandsbrecher“.Gerade in diesen entscheidenden Phasen zeigte er Entschlossenheit, unbedingten Siegeswillen und auch seine besondere Klasse auf Rasen. 

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Angesichts des knappen Ergebnisses zeigte sich der Schweizer nach dem Match dennoch zufrieden: „Hauptsache, ich habe gewonnen! Alejandro hat heute gut returniert und wenn man gegen ihn die längeren Grundlinienduelle verliert, dann wird es schwer. Genau das ist heute passiert. Er hat sich wirklich gut zurückgekämpft, aber ich bin dennoch zufrieden mit meiner Leistung“, sagte der Publikumsliebling und ließ sich von seinen begeisterten Fans in Halle mit „Standing Ovations“ feiern.

 Alejandro Falla,  gab im Interview nach dem Finale,  Federer dann auch noch ein ganz besonderes Kompliment:  „Er ist der König der Könige im Tennis. Ich bin trotz der Niederlage glücklich, denn ich habe hier eine tolle Woche erlebt.“

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Nach der Geburt seiner zweiten Zwillinge, hat die Schweizer Tennislegende in Halle wieder zu der guten Form des Jahres 2014 zurück gefunden – für das Turnier in Wimbledon gehört er zu den Titelanwärtern.