31. Oktober 2013
von admin
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“Der neueste Blockbuster aus den Studios in Kummerland”

Vor einigen Tagen hatten wir in einem Post die Bedeutung der Smartphones für das Tennistraining und auch für die generationsübergreifende Kommunikation in den Tennisfamilien thematisiert. Im Anschluss an den Text hatten wir ein Video unserer jungen Mitarbeiter JoJoe und ÖzilArat, das mit Hilfe eines normalen Handys hergestellt wurde, präsentiert. Unsere Videoscouts hatten ein Kunststück vorgeführt, das ihre Korbball- oder Trampolinkünste zur Schau stellte. Deshalb hatten wir den Wunsch geäußert, dass sie doch bald ein Tennisvideo filmen sollten.

Unser Wunsch war ihnen ein Befehl. Vor drei Tagen haben sie uns einen Film zugeschickt, in dem sie außergewöhnliche Trickschläge demonstrieren. Den Oscar für Kameraführung werden sie mit dem Film nicht gewinnen. Der Beleuchter wird nicht einmal einen Job bei der Geisterbahn auf dem Jahrmarkt finden. Ab und zu sind Adleraugen von Vorteil, wenn man das Objekt ihrer Schläge identifizieren will.

Aber: die beiden haben Spaß gehabt. Das sieht man – und das kann man deutlich hören.

Sie sind aktiv geworden.

Sie zeigen Kreativität.

Sie bringen Freude und Bewegung in das deutsche Tennis.

Das hat einen gewissen Charme.

Das ist vorbildlich – für alle Jugendlichen, die sich mit unserer Sportart identifizieren.

Weil unser letzter Wunsch so schnell in Erfüllung gegangen ist, wagen wir hoffnungsvoll, den nächsten Wunsch zu äußern.

Alle tennisspielenden Handy-Besitzer, die sich auf unseren Blog verirrt haben:  Drückt auf den Videoknopf, filmt eine witzige Tennissituation und schickt das Kunstwerk an unsere Tennisblog-Adresse. Wir werden ihn veröffentlichen, wenn er nicht unter die FSK fällt. Versprochen.

Auch der Weg nach Hollywood beginnt mit dem ersten Schritt.

Jetzt aber: Vorhang auf für die neuesten Beiträge aus den Filmstudios von Kummerland!



28. Oktober 2013
von admin
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“Das Spiel der Zukunft”

Padel-Tennis in Deutschland kommt in Bewegung – und wir sind dabei! Während in Argentinien auf 10 000 oder in Spanien schon jetzt auf mehr als 25 000 Courts diese neue Trendsportart gespielt wird, gehen in der Bundesrepublik die Uhren noch etwas nach. München, Berlin, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Trier haben längst die Zeichen der Zeit erkannt, und Padel-Anlagen gebaut. Nüchterner statistischer Vergleich: Deutschland hat momentan etwa 0,2 % der Plätze von Argentinien. Das kann nur besser werden! Die News aus dem Norden unserer Landes bestätigen diese Prophezeiung: Hamburg hat in diesen Wochen nachgezogen: im Norden, beim TSCH Halstenbek und im Osten, in Farmsen, sind Padel Courts geplant und spätestens im Frühjahr 2014 wird dort der Spielbetrieb aufgenommen werden. Wir sind uns sicher: das werden nicht die letzten sein! Auch bei den kühlen Nordlichtern ist das Padel-Feuer entfacht und wird sich ausbreiten „wie ein Steppenbrand“. (Literarisch wie geographisch wohl angemessener: „wie ein Heidebrand“).

santana

Von Anfang an haben wir aus Überzeugung diese faszinierende Tennisvariante in unseren Posts vorgestellt. In dem aktuellen Text wollen wir euch über die Entwicklung des internationalen Wettkampfsports im „Padel“ informieren.

Der Spanier Manuel Santana, ein herausragender Tennisspieler, der Roland Garros zwei Mal gewann, auch die Titel bei den US-Open und Wimbledon holte und über viele Jahre hinweg immer zu den Top Zehn der damaligen Weltspitze gehörte, hatte sich schnell nach Beendigung seiner Tenniskarriere von der Faszination des Padels „infizieren“ lassen. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts organisierte er die erste Turnierserie an der Südküste Spaniens, der Costa del Sol. Diese Events trugen entscheidend dazu bei, die Popularität dieses neuen Sports über ganz Spanien auszubreiten.

In der Folge fanden bald Turniere in Argentinien, Uruguay, Mexiko und natürlich im Land der Iberer statt. Relativ spät, im Jahr 2005, wurde ein offiziell organisierter Profi-Circuit, die PPT (Paddle Pro Tour), in Anlehnung an die ATP-Tour, in das Leben gerufen. Hauptziel dieser internationalen Padel-Tour, die heutzutage in Europa, Nord- und Südamerika ihre Austragungsorte findet, war es, eine Weltrangliste Jahr für Jahr im Doppel auszuspielen.

Seit Jahren dominiert das Doppel-Team Juan Martin Diaz (Spanien) und Fernando Belasteguin (Argentinien) das Geschehen im Profisport Padel-Tennis. Noch nie von ihnen gehört? Das wird sich ändern – das werden wir ändern: Wenn diese Padel-Stars in Deutschland auftreten, werden wir euch informieren und dieses Ereignis adäquat ankündigen. Ihr werdet begeistert sein – wie Millionen Padel-Tennis-Spieler/innen weltweit!

Um euer Interesse am Padel weiter zu vertiefen, haben wir euch ein neues Video mit herausragenden Ballwechseln von Padel-Profis bereit gestellt. Lasst euch motivieren, selbst zum Paddel zu greifen und „das Spiel der Zukunft“ – auch bald in Deutschland! – am eigenen Leibe zu erleben.

Vamos, amigos!

25. Oktober 2013
von admin
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“Videoeinsatz im Tennis – 2. Teil”

Das deutsche Tennis ist in der Krise. Vielleicht. Auf jeden Fall haben die Autoren dieses Tennisblogs „‘ne Krise“. Da wird zum Beispiel ein Text über die jahrelange Nr.1 der Welt, Roger Federer, gepostet, eine aktuelle Problematik diskutiert und ein attraktives Video mit spektakulären Schlägen des Schweizers beigefügt. Wir glauben dann in aller Naivität, dass die Leser uns dafür belohnen werden, Die tatsächliche Resonanz ist allerdings dadurch gekennzeichnet, dass nicht einmal die Fingerkuppen von unseren Usern bewegt wurden, um einen(!) Kommentar zu tippen.

handys

Drei Tage später posten wir einen theoretischen Text über die smarte Nutzung von Handys und knallen ein Video in das Netz, das direkt nichts mit unserem Thema Tennis zu tun hat. Die Diskussion des Blogger-Duos, ob man es verantworten kann, diesen Film zu präsentieren, hatte länger gedauert als das Herrenfinale in Wimbledon 2013. Kurz vor Ende der Debatte waren quasi schon die Scheidungsanwälte kontaktiert worden!

Und dann wird diese riskante Veröffentlichung fleißig kommentiert und „wie verrückt“ angeklickt. „Verrückt“ nicht nur deshalb, weil die Zahl der Besucher – im Vergleich zum Post über unseren Tennishelden Federer – überraschend hoch war, sondern auch, weil es keinesfalls unseren Erwartungen und gewohnten Wahrnehmungen entsprach.

So what. So spielt eben das Leben in der Postmoderne.

Konstruktive Kritik trägt zum Fortschritt bei. Gehen wir also auf die Kritik unserer „Follower“ ein: Die weisen uns darauf hin, dass die Handyvideos meist nicht genug Qualität haben, um die Technik ihrer Schläge sinnvoll zu analysieren.

Wir greifen diese Hinweise gern auf und „entschuldigen“ unsere Ausführungen mit folgenden Argumenten: bei dem Einsatz des Handys während des Tennisspiels ging es zuerst nur darum, einen visuellen Eindruck von den eigenen Bewegungen zu gewinnen. Das ist hilfreich, um ein Bewegungsbewusstsein und ein Bewegungsgefühl zu entwickeln. Für eine technische Analyse der einzelnen Schläge ist sicherlich eine hochwertige High-Speed-Kamera die bessere Lösung.

Vor Jahren wurde anlässlich eines ITF-Turniers in Hamburg eine High-Speed-Kamera eingesetzt und man diskutierte mit den nationalen und internationalen Coaches über die Einsatzmöglichkeiten bei der Technikanalyse im Tennis.

Erstes Ergebnis: es stellte sich heraus, dass die deutschen Verbände kaum Videoanalysen mit hochwertigen Kameras in ihren Leistungszentren als methodisches Mittel nutzten! Das war für die Coaches aus Moldawien, Luxemburg, Litauen, Japan, Holland und Frankreich eine Überraschung. Alle waren bestens mit einer Videokamera ausgerüstet und sie filmten die Matches ihrer Schützlinge auch damit von der ersten bis zur letzten Minute. Später saßen sie dann mit ihren Spieler/innen im „Players Restaurant“ an den Tischen und analysierten mit ihnen die Filmaufnahmen.

Die Situation hatte sich dann schnell geändert: Nachdem der deutsche Bundestrainer eine High-Speed-Kamera vom Hauptsponsor CASIO geschenkt bekommen hatte, zogen die einzelnen Landesverbände schnell nach: 3 Monate später waren schon 12 Leistungszentren der Landesverbände  mit dieser hochwertigen Videokamera ausgerüstet.

Heute gibt es noch bessere Kameras im „Pocket-Format“. Leicht in der Trainingshosentasche vom Trainer zu tragen und sofort einzusetzen, wenn im Training unterschiedliche Meinungen von gewissen Bewegungsabläufen auftreten. Wir können sie nur allen Trainern und ambitionierten Spielern empfehlen.

Zum Schluss dieses Post lassen die Blogger Taten auf (zu) viele Worte folgen: Wir waren trotz anders lautender Informationen immer noch der Meinung, dass ein normales Handy (s3 mini) über eine Videoqualität verfügt, die sinnvolle Tennisaufnahmen ermöglicht und haben einen Test unternommen, dessen Ergebnis ihr im folgenden Kurzvideo sehen könnt.

Verschafft euch einen eigenen Eindruck!