14. Juni 2015
von admin
Keine Kommentare

On the road to Wimbledon

Die rote Asche der French Open haben die internationalen Tennisstars verlassen und bereiten sich jetzt auf den Rasenturnieren auf Wimbledon vor.

wimbledon

Die Top Five der WTA haben sich noch eine Ruhepause gegönnt. Petkovic,  Kerber und Lisicki erholen sich auch noch von den Strapazen der WTA-Tour.

Bei den Herren greifen  Djokovic, Federer, Murray, Nishikori, Wawrinka, Ferrer  und Raonic später in das Geschehen auf dem grünen Grass ein. Rafael Nadal trat in Stuttgart an und nahm sogar am Doppel teil, um jede Trainingsmöglichkeit auf Rasen zu nutzen.

Das macht sich offensichtlich bezahlt: Im Halbfinale des Mercedes Cups bot der Spanier seine bisher beste Leistung. Er schlug Gael Monfils mit 6:3 und 6:4. Im Finale trifft Rafa auf Viktor Troicki, der im serbisch-kroatischen Duell den an 2-gesetzten Marin Cilic mit 6:3, 3:6 und 7:6 bezwang.

In Hertogenbosch, bei den Topshelf Open, hat der Belgier David Goffin bewiesen, dass er auch auf Rasen zu der Weltspitze gehört. Im Endspiel des Turniers spielt er jetzt gegen Nicolas Mahut. Der Franzose hat sich durch die Qualifikation bis in das Finale gespielt.

David+Goffin

Drei deutsche Damen sind in Hertogenbosch angetreten. Carina Witthöft und Tatjana Maria sind früh ausgeschieden. Annika Beck erreichte das Viertelfinale, verlor dort gegen Jelena Jankovic mit 4:6 und 1:6.

Die topgesetzte Eugenie Bouchard kriselte auch in den Niederlanden, Sie verlor sang- und klanglos in der 1.Runde. Im Finale der Topshelf Open stehen am Sonntag die Italienerin Camila Giorgi (WTA Nr.35) und die 18-jährige Schweizerin Belinda Bencic (WTA Nr. 33).

Andere WTA-Spielerinnen haben versucht, sich in Nottingham bei den Aegon Open an das britische Klima zu gewöhnen. In guter Form hat sich dort bisher Agniezka Radwanska präsentiert. Sie hat mit überzeugenden Matches das  Semifinale gegen Monica Niculescu erreicht. Das englische Regenwetter hat für starke Verzögerungen in Nottingham gesorgt. Die Amerikanerin Alison Riske wartet noch auf ihre potentielle Halbfinalgegnerin.

Bei den kommenden WTA-Turnieren in Birmingham und Eastbourne werden auch die absoluten Spitzenstars teilnehmen.

Das gleiche gilt für die ATP-Stars: In Halle und im Queens Club in London werden Federer und Co. ihre Rasenform überprüfen, um am 29.Juni in optimaler Verfassung in Wimbledon antreten zu können.

12. Juni 2015
von admin
Keine Kommentare

Nadal und Monfils im Semifinale von Stuttgart!

Der Mercedes Cup in Stuttgart kommt in die entscheidende Phase. Der Wechsel vom roten Sand auf grünen Rasen hat sich für den Turnierdirektor Weindorfer  schon jetzt bezahlt gemacht. Eine Aufbruchsstimmung ist für ihn spürbar. Für das Wochenende melden die Turnierorganisatoren bereits jetzt ein ausverkauftes Haus.

Am Freitag standen die Viertelfinalspiele auf dem Programm. Um 12 Uhr wurde den Zuschauern schon das erste Highlight geboten: Die deutsche Nr.1, Philipp Kohlschreiber, traf auf dem Center Court auf den an 4- gesetzten Franzosen Gael Monfils. Schon den ersten eigenen Aufschlag musste der Augsburger abgeben. Weil ihm dann ein Rebreak gelang, blieb der erste Satz lange ausgeglichen und spannend. Monfils zweites Break zum 6:5 war die Vorentscheidung für den 7:5 Sieg des Franzosen im 1.Satz.

Monfils-tennis

Bei hochsommerlichen Temperaturen  steigerte sich der Augsburger im 2.Satz und sicherte sich mit 6:3 den Durchgang. Den 3.Satz  musste der 31-jährige Deutsche nach insgesamt  zwei Stunden Spielzeit aber wieder mit 2:6 abgeben. Insbesondere nach eigenen Fehlern haderte Kohlschreiber mit sich, fluchte laut. Unzufrieden mit seiner Leistung war er trotz der Niederlage nach dem Spiel  nicht mehr: „Ich habe heute phasenweise sehr gut gespielt. Es war trotzdem ein cooles Turnier.“

Im Anschluss an das Ausscheiden des deutschen Spitzenspielers folgte die  nächste attraktive Partie: Der topgesetzte Rafael Nadal kämpfte gegen Bernard Tomic um den Einzug in das Semifinale. Der Spanier, der schon in seiner ersten Runde nach langen Mühen Baghdatis im 3.Satz niederkämpfte, musste auch gegen den Australier über die volle Distanz gehen, um am Ende mit 6:4, 6:7 und 6:3 das Halbfinale des Mercedes Cups zu erreichen.

nadapic

Mischa Zverev hatte sich durch die Qualifikation bis in das Viertelfinale durchgekämpft. Man konnte davon ausgehen, dass sein an 2-gesetzter Gegner Marin Cilic wohl die Endstation auf Mischas Erfolgsweg bedeuten würde. Damit wäre der letzte deutsche Teilnehmer aus dem Turnier ausgeschieden. Mit diesem Schicksal wollte sich der Hamburger aber nicht abfinden. Er breakte den Aufschlagtitanen aus Kroatien im ersten Spiel des 1. Satzes und ging dann 2:0 in Führung. Bevor der Kroate sein Aufschlagspiel aufnehmen konnte, unterbrach ein Wolkenbruch mit Regen das Match. Als das Spiel wiederaufgenommen wurde, nutzte  Mischa seinen Vorsprung und gewann den 1.Satz mit 6:4. Auch im 2.Satz hielte er großartig mit und musste sich erst knapp im Tiebreak geschlagen geben. Trotz einer ebenbürtigen Leistung verlor er auch den 3. Satz im Tiebreak. Mit 6:4, 6:7 und 6:7 schied mit Mischa Zverev der letzte deutsche Teilnehmer in Stuttgart aus.

11. Juni 2015
von admin
Keine Kommentare

Mischa Zverev erreicht wieder ein Viertelfinale!

Bei dem Mercedes Cup in Stuttgart konnten am Donnerstag drei deutsche Teilnehmer bei ihren Achtelfinalspielen  beweisen, dass das deutsche Tennis den Anschluss an die Weltspitze wiederherstellen kann.

Mischa Zverev, der sich in der Qualifikation durchsetzte und  mit einem großartigen Sieg über Dominic Thiem in der Auftaktrunde positiv überraschte,  spielte am Mittag gegen Andrea Seppi (ATP Nr.48), der vorher Benjamin Becker ausgeschaltet hatte. Der Linkshänder aus Hamburg , der Anfang Januar 2011 auch schon auf Rang 78 in der Weltrangliste stand und gegenwärtig auf Position 502(!) geführt wird, spult im 1.Satz sein offensives Tennis- Programm a la „Iceborg“ cool, mit unbeweglicher Mine ab und gewinnt den Durchgang klar mit 6:2. Im 2.Satz setzt er seinen „Serve und Volley-Stil“ unbeirrt fort, breakt den Südtiroler bei 4:4 und serviert zum Matchgewinn. Plötzlich wird er vorsichtiger, sogar etwas „shaky“. Trotzdem bringt er sein Aufschlagspiel     durch, gewinnt den Satz mit 6:4 und erreicht nach langer Zeit wieder das Viertelfinale eines großen ATP-Turniers.  Wir freuen uns über diesen Erfolg des sympathischen älteren Bruders  unserer deutschen Nachwuchshoffnung Sascha Zverev, der gestern gegen Victor Troicki im 3.Satz ausgeschieden war.

mischa-zverev

Tommy Haas hatte in seinem ersten Match nach langwieriger Verletzungszeit in Stuttgart überzeugt und Hoffnung auf eine Verstärkung des deutschen Herrentennis in naher Zukunft gemacht. Mit Bernard Tomic, der sich in den letzten Monaten Schritt für Schritt in der Weltrangliste vorgearbeitet hat, wartete eine schwere Aufgabe auf den gebürtigen Hamburger. Nach Tommys Auftaktsieg bei den Mercedes Open hatte es Pressestimmen gegeben, die sich über seine Flüche und Unmutsäußerungen während des Matches wunderten. Die hätten Haas einmal im Players Center am Rothenbaum während seiner Backgammon- und Pokerpartien mit seinem Kollegen und Freund Federer beobachten sollen: Da flucht und pöbelt Tommy in nachteiligen Situationen wie ein hanseatischer Bierkutscher. Federer hatte viel Spaß mit Tommy, musste aber immer aufpassen, dass nach einer  unglücklichen Niederlage von Haas, ihm nicht die Karten oder Spielsteine an dem Kopf geworfen wurden…

haas

Im 1.Satz kann Tommy nur wenige Punkte beim Aufschlag des Australiers gewinnen, er selbst hat bei eigenen Aufschlagspielen viele kritische Situationen zu überstehen. Trotzdem erreicht der 37-jährige den Tiebreak. Dort erspielt er sich zwei Satzbälle. Der erste wird mit einem Ass von Tomic abgewehrt. Bei Aufschlag von Haas wehrt der Australier mit einem „lucky punch“ den 2.Satzball ab und gewinnt auch die nächsten beiden Punkte und den ersten Durchgang mit 7:6. Im 2.Satz wird der arrogant wirkende junge Australier selbstsicherer. Tommy Haas verliert die Siegeszuversicht. Er unterliegt im zweiten Durchgang mit 2:6 und scheidet damit aus dem Stuttgarter Turnier aus.

Matthias Bachinger (ATP Nr. 116) hatte  in der letzten Runde der Qualifikation verloren und kam doch noch als Lucky Looser in das Hauptfeld. In der ersten Runde hatte er die unverhoffte Chance genutzt und gegen Peter Gojowczyk gewonnen. Im Achtelfinale wartete mit dem an 2- gesetzten Marin Cilic ein „richtiger Brocken“ auf den 28-jährigen Münchener:  Der Kroate hatte als US Open-Sieger 2014 für Furore gesorgt, nachdem er vorher lange unter einer Dopingsperre leiden musste. Im 1.Satz gelingt beiden Spielern jeweils ein Break, obwohl 9 Asse geschlagen wurden. Im Tiebreak setzt sich Cilic deutlich durch. Im 2.Satz reicht dem Kroaten ein break, um mit 6:3 in das Viertelfinale des Mercedes Cups einzuziehen.

Der topgesetzte Rafael Nadal hat sich trotz Teilnahme im Doppel noch nicht optimal an den Rasen gewöhnt. Nur mit großen Schwierigkeiten konnte er sich  gegen Marcos Baghdatis in seinem Auftaktmatch mit 7:6, 6:7 und 6:2 durchsetzen.

Rasen ist nicht unbedingt der Lieblingsboden der Spanier. Der an 3-gesetzte Feliciano Lopez schied in der 1.Runde schon aus.