4. November 2014
von admin
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“Haben die einen Stich beim DTB?” – Reloaded

Das deutsche Tennis hätte sich in aller Ruhe auf den Höhepunkt der Saison 2014, das Fed Cup-Finale am kommenden Wochenende, freuen können. Dann kommen die bekannt-unrühmlichen Spielverderber des DTB  und inszenieren  eine Tragikomödie, über die man sich aufregen könnte, wenn  das dargebotene Schauspiel wenigstens ein gewisses Niveau zeigen würde.

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Es geht um die Nachfolge des zurück getretenen DTB-Präsidenten Altenburg. Zwei Kandidaten standen zur Auswahl: Der von verschiedenen Landesfürsten intern ausgewählte Verbandspräsident von Rheinland-Pfalz, Ulrich Klaus, und der sich eher von außen anbietende  ehemalige Wimbledonsieger Michael Stich, der auch Turnierdirektor des traditionsreichsten deutschen ATP-Turniers. der German Open, ist. Diese Funktion ist der Stein des Anstoßes dafür, dass viele DTB-Funktionäre eine Kandidatur Stichs ablehnen. Ihm wird hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen, dass er vor Jahren als Turnierdirektor des Hamburger Turniers einen Vertrag mit der damaligen DTB-Führung geschlossen hatte, der angeblich weniger als ein Fünftel des marktüblichen  Preises zu seinem Vorteil beinhaltet. Das bewirkt offenbar privaten Neid. Öffentlich wird ihm vorgehalten, dass er als potentieller DTB-Präsident und Rothenbaum-Turnierdirektor eine Doppelfunktion ausüben würde, die er zu seinem eigenen Vorteil ausnützen könnte.

Wir haben keine Einsicht in objektive Dokumente, unser Wissen beruht auf Informationen subjektiver Meinungsträger, deshalb sollten wir uns hüten, dieses Thema weiter auszuführen.

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Werfen wir einen Blick auf das Profil des anderen Präsidentschafts-Kandidaten: Ulrich Klaus, Verbandspräsident in Rheinland-Pfalz, ist pensionierter Gymnasiallehrer, Vater von zwei Kindern. Das klingt vertrauenswürdig, aber auch etwas bieder. Sein fünfseitiges Konzept, mit dem er für das Amt antreten will, wurde von dem „Tennis Magazin“ in der November-Ausgabe stark  kritisiert und als nichtssagend klassifiziert.

Um den Präsidentschaftsanspruch von Klaus gerecht zu beurteilen, fehlen uns ausreichende Informationen. Man gewinnt aber schnell den Eindruck, dass die Landesfürsten sich mit ihm eine Person  ausgewählt haben, hinter dem sie ihre eigenen Macht- und Einflussintentionen in Zukunft ungestört ausleben können. Es wirkt so, als wenn eine Marionette installiert werden soll, mit der die selbstherrlichen  und selbstgenügsamen Landesfürsten ungestört ihre Strippen weiter ziehen könnten.

Michael Stich, der nach langen Querelen inzwischen seine Kandidatur zurück gezogen hatte, wurde in diesen Tagen wieder in das Spiel gebracht. Am vergangenen Sonntag fand in Hamburg eine Bundesausschusssitzung statt, die die Präsidentschaft von Klaus festlegen sollte. Michael Stich wurde eine Präsentation seines Konzeptes eingeräumt – eine Stunde vor dem offiziellen Beginn dieser Veranstaltung. Das veranlasste Dirk Hordorff, Verbandspräsident Hessens und die graue Eminenz beim DTB, zu folgendem süffisanten Kommentar gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“:  „Ich kenne Herrn Stich und muss ihn nicht abermals kennenlernen. Und meine Frühstückszeiten muss ich auch nicht ändern“. Das mag witzig sein, das entspricht aber keinesfalls dem gebührenden Respekt gegenüber einem Leistungsträger des deutschen Tennis und wird auch nicht der ernsten Lage des „bunten weißen Sports“ in der Gegenwart gerecht.  Ja, das klingt zu sehr nach „Kasperle-Theater“ – und diesen stillosen Inszenierungen des DTBs und seines Umfelds sind wir langsam überdrüssig.

Im Anschluss an diese Sitzung vermeldete die Presse die Entscheidung, dass Stich jetzt wieder offiziell als Präsident gegen Klaus kandidieren werde. Die nächste Sitzung wird kommen.  Wir können uns sicher sein, dass das Theater sich fortsetzen wird. Wir werden lesen können, wie unsere Funktionsträger mit dissonanter Vielstimmigkeit das Image des Tennis in der Öffentlichkeit lächerlich machen.

Haben die einen Stich?

Dieses Wortspiel hatten wir in einem unserer ersten Posts im Sommer des letzten Jahres benutzt. Wenn wir es hier wieder aufgreifen,  ist das ein Zeichen dafür, dass sich seit langer Zeit nichts zum Positiven bei dem DTB verändert hat.

Es wird aber Zeit.

Es ist jetzt angeraten, dass sich die Spitzenkräfte des deutschen Tennis an einem Tisch setzen, um das „Schiff gemeinsam wieder auf Kurs zu bringen“ – frei von Eitelkeiten und von Eigennutz.

Es ist jetzt dringend nötig, im Dienst der Sache zielgerichtet zusammen zu arbeiten, um Potentiale zu nutzen, anstatt sie zu verhindern.

Das klingt zu schön, um wahr zu werden.

3. November 2014
von admin
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Petkovic und Djokovic siegen

Novak Djokovic hat seinen Titel beim letzten „Masters 1000“-Turnier der Saison  2014 in Paris-Bercy erfolgreich verteidigt! Der Weltranglistenerste setzte sich in der französischen Hauptstadt im Finale problemlos mit 6:2, 6:3 gegen den Kanadier Milos Raonic durch.

Der „Djoker“ hatte in drei Matches noch nie gegen seinen Finalgegner verloren und startete auch unbeeindruckt von dem Siegen des Kanadiers über Federer und Berdych in Paris. Zu Beginn des Matches profitierte er von einem zögerlichen Start seines Kontrahenten. Er breakte ihn früh, ließ insgesamt nur 9 Asse von Raonic (in den Runden zuvor waren mehr als 20 Asse pro Spiel fast eine Selbstverständlichkeit für ihn!) zu und geriet in der Spielzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten nur im siebten Spiel in Bedrängnis, als er drei Breakbälle für Raonic in Folge abwehrte. Der Sieg war ein großer Sprung vorwärts, um am Ende der Saison die Weltrangliste als bester Spieler der Profitour zu beenden.

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Mit seinem 47. Turniersieg auf der ATP-Tour und insgesamt 600 gewonnenen Matches hat sich der 27-Jährige Serbe in der Topliga der Tennislegenden im Profitennis – auf einer Stufe mit Mc Enroe, Nadal oder Federer – endgültig etabliert.

Das Turnier im Palais Omnisports stand im Zentrum der internationalen Tennis-öffentlichkeit. In Deutschland sind die Augen der Tennisfans erwartungsvoll auf das kommende Wochenende gerichtet, wenn unser Fed Cup-Team im Finale gegen Tschechien in Prag antreten wird. Eine frohe Botschaft macht uns  Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden unserer Damen: Andrea Petkovic hatte bei dem „WTA-Tournament of Champions“ in Sofia das Halbfinale erreicht und dort die Spanierin Garbine Muzuraga mit 6.1 und 6:4 besiegt.

Bundestrainerin und Fed Cup-Coach  Barbara Rittner war erleichtert über den Formanstieg ihrer Nummer zwei:  „Andy hat sich wieder frei gespielt. Diese Form und das damit verbundene Selbstvertrauen kommen genau richtig für Prag. Sie ist wieder in der Spur”, bewertete sie den Erfolg der Darmstädterin im Semifinale.

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„Petko“ nutzte ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen dann auch im Finale gegen  Flavia Pennetta. Mit gewohnter Kampfkraft bezwang sie die Italienerin mit 1:6, 6:3 und 6:4 und holte den Titel des „Tournament of Champions“ in Bulgarien.

Die Chancen, dass unsere Tennisdamen, wie die Herren im Fußball, den Weltmeistertitel 2014 erringen, sind wieder aussichtsreicher geworden.

2. November 2014
von admin
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Djokovic und Raonic im Finale von Paris

Die Entscheidungen im Race to London sind in Paris gefallen: Durch den Sieg Nishikoris gegen Ferrer, wird der Japaner,  als erster Asiate in der Geschichte der  ATP,  an den „Finals“ teilnehmen können. Sein Erfolg war der Gewinn des Kanadiers Raonic: auch er ist jetzt qualifiziert, weil alle potentiellen Konkurrenten in Paris ausgeschieden sind und deshalb keine Punkte sammeln können, um an ihm noch im „Race to London“ vorbeizuziehen.

Djokovic, Federer, Wawrinka, Cilic, Nishikori, Berdych, Murray und Raonic werden die O2-Arena in London “rocken”, wenn es um den prestigeträchtigen Titel des  Saison-Abschlussturniers 2014 der ATP-Tour geht.

In den Semifinals von Paris konnten die Spieler ihre Form für London testen und natürlich wichtige Punkte für die Abschlusswertung der Weltrangliste sammeln.

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Am Nachmittag standen sich im ersten Semifinale des „BNP Paribas Masters 1000“ Tomas Berdych und Milos Raonic gegenüber. Nach seinem größten Karrieresieg gegen Federer hat der Kanadier neues Selbstvertrauen getankt. Im ersten Satz spielt er dominant auf und gewinnt mit 6:3. Der Tscheche schlägt mit 6:3 im zweiten Satz zurück. Die Nuance, die den Unterschied in diesem ausgeglichen Duell macht, ist der beeindruckende Aufschlag von Raonic. Mit 7:5 im entscheidenden Durchgang zieht der junge Kanadier in das Endspiel von Paris-Bercy ein.

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Im zweiten Halbfinale traf Novak Djokovic auf Kei Nishikori. Das nervenauf-reibende dreistündige Viertelfinalmatch gegen David Ferrer hinterließ Spuren bei dem Japaner. Zu Beginn hielt er das Geschehen noch ausgeglichen, dann gewann der Serbe Punkt für Punkt die Oberhand. Mit 6:2 setzte dich der Weltranglistenerste im 1.Satz durch. Im zweiten Satz ließ Djokovic sich nicht mehr das Heft aus der Hand nehmen und gewann 6:3. Das Coach-Duo Becker/Vajda machte einen zufriedenen Eindruck.