13. Mai 2014
von admin
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“On the road to Paris”

Die Sandplatzsaison ist in die heiße Phase gestartet und die Damen und Herren auf der Tour fiebern den French Open entgegen. Für uns bietet sich daher die Gelegenheit, die letzten Wochen zu rekapitulieren und einen Ausblick auf den kommenden Grand Slam abzugeben.

Beginnen wir mit den Herren. Wir gratulieren Roger und Gemahlin zum zweiten „Doppelpack“ im Hause Federer und freuen uns, dass der Maestro seine Teilnahme an den French Open zugesagt hat. Wir sind gespannt, ob Roger neue Kraft aus der Geburt seiner Zwillinge geschöpft hat oder ob die kurzen Nächte seiner Leistungsfähigkeit einen Dämpfer verpassen.

finallondon

Top-Favorit wie in jedem Jahr ist Rafa Nadal, der am vergangenen Wochenende den nächsten Titel in Madrid verbuchen konnte. Allerdings war dieser Sieg mehr Geschenk denn Arbeit: Finalgegner und Sandplatzüberraschung Kei Nishikori verletzte sich in Führung liegend und musste später aufgeben. Er hätte nach dem Triumph in Barcelona durch einen Sieg seinen zweiten Sandplatztitel in Folge feiern können. Auf die Form der beiden Finalisten in Frankreich dürfen wir gespannt sein.

Noch schwieriger ist es, Prognosen über den „Djoker“ und seinen Freund Andy Murray zu treffen. Djokovic hat sich in den letzten Wochen eine Pause gegönnt und ist noch ohne Titel auf Sand in dieser Saison. Murray hat sich, nach seiner langwierigen Verletzung Ende letzten Jahres und der Trennung von Coach Ivan Lendl, noch nicht wieder mit Spitzenleistungen präsentieren können. Ob er seine Form und Fitness bis zum Start in Roland Garros widerfindet, bleibt zu bezweifeln.

Es könnte somit wieder die Stunde von „Stan the Man“ Wawrinka schlagen. Jedoch bleibt auch er von Formschwankungen nicht verschont. Seine Erstrundenniederlage in Madrid ist dafür ein Beleg. In Monte Carlo hatte er sich bei seinem Triumph noch in Höchstform präsentiert.

wawrinka

Unsere deutschen Akteure spielen bei der Titelvergabe in diesem Jahr voraussichtlich keine große Rolle: Haas ist seit dem Finale von München wieder angeschlagen, Mayer fehlt noch auf unbestimmte Zeit. Kohlschreiber lässt zwischendurch sein Können aufblitzen, für die große Überraschung in Paris spielt er aber nicht konstant genug auf Sand. Auch unsere jungen Davis Cup-Recken haben in den letzten Wochen nicht überzeugen können.

Freuen wir uns daher mit unserem „Nordlicht“ Julian Reister, der sich durch seine Verletzungen nicht beirren lässt und vergangenes Wochenende das Challenger Turier in Rom gewann. Vielleicht schafft er es, sich bei steigender Formkurve ins Hauptfeld der French Open zu kämpfen. Zu gönnen wäre es ihm allemal.

Wir glauben die diesjährige Ausgabe der French Open könnte bei den Herren eine Überraschung hervorbringen. Allerdings spielen die Umstände, dass das Turnier lange dauert und die „Best-of-Five“-Matches auf Sand sehr kräftezehrend sind, den Top-Spielern in die Karten.

Bei den Damen zeigt sich Maria Scharapova in beeindruckender Frühform auf Sand. Sie schnappte sich nach Stuttgart auch den Titel von Madrid. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte sie als Top-Favoritin gehandelt werden.

serena

Serena Williams musste in Madrid ihr Match gegen Petra Kvitova absagen. Ihre Verletzung am linken Bein scheint aber nicht langwierig zu sein. Sie startet in Rom und in Paris. Und wie immer gehört sie dann zur Spitzenanwärterin auf den Titel.

Danach schickt sich eine Vielzahl an Spielerinnen an den beiden Routiniers ein Bein zu stellen. Radwandska, Kvitova, Ivanovic, … Sie alle sind in Spiellaune und zeigen ambitionierte Leistungen auf dem Weg nach Frankreich. Auch die junge Halep ist weiter auf dem Weg nach oben und besitzt noch Potential. Bei Azarenka stehen noch Fragezeichen im Raum. Sie laboriert momentan an einer Fußverletzung und wird bis zu den French Open kein Turnier mehr bestreiten.

Aus deutscher Sicht können sich die French Open positiv gestalten. Bine Lisicki hat ihre Krise überwunden und konnte in Madrid in die dritte Runde einziehen. Beim Erstrunden–Aus in Rom zeigte sie eine ordentliche Leistung. „Petko“ hat sich in Charleston und beim Fed Cup in starker Form präsentiert. Auf Sand fehlt ihr aber bislang noch die Durchschlagskraft. Zu den Hoffnungsträgern zählt selbstverständlich unsere „Angie“ Kerber. Als etablierte Top-Ten-Spielerin gehört sie zumindest zu den Geheimfavoriten.

kerber AusOpen

Die Krone von Paris führt in diesem Jahr über die „Diven“ Serena und Maria. Wer es schafft, den taffen Bedingungen des Grand Slams zu trotzen und gegen diese beiden zu bestehen, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den „großen Schlag“ in Frankreich machen.

8. Mai 2014
von admin
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Reisevorschläge für “Großes Tennis” auf deutschem Boden

Im letzten Post hatten wir den Blick auf innovative Spielideen für die Kleinen gerichtet. Heute wollen wir allen deutschen Tennisfans den Mund wässrig machen und unsere bundesweiten Follower auf das „Große Tennis“, das auf deutschem Boden in nächster Zeit stattfindet, aufmerksam machen.

Ladies first: Am 17.Mai startet im Frankenland ab dem 18.Mai das mit 260 000 Dollar dotierte WTA-Turnier um den Nürnberger Versicherungscup.

nürnbcupDr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, ist von der Qualität des diesjährigen Teilnehmerfeldes überzeugt.“Wir freuen uns, dass das stark besetzte Teilnehmerfeld von der sympathischen Top Ten-Spielerin Angelique Kerber angeführt wird. Als deutsche Nummer eins hat sie das Porsche Team Deutschland souverän ins Finale gespielt und wird in Nürnberg sicher ihr bestes Sandplatztennis zeigen. Starke internationale Konkurrenz, unter anderem Sandplatzspezialistin Roberta Vinci und das aufstrebende Talent Eugenie Bouchard, wird ihr den Titelgewinn nicht leicht machen. Die Zuschauer können sich auf hochklassige und spannende Begegnungen einstellen.“

Die deutsche Nachwuchshoffnung Annika Beck hat längst ihre Teilnahme zugesagt. Zu den aufstrebenden Spielerinnen, die in Nürnberg antreten werden, gehören auch die 20-jährigen Jana Cepelova aus der Slowakei und die Spanierin Garbine Muguruza, denen eine große Zukunft vorhergesagt wird.

Wie schon bei der Premiere 2013 werden viele Matches des Nürnberger Versicherungscups live im Fernsehen übertragen. Das Bayerische Fernsehen sendet ein Viertelfinale am Donnerstag und ein Halbfinale am Freitag live, hinzu kommen Live-Übertragungen auf Eurosport 1 und 2. Zudem sendet der BR eine Zusammenfassung des Finales am 24. Mai von 17.00 bis 17.45 Uhr. Diese Medienpräsenz ist sicherlich gut für das Bild des deutschen Tennis in der Öffentlichkeit, aber bei der hervorragenden Besetzung empfehlen wir unseren Lesern, die Reise nach Nürnberg anzutreten, um die geballte Tennis-Frauenpower dort vor Ort live miterleben zu können.

Alternativ könnte man sich auch auf den Weg in das Rheinland machen. Dort beginnen  ab dem 18.Mai die „Düsseldorf Open“. Als Preisgeld sind  250 000 Dollar ausgeschrieben.

Das ATP-Turnier findet kurz vor den French Open auf der Anlage des Rochusclubs in Düsseldorf statt und bietet allen Topprofis eine optimale Wettkampf-Vorbereitung auf dieses Grand-Slam-Sandplatzturnier.

Tennis war nie nur Sport, sondern auch ein Lebensgefühl. Diese charmante und wahre Aussage kann man aber nur nacherleben, wenn man vor Ort ist. Tennisenthusiasten aller Bundesländer, macht euch auf in das Rheinland, um dieses „savoir vivre“ hautnah mitzuerleben!

gerrywopen

Dass Tennis ein besonderes Lebensgefühl darstellt, hat der Veranstalter der Gerry Weber-Open in Halle nicht nur begriffen, sondern auch vorbildlich umgesetzt. Neben Spitzentennis dürfen sich die Zuschauer vom 7. – 15.Juni auch auf die Live-Auftritte von Christina Stürmer, Tim Bendzko, Milow, Marlon, Roudette, voXXclub und Rea Garvey mit dem diesjährigen Turniersong „Can’t Say No“ freuen.

Mit der Champions Trophy wartet am 7. Juni ab 16 Uhr ein ganz besonderes Highlight auf die Besucher: Beim einzigen deutschen Rasenplatz-Turnier werden Andrea Petkovic und Ivan Lendl im Doppel gegen Julia Görges und Michael Chang antreten. „Mit zwei Topstars von früher und zwei Spielerinnen aus dem erfolgreichen Fed Cup Team werden wir sicher ein Klassematch zu sehen bekommen“, gibt Turnierchef Weber seiner Freude Ausdruck.

Das i-Tüpfelchen dieses ATP-Turniers in Westfalen ist aber das überragende Teilnehmerfeld: Neben dem Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal und Titelverteidiger Roger Federer gehen der Weltranglisten-Neunte Milos Raonic aus Kanada und weitere Top 20 Spieler wie Richard Gasquet, Kei Nishikori und Mikhail Youzhny in Halle an den Start. Mit Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Jan-Lennard Struff schlagen auch die besten deutschen Tennisprofis auf westfälischen Boden auf.

Übertragen wird das Turnier in diesem Jahr von Eurosport und dem ZDF.

Wir wiederholen unsere Hinweise zur Mobilität und Aktivität jetzt nicht mehr, sondern geben nur eine diskrete Empfehlung: Halle in Westfalen ist im Juni diesen Jahres eine Reise wert!

6. Mai 2014
von admin
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“Low-T-Ball” – Spielerisch zum Tennisvirtuosen

In unseren letzten Textveröffentlichungen hatten wir vorwiegend vom „Großen Tennis“ der ATP- und WTA-Profis berichtet.

Die „Kleinen“ sind zu kurz gekommen.

Deshalb wenden wir uns in diesem Post wieder der Zukunft des bunten weißen Sports zu und stellen eine vorbildliche Aktion vor, die versucht den jüngsten Nachwuchs für Tennis zu begeistern.

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Ort des Geschehens ist Pinneberg vor den Toren Hamburgs. A-Trainer Hendrik Lichtfuß vom Pinneberger TC, dem größten Tennisclub des Kreises, hatte Kontakt zu einer Schule aufgenommen und gemeinsam mit der Schulleitung ein Pilotprojekt in der Region durchgeführt, um erste Erfahrungen mit der innovativen Methode des „Low-T-Ball“ zu sammeln. Im Gegensatz zum richtigen Tennisspiel wird beim Low-T-Ball der Ball nicht über ein Netz, sondern unter einem Holzbrett durch geschlagen. Eine Begrenzung des Spielfeldes gibt es nicht, der benutzte Over-Ball ist mit 26 cm Durchmesser wesentlich größer als ein Tennisball. Die Spielfähigkeit ist von Beginn an gegeben, die Anpassung der Spielweise erfolgt intuitiv und Fortschritte stellen sich schnell ein. Durch die Beschaffenheit des Feldes und des Balles erlernen die Kinder die für das „richtige“ Tennis nötigen Voraussetzungen der Auge-Hand-Koordination, der Vorwärts-Aufwärts-Schlagbewegung, der richtigen Körperhaltung, der Reaktionsschnelligkeit und taktische Grundzüge. Diese und viele weitere wichtige Elemente des Tennissports können beim Low-T-Ball direkt spielerisch und ohne Vorkenntnisse angeeignet werden. In anderen Bundesländern ist dieses Tennisspiel schon mehrfach erfolgreich eingesetzt worden.

hend lichtfuß

Das Projekt von Hendrik Lichtfuß war so konzipiert, dass die Schüler nach einer kurzen Einführung, bei der die grundlegende Spielidee und die Regeln gezeigt und erläutert wurden, nach wenigen Trainingseinheit dann bald ein Turnier untereinander ausspielten. Obwohl die Kinder mindestens fünf „Matches“ spielen konnten, war es aufgrund der einfachen Bedingungen möglich, das ganze Programm in einer Schulstunde durch zu führen. Die Sieger der einzelnen Klassen traten dann noch einmal zum „Masters“ an, um den endgültigen Gewinner zu ermitteln.

Hendrik war begeistert: „Das Pilotprojekt haben wir aus Organisationsgründen mit den 4. Klassen der Schule durchgeführt. Der Vorteil von Low-T-Ball ist aber, dass man mit dieser Methode auch schon die ersten Klassen, ja sogar die Kindergartenkinder mit Spaß an das Tennis heranführen kann.

Sein Fazit fällt durch und durch positiv aus. „Die Kinder fanden es richtig toll, aber es gab auch einige wenige, die nach Niederlagen ihre Tränen nicht zurück halten konnten. Aber das ist einfach normales kindliches Verhalten.“

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Die nächsten Aktionen sind geplant. Hendrik wird mit seinem Low-T-Ball, dass sich selbstverständlich für jeden Tennisverein als sinnvolle Ergänzung der herkömmlichen Trainingsmittel eignet, weitere Projekttage in Angriff nehmen und noch viele Kinder über diese spielerische Methode an das klassische Tennis heranführen.

Um zu veranschaulichen, wie Low-T-Ball gespielt wird, haben wir ein Video mit Grundzügen des Regelwerks angefügt: